Inception (2010)

Inception (2010)

Oder: Träume sind Schäume

Inception

"The name is Cobb, Dom Cobb."

Industriespionage ist ihr Spezialgebiet, und sie sind die Besten. Um an die ganz grossen Informationen zu kommen, bricht das Team um Dom Cobb (Leonardo DiCaprio) und Arthur (Joseph Gordon-Levitt) nicht etwa in die Hauptsitze der Firmen ein, sondern in die Träume der hohen Tiere. In der Traumphase ist der Verstand nämlich am verwundbarsten, weshalb es leicht ist, dort einzudringen.

Inception

Was ist heute für ein Tag? Waschtag!

Doch bei ihrem neusten Auftrag geht einiges schief: Als sie versuchen, Ideen aus dem Kopf von Industrieschwergewicht Saito (Ken Watanabe) zu beschaffen, merkt dies jener und dreht den Spiess um. Er schnappt sich Cobb und Arthur und verlangt, dass sie bei seinem Konkurrenten, anstatt eine Idee zu klauen, eine platzieren sollen. Für dieses Vorhaben, das "Inception" genannt wird, versammeln Cobb und Arthur ein Team um sich, welches die junge Architektin Ariadne (Ellen Page), den Fälscher Eames (Tom Hardy), den Chemiker Yusuf (Dileep Rao) und Saito selbst beinhaltet. Als sie zu ihrer Mission aufbrechen, merken sie bald, dass es kein Zurück mehr gibt und Cobb etwas Wichtiges über seine Vergangenheit verschweigt.


DVD-Rating

Christopher Nolan ist mit seinen 40 Jahren bereits einer der erfolgreichsten Regisseure in Hollywood. Filme wie Memento oder seine beiden Batman-Neuverfilmungen wurden zurecht mit Preisen überhäuft. Mit Inception hat sich der Herr nun an ein neues Thema gewagt: Träume. Grundlage für den Film ist eine überaus komplexe Idee, die über acht Jahre lang immer wieder verfeinert wurde. Mit gewaltigen Special-Effects, mit einer geballten Ladung Action und seinem typisch anspruchsvollem psychologisch-dramatischen Unterton zaubert er ein nie zuvor dagewesenes Filmerlebnis auf das Heimkino.

Leonardo DiCaprio, der mit seiner bisherigen Rollenwahl, vor allem nach Titanic, praktisch ausnahmslos ins Schwarze getroffen hat, zeigt als Dom Cobb den modernen Meisterdieb vom Allerfeinsten. Eine Figur, die von aussen vor Coolness nur so strotzt, aber innerlich zerfressen scheint. Ob Gestik oder Mimik, bei diesem Schauspieler stimmt einfach alles. Auch der restliche Cast erweist sich als Glücksgriff. Joseph Gordon-Levitt spielt Arthur, die rechte Hand von Dom Cobb. Seine Szenen mit der Schwerelosigkeit gehören wohl zum Eindrücklichsten, was es derzeit im Film zu sehen gibt. Auch Ellen Page als neugierige Architektin und Tom Hardy als Fälscher Eams spielen beide auf höchstem Niveau.

Jeder Zuschauer kennt wohl das Gefühl, zu träumen und das darauf folgende Herumstudieren, was man letzte Nacht schon wieder für einen Mist geträumt hat. Genau dieses Szenario vermittelt Inception, nur geht es dabei noch viel weiter: Traum im Traum, Träume herstellen, Träume fälschen, sich in Träumen verlieren und vom Träumen süchtig werden. Trotz des komplizierten Beginns kommt man aber nach kurzer Einführung wunderbar mit, und den Kopf wird man dann völlig freiwillig beisammen haben.

Fazit: Inception ist nicht bloss Sci-Fi mit Actionfilm, sondern ein komplex-dramatisches Konstrukt jahrelanger Arbeit. Eine Story, die den Zuschauer zum Mit- und Nachdenken anregt und mit vielen unglaublichen Effekten und Actionszenen gar nicht mehr aus dem Staunen herauskommen lässt. Eine von Hans Zimmer perfekt ins Szene gesetzte musikalische Untermalung, ein grossartiger Cast und eine schier grenzenlose Gedankenfreiheit für den Zuschauer verhelfen Christopher Nolan dazu, dass er sich beim nächsten Blockbuster nur mal wieder selbst schlagen kann.

Die DVD bietet leider nur gerade mal 11 Minuten Bonusmaterial, welches dafür höchst interessant ist. In der kurzen Zeit wird über paradoxe Architektur und Schlüsselszenen geredet. Sicherlich absolut sehenswert, trotzdem: Wer sich für Extras interessiert, sollte sich auf die Blu-ray-Disc konzentrieren. Der Ton ist für DVD-Verhältnisse überaus gut gelungen. Die Nachbarn werden bei Explosionen wach gerüttelt, und im Wohnzimmer erlebt man ein regelrecht bombastisches Inferno, toll! Das Bild ist solid, man kann aber bei Weitsicht-Bildern ein zwischenzeitliches Ruckeln feststellen, was aber nicht weiter stört. Inception sollte man trotz guter DVD-Technik auf Blu-ray sehen, denn die Special Effects und Zerstörungsszenen wirken dort natürlich nochmals eine Spur eindrücklicher.

5.4 Sterne 4.4 Sterne
5.4 Sterne (269 Bewertungen) | 22 Kommentare

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02.12.2010 / crs (Inhalt), yan (Rating)


DVD-Infos

DVD erschienen am 02.12.2010

  • Bildformat: 16:9 / 2.40:1
  • Sprachen: Deutsch, Englisch (DD 5.1)
  • Untertitel: Deutsch; Englisch
  • Extras: Erschaffung der Schlüsselmomente; Paradoxe Architektur