L'illusionniste (2010)

Der Illusionist

Grosse Bühne, wenig Leute ...

Mitte der Fünfziger Jahre hat der Zauberer Tatischeff die besten Zeiten längst hinter sich. Seine unspektakulären Tricks führt er nunmehr in verrauchten, schlechtbesetzten Varieté-Clubs vor. Eigentlich hält ihn nichts mehr in Paris - deshalb packt er auch bald seinen Koffer und reisst nach Grossbritannien. Vorerst ist ihm dort ebenfalls kein Glück beschieden. In London kauft ihm etwa die vor ihm programmierte Rockband den Schneid ab.


Unsere Kritiken

6.0 Sterne 

» Filmkritik


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Film-Informationen

Deutscher Titel: Der Illusionist
Englischer Titel: The Illusionist

Drehorte: Grossbritannien, Frankreich 2010
Genres: Animation, Drama, Fantasy
Laufzeit: 80 Minuten

Kinostart: 14.10.2010
Verleih: Pathé Films

Regie: Sylvain Chomet
Drehbuch: Sylvain Chomet, Jacques Tati
Musik: Sylvain Chomet

Darsteller: Jean-Claude Donda, Eilidh Rankin, Duncan MacNeil, Raymond Mearns, James T. Muir, Tom Urie, Paul Bandey

» The Internet Movie database (IMDb)


Kommentare zum Film

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4 Kommentare

Bei solchem Lob steigt die Vorfreude noch höher:D

Grosses Kino. Grosse Kunst.

Als der Film fertig war, stand eine Reihe vor mir jemand auf und begann auf seine Begleitung einzureden, wie schlecht der Film doch gewesen war. "Mon Dieu, war das ennuyant!", "Schlechte Dramaturgie", "Dumme Charaktere", "So doof englandfeindlich" und weiteren solchen Blödsinn musste man sich anhören. Ich begann mich wirklich zu fragen, ob wir denselben Film gesehen hatten...

L'illusioniste ist unverkennbar ein Film von Jacques Tati. Dass die Umsetzung von Sylvain Chomet übernommen wurde, ist eigentlich nur logisch, hatte man doch schon bei Les Triplettes de Bellevilles das Gefühl, einem Werk vom grossen Tatischeff beizuwohnen.
Der Film zeigt auf eine einzigartige und wunderbar ruhige Weise die Geschichte eines zum Scheitern verdammten Exzentrikers, der auf seine Art dagegenhält. Wie Play Time (die Anspielung mit dem Aufhalten der Tür war herrlich) und Mon oncle (den man ja im Kino in Edinburgh bestaunen darf) liegt auch L'illusioniste ein tragisches Szenario zugrunde, aus dem aber trotzdem viel Humor gewonnen wird. Exzellente Slapstickeinlagen, herrliche Charaktere, der wunderschöne Score von Chomet selbst und vor allem die Tatsache, dass es sich hierbei - wie bei den meisten Tati-Filmen - quasi um einen Stummfilm handelt (was, wie im Outnow-Review richtig steht, der Geschichte und dem Humor nur zugute kommt), sorgen für eine unbeschreibliche Atmosphäre.

Ein magisches Kinoerlebnis, das man nicht verpassen sollte.

[Editiert von El Chupanebrey am 2010-10-22 23:03:09]

Freue mich riesig auf den Film. Auch Les Triplettes de Belleville von Sylvain Chomet hat mir schon sehr gefallen. Hoffentlich ein Film-Highlight dieses Jahr! :D

Hab den Film gestern im Kinok zu Geischt bekomen dürfen. Ein genialer Film!

[Editiert von Leofreak am 2010-12-21 14:23:12]

» Filmkritik: Tatis letzter Zaubertrick