The Sorcerer's Apprentice (2010)
Duell der Magier
The Sorcerer's Apprentice (2010) Duell der Magier
Oder: Wenn die Magie daneben geht
Im achten Jahrhundert in Britannien: Balthazar Blake (Nicolas Cage) und sein Freund Maxim Horvath (Alfred Molina) sind Merlins Meisterschüler. Einzig ihr Werben um die schöne Veronica (Monica Bellucci) wirft Schatten auf ihre Freundschaft. Als sich Veronica für Blake entscheidet, verbündet sich Horvath mit Merlins Widersacherin Morgan Le Fay. Blake setzt alles daran, dem Bösen ein Ende zu setzen und kann beide Zauberer in einer Matroschkapuppe einfangen. Dafür opfert Veronica allerdings ihr Leben.
Im Jahr 2000 führt die Jagd nach einem Zettel den jungen Dave in Blakes Antiquitätenladen. Der Junge weiss nicht, dass Blake bereits seit Jahren nach ihm gesucht hat. Da Morgan zwar eingesperrt, aber noch lange nicht besiegt ist, kann sie jederzeit aus ihrem Gefängnis ausbrechen. Um sie endgültig auszulöschen, bedarf es der Hilfe des Auserwählten. Als Student wird Dave (Jay Baruchel) erneut von Blake aufgesucht, um ihm bei der schwierigen Mission zu helfen. Dave wird nur widerwillig zum Zauberlehrling, ist von seinen magischen Kräften dann aber doch begeistert. Vor allem, weil er seine Jugendliebe Becky (Teresa Palmer) damit überraschen kann.
Kinofilm-Rating
Kennt man den Trailer, so kennt man den ganzen Film: In diesem Fall muss man zu dieser Kinoweisheit mal wieder ja sagen. Das ist mehr als enttäuschend, wenn man bedenkt, dass gleich drei Drehbuchautoren sowie Blockbuster-Produzent Jerry Bruckheimer für den Film verantwortlich zeichnen. Zusammen mit Jon Turteltaub im Regiestuhl gelingt leider kein überzeugendes Fantasymärchen.
Die im Trailer gezeigten Spezialeffekte bilden quasi das Gerüst des ganzen Films. Wer die Werke Bruckheimers (National Treasure) kennt, dem werden viele Effekte nicht neu sein. Trotzdem sind durchaus einige sehenswerte Szenen dabei, wie z. B. der eiserne Greif, der Balthazar als Transportmittel dient. Eine wirklich schöne Szene hat der Film vorzuweisen: Als eine Hommage an die Trickfilmvorlage Fantasia von 1940 wird die komplette Sequenz um den unbeholfenen Zauberlehrling wiedergegeben, der in einem Anfall von Putzwahn die Besen schwingen lässt und daran zu scheitern droht. Insgesamt bilden die magischen Spielereien auch einen schönen Kontrast zur meist nächtlichen Kulisse New Yorks. Neben einem umfangreichen Prolog und kurzer Einführung der Hauptfiguren wird die Story jedoch weitestgehend nur durch die aufwendigen Effekte vorangetrieben.
Auch bei der Entwicklung der Charaktere hapert es im Drehbuch. Jay Baruchel spielt den Loser Dave einwandfrei und genauso wie in seiner letzten Rolle in She's Out of My League. Die Begeisterung oder Freude, die er ob seiner neugewonnenen Zauberkräfte zeigen müsste, kann seine Figur leider nie vermitteln. Nicolas Cage dagegen scheint sichtlich Freude daran zu haben, mit Feuerbällen um sich zu werfen, auch wenn ein wenig mehr Enthusiasmus nicht schaden könnte. Seine Figur wirkt solide und glaubhaft, ähnlich wie Alfred Molina als Horvath, der diesen routiniert und mit gewisser Klasse mimt. Ärgerlich ist dagegen die nach bewährtem Strickmuster ablaufende Liebesgeschichte um Dave und seine Angebetete, die einen kaum berührt.
Fazit: The Sorcerer's Apprentice ist ein familientauglicher Blockbuster mit wenig Herz, dafür mit umso mehr Effekten, die hier und da auch wirklich schön anzusehen sind und insbesondere jüngeren Zuschauern Spass machen werden. Im Gedächtnis bleibt einem der Zauberreigen jedoch nicht lange.
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