Prince of Persia: Sands of Time (2010)
Prince of Persia - Der Sand der Zeit
Prince of Persia: Sands of Time (2010) Prince of Persia - Der Sand der Zeit
Oder: Las Vegas liegt in der persischen Wüste
Prinz Dastan (Jake Gyllenhaal), Adoptivsohn des persischen Königs, kommt bei der Eroberung einer Stadt zufälligerweise in den Besitz eines wunderschönen und geheimnisvollen Dolches. Doch bei der Siegesfeier wird der König getötet und Dastan des Mordes beschuldigt, weshalb dieser schleunigst aus der Stadt fliehen muss. Zur Seite steht ihm die clevere und schöne Prinzessin Tamina (Gemma Arterton), die Hüterin des Dolches, die Dastan widerwillig über die mythische Bedeutung der Waffe aufklärt. Mithilfe des Sandes, mit dem der Griff des Dolches gefüllt ist, kann sein Besitzer die Zeit um eine Minute zurückdrehen.
Aber auch andere, finstere Gestalten sind auf der Suche nach der geheimnisvollen Waffe und wollen sie in ihren Besitz bringen, um die grosse Macht des Dolches für ihre bösen Zwecke zu missbrauchen. Es liegt also an Dastan und Tamina, den Dolch in Sicherheit zu bringen und vor dem Zugriff des Bösen zu bewahren. Doch bevor sie ihr Ziel - einen heiligen Tempel, an dem der Dolch in Sicherheit ist - erreichen können, liegt eine lange, aufregende und gefährliche Reise durch die Wüste und exotische Städte vor ihnen...
Kinofilm-Rating
Videospielverfilmungen haben es meist schwer beim Publikum. Filme wie Mortal Kombat, Doom oder auch Tomb Raider konnten weder die Gamer, noch die Kinofans voll überzeugen. Schwierige Voraussetzungen also für Prince of Persia: Sands of Time. Dieser Film hat zumindest den Vorteil, dass Produzent Jerry Bruckheimer Erfahrung hat mit grossen Filmen, nicht zuletzt dank Pirates of the Caribbean. An diesen Film erinnert das vorliegende Wüstenabenteuer auch. Ein einigermassen unbedarfter Held, der mit einer hübschen Gefährtin allerlei spannende und nicht allzu realistische Abenteuer zu bestehen und lebensbedrohliche Kämpfe auszufechten hat, aber immer mit einem flotten Spruch auf den Lippen.
Pirates of the Caribbean hatte aber etwas, das Prince of Persia nicht hat: Johnny Depp. Dieses gewisse Etwas, das sich im Gedächtnis einprägt und einen Film von der grossen Masse abhebt, fehlt Prince of Persia leider. Die Geschichte bleibt etwas zu einfach und zu vorhersehbar. Herausgekommen ist aber trotzdem ein netter Film. Popcornkino, wie man es sich von Bruckheimer gewohnt ist.
Aufwändige Sets, mit Liebe zum Detail gestaltet (und meist ziemlich schnell zerstört), halsbrecherische Verfolgungsjagden über die Hausdächer altpersischer Städte, witzige Wortwechsel zwischen den Protagonisten und eine kurzweilige Geschichte machen Dastans Abenteuer zu einer unterhaltsamen Actionkomödie, die nicht zu ernst genommen werden sollte, dies aber auch gar nicht will.
Anfangs etwas überrascht hat die Besetzung der Hauptrolle mit Jake Gyllenhaal. Dieser schafft allerdings weiterhin den Spagat zwischen ernsteren Rollen wie in Brokeback Mountain und Actioncharakteren. Ja, er macht als Actionheld eine durchaus gute Figur. Eine gute Figur macht bzw. hat auch Gemma Arterton (als Strawberry Fields aus Quantum of Solace bekannt) als Prinzessin Tamina, die glücklicherweise nicht nur als reine Dekoration dient, sondern auch ihren Teil zur Handlung beitragen darf. Leider etwas blass bleibt hingegen Nizam (Ben Kingsley), dem ein bisschen mehr Tiefgang und etwas mehr Charakterentwicklung nicht geschadet hätte. So bleiben seine Motivationen und Beweggründe etwas seicht.
Insgesamt ist Prince of Persia: Sands of Time eine mit schönen Bildern untermalte, grundsätzlich spannende, wenn auch etwas vorhersehbare Actionkomödie im Stile von Pirates of the Caribbean geworden, die aber nicht ganz dessen Qualität erreicht.
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3.9 Sterne (106 Bewertungen) | 26 Kommentare



