Bridesmaids (2011)
Bridesmaids (2011)
Oder: I'm sorry, Wilson!
Annies (Kristen Wiig) Leben hat sich im Mittelmass eingependelt: Sie ist Mitte 30, Single und hat einen langweiligen Job in einem Juweliergeschäft, den sie nur über ihre Mutter erhalten hat. Eigentlich hat sie nur ihre beste Freundin Lillian (Maya Rudolph), die sie seit der Schulzeit kennt. Doch es ändert sich alles, als Lilian eines Tages verkündet, dass sie verlobt sei.
Annie erklärt sich natürlich bereit, als erste Brautjungfer die Hochzeit zu organisieren. Doch an der Verlobungsfeier lernt sie die anderen Brautjungfern kennen, insbesondere Helen (Rose Byrne), die reiche Frau des Chefs von Lillians Verlobtem. Sofort kommt es zum Konflikt zwischen den beiden Frauen, da beide der Meinung sind, die bessere Freundin Lillians zu sein und die bessere Party organisieren zu können - der Zickenkrieg ist also vorprogrammiert.
Blu-ray-Rating
Überraschendes ereignete sich diesen Sommer an den nordamerikanischen Kinokassen. Ein kleiner und (für eine Hollywoodproduktion) mit relativ bescheidenen Mitteln ausgestatteter Film über eine Gruppe Frauen machte mächtig Kohle. Bridesmaids entwickelte sich zum finanziell einträchtigen Hit für Studio und Schauspieler, und vielfach wurde davon gesprochen und geschrieben, dass dieser Film quasi die Damen-Variante von The Hangover sei. Schön wär's...
Nichts gegen Kristen Wiig. Die Dame hat in unzähligen "SNL"-Sendungen und in Filmen wie Paul bewiesen, dass sie lustig sein kann und gerne die Sau rauslässt. Sie ist auch ganz klar das Glanzsstück von Bridesmaids, vor allem wenn sie versucht, die Aufmerksamkeit eines Polizisten auf sich zu lenken oder Kundinnen im Schmuckgeschäft an den Karren fährt.
Leider sind das schon fast die Höhepunkte eines sonst recht enttäuschenden und unspektakulären Films, der zwischendurch zwar immer wieder Gas gibt und beweist, was für ein Potenzial vorhanden gewesen wäre, aber schlussendlich zu lang und vor allem zu langweilig geworden ist. Da nützen auch die vielen netten Damen nicht, von denen ausser der angesprochenen Wiig und Maya Rudolph keine richtig witzig ist. Von den Kacka-Sequenzen im Kleiderladen fangen wir besser gar nicht erst an.
Fazit: Bridesmaids mag zwischendurch glatt sein, schafft es aber kaum, den Witz auf die Spieldauer von zwei Stunden auszudehnen. Blöde Szenen, platte Sprüche und nichtssagende Momente mit viel Blabla schlagen zudem auf die Stimmung. Wenigstens es am Schluss witzig, wenn die Darsteller zusammen mit der Band Wilson Philips herrlich mitjohlen.
Die Blu-ray von Bridesmaids bietet technisch hervorragende und ganz saubere Qualität. Ein satter und gut abgemischter Ton, sowie ein klares und sehr sauber transferiertes Bild lassen diesbezüglich keine Reklamationen zu. Als Bonusmaterial werden enorm viele zusätzliche Szenen (u.a. mit Paul Rudd) gezeigt. Ob nötig oder nicht, sei dahingestellt. Witzig ist auf jeden Fall das Gag-Reel mit vielen Versprechern und Pannen. Auch das Making-of ist okay und zeigt ein paar Szenen hinter den Kulissen. Ausserdem kann man sich die wichtigsten Szenen "merken" (via Bookmark), und das Line-o-Rama führt uns nochmals die besten Sprüche des Films vor.
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4.0 Sterne (61 Bewertungen) | 1 Kommentar
Blu-ray-Infos
Blu-ray erschienen am 21.11.2011
- Bildformat: 2.40:1 (anamorph Widescreen)
- Sprachen: Deutsch (DTS Surround 5.1); Englisch (DTS HD Master Audio 5.1)
- Untertitel: Deutsch; Englisch; Dänisch; Französisch; Finnisch; Griechisch; Italienisch; Spanisch; uvm.
- Extras: Gag-Reel; Making-of; Unveröffentlichte Szenen; Blinddate; Annie betrunken; Aufmunterung; Annie gegen Helen; Hold on; Line-o-Rama; Filmkommentar; Mitbewohner



