Percy Jackson & the Olympians: The Lightning Thief (2010)

Percy Jackson - Diebe im Olymp

Percy Jackson & the Olympians: The Lightning Thief (2010) Percy Jackson - Diebe im Olymp

Oder: Griechische Mythologie durch den Fleischwolf

Percy Jackson & the Olympians: The Lightning Thief

Die Götter sind in Form

Percy Jackson (Logan Lerman) ist ein normaler Teenager, der bei seiner Mum (Catherine Keener) wohnt und seinen Vater nie kennengelernt hat. Als sich bei einem Schulausflug die Aushilfslehrerin in eine Furie verwandelt und auch der Lehrer (Pierce Brosnan) im Rollstuhl plötzlich seine wahre Gestalt zeigt, wirds dem Jungen zuviel. Es wird ihm mitgeteilt, dass er der Sohn des griechischen Gottes Poseidon (Kevin McKidd) ist und nun in einem "Halb-Götter-Camp" seine Ausbildung beginnen soll.

Percy Jackson & the Olympians: The Lightning Thief

Zeus vs. Poseidon

Begleitet von Kumpel Grover (Brandon T. Jackson), der sich als bockbeiniger Satyr entpuppt, trifft er während dem Training auf die hübsche Annabeth (Alexandra Daddario), die ihn dann ebenfalls auf seiner heiklen Mission begleitet. Denn Percy Jackson wird angeklagt, den Hauptblitz von Zeus (Sean Bean) gestohlen zu haben. Zudem hat Hades (Steeve Coogan) Percys Mutter in die Unterwelt verschleppt. Und genau dorthin soll die Reise nun gehen: Mutti befreien und sich selber des Verdachts des Diebstahls reinwaschen.

Dass aber die Bösewichte der griechischen Mythologie (Medusa, Hydra, Minotaurus) bereits auf den unerfahrenen Jüngling warten und ihm den Saft abstellen wollen, macht die Reise in die Welt der Toten nur noch schwieriger.


Kinofilm-Rating

Chris Columbus hat 2001 mit Harry Potter and the Sorcerer's Stone bereits eine Filmreihe gestartet, die auf zauberhaften und magischen Geschichten beruht. Aus der Reihe von Hogwarts ist er inzwischen ausgestiegen, dafür holt er sich für Percy Jackson and the Olympians: The Lightning Thief mit grosser Schaufel Figuren aus der griechischen Geschichte, verwurstet sie gnadenlos und schafft es trotzdem, einen tollen und unterhaltenden Film daraus zu machen.

Die Bücher von Rick Riordan mögen zwar nicht ganz an die Bekanntheit derjenigen von Frau Rowling heranreichen, jedoch macht die filmische Umsetzung richtig Spass. Klar, wer auf authentische Darstellungen der Monster und Kreaturen besteht, wird nach wenigen Minuten bereits schreiend den Kinosaal verlassen. Für alle anderen gibt's animierte Viecher, Pierce Brosnan als Zentaur, Uma Thurman mit Schlangenhaar als Medusa und einen hervorragend aufgelegten Steve Coogan als "Rock-Hades". Alles lädt zum Schmunzeln ein, und so richtig bös darf man auch nicht sein, wenn die altertümlichen Gestalten in neuem Gewand daherkommen. Schliesslich kommt das Ganze aus Hollywood, oder?

Die Story von Percy Jackson ist flott inszeniert und punktet vor allem in der ersten Hälfte mit einer schönen Portion Frechheit (besonders durch Brandon T Jackson als Plaudertaschen-Sidekick) und netter Action. Als unser Heldentrio aber nach Las Vegas reist, fällt der Film ab und hat nur noch mit der Performance des Unterweltgottes Hades so richtig tolle Sequenzen zu bieten. Beim Rest wurde auf Autopilot geschaltet.

Darstellerisch muss man bei Percy Jackson halt einfach darüber hinwegschauen, dass Brosnan sprichwörtlich ein Pferde-Füdli hat und Thurman gar übertrieben daherkommt. Die Jungtruppe ist okay, wobei der Sidekick sich halt schon die Lacher abholt und der Hauptheld ein bisschen blass bleibt. Aber die haben wohl noch ein paar Filme Zeit, dieses Manko zu beheben.

Fazit: Percy Jackson and the Olympians: The Lightning Thief macht zu einem grossen Teil Spass und wird vielleicht den einen oder anderen dazu bringen, die richtigen Stories über Medusa, Zeus und Co. mal zu lesen. Die Effekte sind gut, der Witz vorhanden, und mit ein wenig gutem Willen finden auch Mythologien-Kenner Freude an der Sache.

3.6 Sterne
3.6 Sterne (54 Bewertungen) | 10 Kommentare

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04.02.2010 / muri