Shrek Forever After (2010)

Für immer Shrek - Das grosse Finale

Shrek Forever After (2010) Für immer Shrek - Das grosse Finale

Oder: Ogerleben auf Reset

Shrek Forever After

Rumpel-was?

Der grüne Oger Shrek (Stimme von Mike Myers) hat die Nase voll. Er hat Drachen besiegt, eine Prinzessin gerettet, und Menschen sind bei seinem blossen Anblick in Panik geraten. Und nun? Jetzt sitzt er mit Gattin Fiona (Stimme von Cameron Diaz) fest, die Leute lieben seine Art, er muss Autogramme geben und seine Kinder feiern Geburtstag. Was würde Shrek bloss dafür geben, nochmals einen einzigen Tag lang der gefürchtete Oger von früher zu sein.

Shrek Forever After

Duo Infernale

Ein kleiner Kerl namens Rumpelstilzchen (Stimme von Walt Dohrn, dem "Head of Story" des Films) hört diesen Wunsch und weiss genau was zu tun ist. Er holt einen seiner magischen Verträge raus und "schenkt" Shrek den gewünschten Tag. Im Gegenzug nimmt er sich einen Tag von Shreks Jugend. Nämlich den seiner Geburt. Das heisst, dass sich unser Oger nun durch eine veränderte Welt kämpfen muss, in der Rumpel an der Macht ist und Shreks Freunde ihn nicht kennen. Esel Donkey (Stimme von Eddie Murphy) und der völlig ausser Form geratene Puss (Stimme von Antonio Banderas) müssen erst von der Freundlichkeit des Ogers überzeugt werden. Und Fiona sträubt sich auch noch gegen den Kuss der ewigen Liebe, der das ganze Chaos beenden könnte. Jetzt ist Kreativität gefragt...


Kinofilm-Rating

2001 machten wir zum ersten Mal die Bekanntschaft mit Shrek und begleiteten den Oger danach durch zwei weitere Fortsetzungen. Nachdem sich im dritten Teil, Shrek the Third, erste Abnützungserscheinungen bemerkbar gemacht haben, kommt nun mit Shrek Forever After der Abschluss der Reihe. Und wie wenn sich die Macher die Kritik am dritten Teil zu Herzen genommen hätten, entpuppt sich dieser vierte Auftritt als schönes Ende, das nochmals die Stärken der Serie in den Vordergrund rückt.

In der Startphase wird nochmals Bezug auf Shrek genommen, und bald darauf fällt auch das "Happily Ever After" weg (samt den Babies) und die Action beginnt. Durch einen herrlichen Bösewicht iniziiert, wird eine einfache "Was wäre wenn..."-Story aufgenommen, die niemanden überfordert, aber den verschiedenen bekannten Charakteren genügend Platz gibt, um nochmals beim Publikum zu punkten. Das Duo Shrek/Fiona ist eher was fürs Herz, während der Esel und vor allem die göttliche Miezekatze die Lacher auf ihrer Seite haben. Sie schnappen sich die besten Szenen und reissen den Film mehrheitlich an sich. Die Schweinchen, Pinocchio oder der Keksmann haben alle kleinere, aber feine Auftritte und nutzen diese optimal.

Die Sprecher der Figuren sind noch immer die gleichen wie 2001, wobei vor allem Eddie Murphy erfreulich aufdreht und zum Plappermaul guter alten Zeiten wird. Aber auch Antonio Banderas bringt mit seinem spanischen Akzent trockenen Humor mit. Dagegen fallen die Hauptsprecher Myers/Diaz ein bisschen ab. Und mit Walt Dohrn als Rumpelstilzchen hat man einen Glücksgriff getätigt: Die Mischung aus Wahnsinn, Arroganz und Bösartigkeit wird durch seine Stimme toll auf die Leinwand gebracht.

Apropos auf die Leinwand bringen: Shrek Forever After kommt hervorragend animiert und in astreinem 3D ins Kino, das dem Film nicht nur die nötige (optische) Tiefe gibt, sondern auch die Möglichkeit, mit der neuen Technik zu spielen. Das allerdings nicht auf plumpe Art, sondern immer wieder auf überraschende Weise.

Fazit: Zugegeben, ganz ans Original mag Shrek Forever After nicht herankommen. Aber der letzte Teil der Reihe kehrt wieder zurück auf den lustigen, frechen Weg, den die Serie vorübergehend dem Kids-Humor geopfert hatte. Es ist ein glatter Film geworden, der durch seine Sprecher, die hervorragende Animation und die bekannten Figuren zum tollen Erlebnis wird.

3.7 Sterne
3.7 Sterne (75 Bewertungen) | 11 Kommentare

4.54.5
19.06.2010 / muri