Ong-bak 3 (2010)

Ong-bak 3 (2010)

Oder: Eins auf die Schnauze kannst du haben!

Rasieren verboten

Rasieren verboten

Der junge Tien (Tony Jaa) ist bei seinem Angriff auf Lord Rajasena (Sarunyu Wonkrachang) gescheitert und soll nun gefoltert werden. Jeden Knochen möge man ihm brechen, auf dass der Aufständische endgültig vernichtet wird. Wie durch ein Wunder wird Tien jedoch befreit und in ein kleines Dorf gebracht, wo er geheilt werden soll. Doch Tiens Verletzungen sind nicht nur äusserlich. Seine Seele hat Schaden genommen, und das Training (körperlich und geistig) ist fast nicht zu bewältigen.

*Tätsch*

Währenddessen bekommt der böse Lord Besuch von einem schwarzen Dämon, der ihn verflucht hat und nun dessen Stelle einnehmen will. Dieser üble Bursche staunt dann auch nicht schlecht, als eines Tages Tien höchstpersönlich vor ihm steht und seine Rache ausüben will. Zwischen Elefanten, Soldaten und blutigen Speerspitzen kommt es zum ultimativen Showdown, bei dem es nur einen Überlebenden geben kann.


DVD-Rating

Ong Bak 3 hat mit dem originalen Ong Bak nichts mehr zu tun. Ausser natürlich dem gleichen Hauptdarsteller namens Tony Jaa. Dafür schliesst die Story direkt an Ong Bak 2 an und beweist einmal mehr, dass der Kampfsportler aus Thailand sich am wohlsten fühlt, wenn mit den Händen, Füssen, Knien oder Köpfen "gesprochen" wird.

Zwar ist Ong Bak 3 mit Symbolik angereichert, zeigt blutige Kreuze, unheilvolle Krähen oder murmelnde Priester, aber die Post geht eigentlich nur dann ab, wenn die Münder schweigen und die Action ausgepackt wird. Dabei macht Tony Jaa eine erneut eindrucksvolle Figur, auch wenn er am Anfang des Films extrem unter die Räder kommt und man ihn vor Blut fast nicht zu erkennen vermag. Dass er später dann auch noch einen Jesus-Bart trägt, passt zum Stil des Films. Aber kämpfen kann der Mann wirklich ausgezeichnet...

Überhaupt, wie schon in den vergangenen Filmen von Jaa wird auch hier auf Brutalität gesetzt. Da sind keine "Hollywood-Stunts" zu finden: Wenn's einschlägt, dann sieht man den Schmerz förmlich. Dass der schon fast traditionelle Kampf auf und mit Elefanten nicht fehlen darf, macht das Ganze nur noch eindrucksvoller.

Fazit: Man hat sich Mühe gegeben, die Story von Ong Bak 3 ein bisschen ausführlicher zu erzählen als beim Vorgänger, das macht aber schlussendlich wiederum nur in den Actionsequenzen richtig Spass. Schon nur deswegen lohnt sich ein Blick in diesen Film, denn wenn der Herr Jaa seine Knie und Füsse auspackt, bleibt kein Stein mehr auf dem anderen.

Ausführliche Interviews mit den Machern und Stars des Films sind das Highlight der Extra-Disc, die für das Bonusmaterial gebraucht wurde. Interessant, was die Herrschaften zu erzählen haben. Dazu gibt es die B-Roll zu sehen, welche die Kamera hinter der Kamera zeigt und so einen Eindruck vermittelt, wie die Dreharbeiten so waren. Dass da nicht alles bierernst zuging, macht die Produktion grad noch ein bisschen symphatischer.

Technisch ist Ong Bak 3 okay. Beide Tonspuren (Deutsch und Thai) sind klar abgemischt und gut übertragen worden, und auch das Bild macht einen sauberen und reinen Eindruck. Die deutsche Synchronisation ist allerdings ein bisschen plump geworden, aber bei einer Alternative in Thai bleibt kaum eine andere Möglichkeit ;)


OutNow.CH:

Bewertung: 3.53.5

 

22.11.2010 / muri

Community:

Bewertung: 2.5 (10 Bewertungen)

 

 

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