Remember Me (2010)

Remember Me (2010)

Oder: Zusammen aus der Krise

Remember Me

Kleider wäscht man eigentlich anders...

Der junge Tyler Hawkins (Robert Pattinson) stammt aus reichem Haus, dümpelt aber im Milieu schlecht verdienender Studenten herum. Auf Karriere hat er keinen Bock, zur Uni geht er nur als Gasthörer, und vom reichen Vater Charles (Pierce Brosnan) will er erst recht nichts annehmen. Spätestens seit sich Tylers älterer Bruder Michael das Leben genommen hat, herrscht zwischen Vater und Sohn Eiszeit. Nur um seine kleine Schwester Caroline (Ruby Jerins) kümmert sich Tyler rührend.

Remember Me

Neulich beim Twilight-Lost-007-Treffen

Eines Abends mischt sich Tyler in eine Schlägerei ein. Als er dem hinzukommenden Polizisten Neil Craig (Chris Cooper) gegenüber aufmüpfig reagiert, werden Tyler und sein Mitbewohner Aidan (Tate Ellington) verhaftet. Bald nach ihrer Entlassung entdeckt Aidan, dass der Polizist eine Tochter hat, Ally (Emilie de Ravin). Schnell ist ein perfider Plan ausgeheckt: Tyler soll sich an die Polizistentochter heranmachen und dem Cop so die Verhaftung heimzahlen.

Widerwillig lässt sich Tyler auf das Spiel ein. Allie, deren Mutter vor Jahren vor ihren Augen ermordet wurde, erweist sich jedoch unerwartet als Tylers grosse Liebe. Ein leidenschaftlicher, romantischer Sommer beginnt für die beiden. Doch auf das junge Liebesglück warten einige Hindernisse...


DVD-Rating

Robert Pattinson ist inzwischen natürlich weltbekannt als glitzernder Vampir in der Reihe rund um Twilight. Diese Popularität gibt ihm die Möglichkeit, sich auch einmal in anderen Rollen zu versuchen, und diesen Weg geht er in Remember me, einem ernsten Drama von Regisseur Allen Coulter, der mit Hollywoodland immerhin schon einen intensiven Film vorzuweisen hat.

Remember me überrascht mit soliden bis guten Schauspielern, die in ihren Rollen genügend Platz zur Entfaltung finden. Das gilt für Pattinson ebenso wie für seine Co-Stars Emilie De Ravin und Pierce Brosnan. Sie verleihen den Charakteren Tiefe und wecken das Interesse des Zuschauers, das allerdings immer wieder durch stille Momente unterbrochen wird. Hier verliert der Film etwas an Geschwindigkeit und hat vor allem im Mittelteil ein paar Durchhänger.

Bei Remember me kommt man natürlich nicht drumherum, über das Ende zu sprechen. Klar, es ist aussergewöhnlich, mutig und verleiht dem Film schlussendlich einen schönen Twist, den man nicht unbedingt erwarten konnte. Zudem gibt er eine schöne Möglichkeit, nach dem Abspann noch ein bisschen über die Story zu sinieren oder diskutieren. Auch nicht schlecht.

Fazit: Remember me ist ein richtig guter Film geworden, der mittendrin ein bisschen harzt und teilweise Probleme mit dem richtigen Tempo hat. Dafür sind die Charaktere glaubhaft, und die Geschichte macht durchaus Sinn. Und Robert Pattinson macht einen kleinen Schritt raus aus dem Vampirleben...

Die DVD von Remember me bietet zwei recht interessante Audiokommentare, welche die Hintergründe der Story und der Figuren aufzeichnen. Das Making-of ist hingegen als Werbematerial zu verstehen und hat keinen grossen Unteraltungswert. In technischer Hinsicht wird anständige Arbeit gemacht, die durch klares, aber etwas dunkles Bild sowie gut abgemischten und starken Ton überzeugen mag. Die deutsche Tonfassung macht einen etwas dumpfen Eindruck, aber wer guckt sich schon Robert Pattinson auf Deutsch an...

4.6 Sterne 3.6 Sterne
4.6 Sterne (54 Bewertungen) | 1 Kommentar

3.53.5
16.09.2010 / pps (Inhalt), muri (Rating)


DVD-Infos

DVD erschienen am 26.08.2010

  • Bildformat: 1:1.78 (16:9)
  • Sprachen: Deutsch (DD 5.1); Englisch (DD 5.1)
  • Untertitel: Deutsch; Englisch für Hörgeschädigte
  • Extras: Making-of; Audiokommentar; Trailer