Saw 3D (2010)

Saw 3D (2010)

Oder: Game Over. Definitiv.

Saw 3D

What I've done!

Der Folterkiller Jigsaw (Tobin Bell) ist zwar tot, aber sein Vermächtnis bleibt bestehen. Detective Hoffman (Costas Mandylor) hat inzwischen die Fallen übernommen und weitere Opfer in den Tod geschickt. Jigsaws Witwe Jill (Betsy Russell) mag dem Treiben des Herrn inzwischen nicht mehr zugucken und hat ihn eigentlich aus dem Weg geräumt. Pech nur, dass Hoffman der Falle entkommt und sich zum Rachefeldzug gegen Jill aufmacht. Dass er dabei nicht vergisst, weiterhin Menschen in den qualvollen Tod zu schicken, ist Ehrensache.

Saw 3D

Worum geht's denn?

Nur eine Handvoll Opfer hat die Fallen des Killers überlebt. Unter ihnen auch Bobby (Sean Patrick Flanery), der seine Erlebnisse in einem Buch verarbeitet hat und damit nun auf Werbetour geht. Er trifft sich mit anderen Überlebenden, unter ihnen auch Dr. Gordon (Cary Elwes), der dem geldmachenden Plauderkopf und seinen Absichten mehr als nur kritisch gegenübersteht. Und auch für Bobby kommt's noch knüppeldick, als er auf dem Parkplatz verschleppt wird und sich nun innerhalb einer Stunde durch verschiedene Fallen kämpfen muss, um seine Ehefrau zu retten. Da bleibt nicht nur das Stimmorgan auf der Strecke.


Kinofilm-Rating

Die meisten von uns haben es auch schon gemerkt: Seit 2004 und dem Original-Saw gibt's jedes Jahr um die gleiche Zeit Geschrei und Gefolter im Kino. Der anfänglich mysteriöse (und inzwischen filmisch gestorbene) Killer Jigsaw kehrt auch dieses Jahr zurück und liefert sein Gesellenstück. Und das erst noch in 3D, denn Saw 3D will nicht nur die komplexe Serie um Jigsaw, Hoffman und andere zu Ende bringen, sondern auch das Blut mittels der neuen Technik visuell ins Publikum schleudern. Und davon hat dieser Film mehr als nur genug.

Überhaupt, die 3D-Variante des bekannten Spiels ist mehrheitlich recht überflüssig: ein bisschen Blut, sich gefährlich nähernde Mordinstrumente, aber irgendwie halt nichts Weltbewegendes. Immerhin kriegt der Zuschauer in den knapp 90 Minuten ein paarmal das Gefühl verliehen, mitten im Geschehen zu stehen und die Fallen oder die abgerissenen Körperteile mit den eigenen Händen einfangen zu können. Netter Nebeneffekt, aber nur deswegen in den Film gehen? Nein danke.

Die Story von Saw 3D muss man nicht gross kommentieren. Wir erkennen die Muster, die Vorgänge und sind trotzdem gespannt, wie es schlussendlich ausgeht. Denn dass da noch ein Twist folgen muss, darf erwartet werden. Der stellt sich dann aber doch als ein bisschen weit hergeholt heraus, so dass das Ende einen mehr als zweifelhaften Eindruck hinterlässt. Dafür geht zuvor einige Male gewohnt eklig und brutal die Post ab, und wer sich eh als Freund der ganzen Filmreihe outet, kriegt genau das, was er erwartet: Kreissägen, einen Schrei-Sensor mit Folgen, Messerboden, ein Grill oder auch eine Falle auf dem Autofriedhof, der Linkin Park-Sänger Chester Bennington zum Opfer fällt. Und natürlich vieles mehr.

Fazit: Saw 3D soll der endgültige Abschluss einer richtig erfolgreichen und über weite Strecken auch recht ansprechenden Folter-Serie sein, die sich immer wieder an einer Hintergrundstory und Zusammenhängen probiert hat. Einzelne Teile sind schwächer, andere wieder besser und mit dem neuesten Teil kriegen sie einen recht versöhnlichen Abschluss. Hoffentlich.

2.8 Sterne
2.8 Sterne (39 Bewertungen) | 8 Kommentare

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23.11.2010 / muri