Yogi Bear (2010)

Yogi Bär

Yogi Bear (2010) Yogi Bär

Oder: Im Reich der Picka-Nicka-Körbe

Yogi Bear

Cleverness in Person

Der Jellystone-Park hat auch schon bessere Zeiten gesehen. Die Leute bleiben aus, immer weniger Besucher kommen, und der bekannteste Bär des Parks, Yogi Bear (Stimme im Original von Dan Aykroyd), versucht mit Hilfe seines Kumpels Boo Boo (Stimme im Original von Justin Timberlake), die "Pick-a-Nicka"-Körbe zu klauen. Der Aufpasser des Parks, Ranger Smith (Tom Cavanagh), hat alle Hände voll zu tun, um seinen Arbeitsplatz nicht zu verlieren.

Yogi Bear

Gleich kommt der Kuchen

Bürgermeister Brown (Andrew Daly) sieht seine Senatorenkandidatur in Gefahr, wenn er nicht sofort an Geld kommt. Dazu will er den Park verkaufen und abholzen lassen. Das hiesse aber, dass Yogi und Boo Boo ihre Heimat und Ranger Smith seine Leidenschaft verlieren würden. Zusammen mit der Dokumentarfilmerin Rachel (Anna Faris) müssen sie nun versuchen, den geldgierigen Politiker zu stoppen. Und Yogi Bear wäre nicht klüger als der durchschnittliche Bär, wenn er nicht schon längstens einen Plan hätte...


Kinofilm-Rating

William Hanna und Joseph Barbera sind nicht nur die Erfinder der Flintstones, sondern liessen 1961 auch einen gefrässigen Bären mit grünem Hut und ebensolcher Krawatte auf die Zuschauer los. Der Siegeszug von "Yogi Bär" begann, der nun in den ersten abendfüllenden Kinofilm mündet, der unter dem vielsagenden Titel Yogi Bear reale Personen mit animierten Bären verbindet.

Die Geschichte wurde so einfach wie möglich gehalten und konzentriert sich glücklicherweise mehrheitlich auf den lustigen Bären, der mit seinem kleinen Kumpel so manche Picka-Nicka-Körbe stehlen will und sich dabei, natürlich, recht bedeppert anstellt. Aber genau diesen Slapstick, diesen Witz braucht der Film, denn daneben bietet Yogi Bear nicht viel. Die menschlichen Darsteller sind zwar ganz okay, wobei aber leider Anna Faris (Scary Movie, Observe and Report) durch ihre Botoxbehandlungen nur noch staunend in die Kamera gucken kann. Sonst geht da nicht viel.

Die beiden Bären sind gut animiert und bewegen sich flüssig durch die Szenen. Ihre Szenen sind klar die stärksten des Films, wobei der Witz zwar einige Male frech daherkommt, allerdings nie schlüpfrig oder gar anstössig wirkt. Für junge (und jungebliebene) Zuschauer ist das ein Heidenspass. Einzig die Minuten auf dem Fluss vermögen technisch nicht ganz mit dem Rest des Films mitzuhalten.

Fazit: Yogi Bear ist ein Film, den man sich ohne weiteres mit der ganzen Familie anschauen kann. In knackigen 80 Minuten darf gelacht werden, wenn die Kuchen fliegen oder wenn Yogi seine Fallen baut. Leider ist die Story drumherum ein bisschen gar dünn geraten, so dass ihr bald die Luft ausgeht. Von da an klammert sich der Zuschauer einfach an die Bären-Szenen. Die sind glatt.

Schon alleine die Hälfte des Ticketpreises ist hingegen der Vorfilm der "Looney Tunes" wert. Hier versucht While E. Coyote, wie immer, den Roadrunner zu fassen und nimmt sich einen Segway (Selbstbalance-Roller) zu Hilfe. Mit den erwarteten Schwierigkeiten...

2.8 Sterne
2.8 Sterne (12 Bewertungen) | 4 Kommentare

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17.12.2010 / muri