The Last Airbender (2010)
Die Legende von Aang
The Last Airbender (2010) Die Legende von Aang
Oder: Der Karate Kid wird immer jünger
In den vier nach Elementen benannten Nationen - Wasser, Erde, Feuer, Luft - gibt es Bändiger: Menschen, die das jeweilige Element ihres Landes beherrschen können. Einzig der Avatar, der in jeder Generation in eine der Nationen geboren wird, kann alle vier Elemente kontrollieren. Doch der Frieden zwischen den Nationen findet ein jähes Ende, als die Feuernation einen schrecklichen Krieg losbricht und den Rest der Welt erobern will. Ausgerechnet in der Stunde der grössten Not verschwindet der Avatar aber spurlos.
Hundert Jahre später entdecken die Wasserbändigerin Katara (Nicola Peltz) und ihr Bruder Sokka (Jackson Rathbone) am Südpol einen Jungen namens Aang (Noah Ringer) im ewigen Eis. Kaum haben sie den Luftbändiger in ihr Dorf gebracht, greift ein Kriegsschiff der Feuernation unter dem Kommando von Prinz Zuko (Dev Patel) an. Dieser ist seit Jahren auf der Suche nach dem Avatar, um mit dessen Festnahme seine verlorene Ehre bei seinem Vater, Feuerlord Ozai (Cliff Curtis), wiederherstellen. Aang kann Prinz Zuko und dessen gutmütigem Onkel Iroh (Shaun Taub) aber entkommen und macht sich mit Katara und Sokka auf den Weg zum Nordpol, wo er einen Wasserbändigerlehrer finden muss. Denn nur wenn er alle Elemente und seine Avatarkräfte beherrschen kann, wird er den Krieg beenden können.
Unterwegs setzen sich die drei für die unterdrückte Bevölkerung des Erdkönigreichs ein. Neben Prinz Zuko ist ihnen aber auch der fiese General Zhao (Aasif Mandvi) dicht auf den Fersen - und der hat Übles im Sinn...
DVD-Rating
Wer sich, vor allem am Wochenende, einmal daheim in die gute Stube setzt und die sogenannten Kindersender wie Nickelodeon guckt, wird bald auf eine Serie stossen, die nicht nur sehr gut animiert und interessant umgesetzt, sondern auch richtig erfolgreich ist. Die Abenteuer von The Last Airbender - Season 1 gehören zu den einträglichsten Sendungen und haben weltweit eine schöne Fanbase geschaffen. Nun nimmt sich M. Night Shyamalan der ersten Geschichte an und präsentiert seine Version von The Last Airbender als Realfilm mit vielen Spezialeffekten und Kindern in den Hauptrollen.
Der Film spielte in den USA zwar keinen Gewinn ein, machte aber mit über 100 Millionen Dollar eine gute Figur. Dabei ist die Geschichte recht dunkel umgesetzt, die Spezialeffekte sind nur teilweise sehenswert, und die Darsteller haben sichtlich Mühe mit ihren Charakteren. Kein Wunder, waren die Kritiken eher ernüchternd denn euphorisch. Trotzdem wird es wohl eine Fortsetzung geben, denn schliesslich sind im Universum von Feuer, Wasser, Erde und Luft noch bei weitem nicht alle Stories erzählt.
Grundsätzlich ist die Geschichte interessant. Und mit dem fliegenden Bison (der auch schwimmen kann) und den vielen Blitzen und Explosionen wird auch fürs Auge etwas geboten. Wenn denn die Figuren in Aktion treten und kämpfen müssen, dann gefällt The Last Airbender. Leider ist das enttäuschend wenig der Fall, und vielfach wird einfach nur geplappert und geplaudert, so dass die Bösen platte Sätze von sich geben, während die gute Seite ein bisschen gar philosophisch daherkommt. Das schlägt auf die Stimmung und zieht den Film zusätzlich in die Länge.
Fazit: Ein grosser Film ist The Last Airbender nicht geworden. Dafür fehlen Pepp und Intensität sowie gute Schauspieler. Herausgekommen ist ein etwas platter Kinder-Fantasyfilm, der über grosse Strecken dahinplätschert und nur wenige schöne und aufregende Momente hat. Ob eine Fortsetzung besser wird, muss bezweifelt werden. Die Hoffnung stirbt jedoch, wir wissen's, zuletzt.
Die DVD von The Last Airbender hat nicht nur ein stimmiges Cover zu bieten, sondern auch ein paar interessante Extras, die uns ein bisschen Hintergrundinformationen über den Krieger mit dem Pfeil auf dem Kopf bieten. Was steckt dahinter? Wie kamen die Macher überhaupt auf die Idee mit der Story? Das wird kurz erklärt, und bei den Versprechern und lustigen Szenen kriegen wir auch was zu lachen. Die entfernten Szenen sind hingegen überflüssig. Technisch gibt es nicht gross was auszusetzen, da der Ton klar und sauber abgemischt wurde und das Bild höchstens in den dunkleren und schnell geschnittenen Szenen etwas Mühe hat.
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2.6 Sterne (57 Bewertungen) | 2 Kommentare
DVD-Infos
DVD erschienen am 21.01.2011
- Bildformat: 2.35:1 (16:9)
- Sprachen: Deutsch (DD 5.1); Englisch (DD 5.1); Türkisch (DD 5.1)
- Untertitel: Deutsch; Englisch; Türkisch
- Extras: Die Herkunft des Avatar; Entfernte Szenen; Gag Reel



