Cedar Rapids (2011)

Willkommen in Cedar Rapids

Cedar Rapids (2011) Willkommen in Cedar Rapids

Oder: Ausflug ins Chaos

Cedar Rapids

Let the Party begin!

Tim Lippe (Ed Helms) ist Versicherungsvertreter, der nach christlichen Regeln lebt, eine Beziehung zu seiner ehemaligen Lehrerin (Sigourney Weaver) pflegt und noch nie aus seinem kleinen Städtchen rausgekommen ist. Als sein Berufskollege plötzlich stirbt, muss Tim für ihn einspringen. Es steht die grosse Tagung in Cedar Rapids (Iowa) an, an der sich die Vertreter aus dem ganzen Land treffen und wo schlussendlich eine prestigeträchtige Auszeichnung wartet. Lippes Vorgänger hat den Pokal schon dreimal gewonnen, nun soll ihn Lippe zum vierten Mal gewinnen.

Cedar Rapids

Komm an mein Herz, Grosser!

Im Hotel angekommen, startet bereits die erste Unruhe. Mauerblümchen Lippe wird in ein Zimmer mit Ronald Wilkes (Isiah Withlock Jr.) gesteckt, zu dem sich noch Partyvogel Dean Ziegler (John C. Reilly) gesellt. Und genau vor diesem sollte sich Lippe in Acht nehmen, denn der ist ein ganz Versauter. Kein Drink ist sicher vor ihm, die Party kann steigen. Und als auch noch die hübsche Joan (Anne Heche) zum Trio stösst, gerät unser unschuldiger Brillenträger Lippe einmal mehr ins Visier. Kann er den Versicherungspokal trotzdem gewinnen?


Kinofilm-Rating

Ed Helms ist inzwischen bekannt wie ein bunter Hund, The Hangover 2 sei Dank, und darf Filme praktisch alleine tragen. In Cedar Rapids umgibt er sich zwar mit lauten und glatten Kollegen, steht aber klar im Mittelpunkt. Dass er weiterhin Katerstimmung porträtiert und als Normalo in ungewöhnliche Situationen kommt, passt gut, denn das spielt der gute Mann inzwischen im Schlaf.

Die Geschichte von Cedar Rapids ist nicht besonders spannend und hat auch nicht die ganz grossen Brüller zu bieten. Allerdings werden die Figuren einerseits überzeugend und liebenswert dargestellt, andererseits kommen sie in so skurrile Situationen, dass es einfach Spass macht, dem Treiben zuzuschauen. Seien es komische Begegnungen in der Umkleidekabine, oder John C. Reilly als "R2-D2". Frech, sympathisch und flott erzählt, so präsentiert sich diese Produktion von Regisseur Miguel Arteta, der sich bei TV-Produktionen wie Six Feet Under und The Office schon bewiesen hat, dass er Humor ein bisschen anders inszenieren kann.

Über die Darsteller gibt es fast nur Lobenswertes zu berichten. Ed Helms, John C. Reilly (Cyrus) oder auch Anne Heche (Wag the Dog) bieten solide und sympathische Vorstellungen. In kleinen Rollen sehen wir auch Sigourney Weaver, Rob Corddry (Hot Tub Time Machine) und Kurtwood Smith (der Papa aus That 70's Show).

Fazit: Cedar Rapids unterhält fast durchgehend auf gutem Niveau, hat ein paar herrliche Sequenzen und vergisst dabei nicht, einzelne Charaktere näher zu betrachten. Für die Hauptfigur ist es sogar der Schritt in die Eigenständigkeit und auch ein bisschen ins Erwachsenenleben. Das haben sie sehr gut hingekriegt.

3.9 Sterne
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12.08.2011 / muri