Nanny McPhee and the Big Bang (2010)
Eine zauberhafte Nanny - Knall auf Fall in ein neues Abenteuer
Nanny McPhee and the Big Bang (2010) Eine zauberhafte Nanny - Knall auf Fall in ein neues Abenteuer
Oder: Mary Poppins kann einpacken!
Mrs. Green (Maggie Gyllenhaal) lebt mit ihren drei sehr lebhaften Kindern auf einer kleinen Farm, irgendwo im englischen Hinterland. Ihr Gatte (Ewan McGregor) ist irgendwo im Krieg und wird von seiner Familie innigst vermisst. Schwager Phil (Rhys Ifans) versucht mit allen Mitteln, der jungen Mutter die Farm abzuhandeln. Und zu guter Letzt kommen auch noch zwei Racker aus London, die Cousins der Green-Kinder. Trotz allem guten Willen und einer unbändigen Kraft muss sich Mrs. Green eingestehen, dass sie überfordert ist. Da kann nur noch jemand mit besonderen Fähigkeiten helfen: Nanny McPhee (Emma Thompson).
In fünf Lektionen will die schrullige Nanny mit den Warzen und dem magischen Stock Ordnung ins Chaos auf der Farm bringen. Dafür muss sie aber erst die sich prügelnden Kinder dazu bringen, miteinander auszukommen. Und das alleine ist schon fast unmöglich, geschweige denn die Aufgabe, den hinterlistigen Phil im Auge zu behalten und in den Wirren des Krieges den Überblick nicht zu verlieren. Aber Nanny McPhee hat noch für jedes Problem eine Lösung gefunden. Und sei die noch so unkonventionell....
Kinofilm-Rating
Die drei Buchvorlagen der "Nurse Mathilda" wurden bereits 2005 in Nanny McPhee filmisch umgesetzt, darum musste für die Fortsetzung Nanny McPhee and the Big Bang eine komplett neue Story her. Diese spielt deutlich später als das Original, bringt aber wiederum den herrlich schrulligen Humor der englischen Familienfilme erfreulich frisch auf die Leinwand.
Zugegeben, die Geschichte der rivalisierenden Kinder inmitten des zweiten Weltkriegs ist nicht besonders neu, geschweige denn innovativ erzählt. Sie dient lediglich als Vorwand, um dem Kindermädchen mit Warzen und grosser Nase Platz zu bieten, ihre magischen Tricks anzuwenden. Da dürfen dann auch schon Kühe und Elefanten im Kinderbett schlafen und kleine Schweinchen Synchronschwimmen praktizieren. Kein Witz! Da muss man halt als Erwachsener einfach mal ein (oder gar beide) Augen zudrücken.
Der Film ist einerseits klar auf die jüngeren Zuschauer zugeschnitten, fährt aber gegen Ende auch ein bisschen Ernsthaftigkeit auf, wenn es um den verschwundenen Vater, das Telegramm und den Krieg geht. Diese Szenen halten sich aber glücklicherweise in Grenzen, so das wir uns hauptsächlich am herrlich überagierenden Rhys Ifans, der witzigen Maggie Smith und natürlich der souverän und solid aufspielenden Emma Thompson amüsieren können.
Fazit: Wer auf kindlichen Humor und magische Verzauberungen steht, für den dürfte Nanny McPhee and the Big Bang ein kurzweiliges Vergnügen sein. Wer zudem den Film noch im Original anschaut, wird sich ab den herrlich britischen Akzenten (sogar Maggie Gyllenhaal schliesst sich da an) und den lustigen, weil schon lange nicht mehr gehörten, Ausdrücken ("jolly") amüsieren. Der Rest kriegt einfach eine sympathische und niemanden überfordernde Geschichte geboten.
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3.0 Sterne (11 Bewertungen) | 1 Kommentar



