Just Wright (2010)
Just Wright (2010)
Oder: Das Knie der Nation
Leslie Wright (Queen Latifah) ist Physiotherapeutin, ein riesiger Basketballfan und für Männer meist "nur" eine gute Freundin. Eben ist ein neues Date ohne Erfolg zum Abschluss gebracht worden, als sie an einer Tankstelle den New-York-Nets-Spieler Scott McKnight (Common) trifft. Nicht nur hilft sie ihm, an seinem neuen Auto den Tankdeckel zu finden, sondern sie wird auch noch grad zu seiner Geburtstagsparty eingeladen. Zusammen mit ihrer Freundin Morgan (Paula Patton) macht sie sich auf den Weg.
Doch der NBA-Star scheint plötzlich nicht mehr gross an Leslie interessiert, als er auf Morgan trifft. Die beiden kommen zusammen und planen eine gemeinsame Zukunft. Doch dann verletzt sich McKnight beim All-Star-Spiel am Knie. Seine Basketballkarriere ist in Gefahr, und nur die heilenden Hände von Leslie können das Aus verhindern. Und während sich Morgan immer mehr von ihrem Freund entfernt, kommen sich Leslie und McKnight in den folgenden Wochen näher. Wird es Leslie dieses Mal schaffen, den Schritt von der "besten Freundin" zur Spielerfrau schaffen?
DVD-Rating
Queen Latifah hat eine erfolgreiche Rapkarriere, produziert ihre eigenen Filme und taucht darin immer wieder auch als Schauspielerin auf. In ihrem letzten Film, Just Wright, der in den USA einen schönen Gewinn einfahren konnte, verkörpert sie eine Therapeutin, die zwar nicht rank und schlank aussieht, sich aber trotzdem einen durchtrainierten Basketballer krallen will. Und das mit losem Mundwerk und grossem Herz.
Just Wright ist eigentlich ein recht sympathisch gespielter Film, der vor allem in der ersten Hälfte flott vorangetrieben wird. Während dieser ersten Hälfte können sich die Schauspieler in Position bringen, bevor es dann in die zu romantische und auch nicht besonders glaubwürdige zweite Hälfte geht. Da mangelt es vor allem an der Chemie zwischen Latifah und Rap-Kollege Common, der steif und mimisch sehr beschränkt agiert. Man nimmt ihm trotz verzweifelten Gesichtsausdrucks nicht ab, dass sein Charakter nun eine Veränderung durchmacht, die man wohl nicht hätte erahnen sollen, die allerdings so plump und vorhersehbar ist, dass sie schlichtweg niemanden mehr überrascht.
Die Darsteller, zu denen sich auch Jackie Brown Pam Grier und Phylicia Rashad (die Mutter in der Cosby Show) gesellen, reissen sich kein Bein aus, kriegen aber in der einfach gestrickten Liebesgeschichte auch keine Möglichkeit zum Glänzen. So plätschert der Film überwiegend belanglos daher, und man atmet auf, wenn der Abspann beginnt.
Fazit: Just Wright soll eine romantische Komödie sein, ist aber schlussendlich nur eine vorhehrsehbare Liebesgeschichte mit Baskteball-Szenen. Das haut niemanden vom Hocker, und auch wer gerne selber auf dem Court steht, dürfte hier an der Darstellung eines seiner Sportskollegen keine Freude haben.
Die DVD kommt dafür mit schön abgemischtem Ton und klarem Bild daher, das vor allem in den schneller geschnittenen Szenen auf dem Basketballfeld immer auf der Höhe des Geschehens bleibt. Die Extras beschäftigen sich mit Common und dessen Künste als Basketballspieler sowie den Versprechern am Set, die sich mehrheitlich als harmloses Gelächter entpuppen. Natürlich darf auch eine Begründung des Drehs nicht fehlen, damit wir auch alle wissen, was denn genau hinter Just Wright steckt. Aber ob das wirklich so interessant ist?
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DVD-Infos
DVD erschienen am 18.03.2011
- Bildformat: 2.35:1 (16:9)
- Sprachen: Deutsch (DD 5.1); Englisch (DD 5.1); Polnisch (DD 5.1)
- Untertitel: Deutsch; Englisch; Polnisch; Türkisch, u.a.
- Extras: Common als Basketballer; Spass am Set; Die Entstehung des Films; Trailer



