Griff the Invisible (2010)

Griff the Invisible (2010)

Oder: Unsichtbar gegen die Realität

Griff the Invisible

Wo bleibt Spiderman?

Griff (Ryan Kwanten) ist von aussen gesehen ein sonderlicher Artgenosse. Am Tag arbeitet der schüchterne Einzelgänger in einem Büro und wird von seinen Mitarbeitern, besonders von Tony (Toby Schmitz) gehänselt. Erst in der Nacht erwacht der wahre Griff, wenn er als Superheld die dunklen Gassen seiner Nachbarschaft überwacht. Dann wird er zu Griff, dem Unsichtbaren.

Griff the Invisible

Getarnt als Wetterfrosch

Der einzige, welcher seine geheime Identität kennt, ist sein Bruder Tim (Patrick Brammall), welcher sich über die Eigenarten seines Bruders immer mehr Sorgen macht und versucht, ihm klar zu machen, dass dies Fantasien sind und keine Realität. Dabei lernt Griff die scheue und ebenfalls eigentümliche Melody (Maeve Dermody) kennen, welche sich in Griff verliebt und ihm hilft, seine wahre Identität als Griff, der Unsichtbare zu leben.

Trotzdem muss Griff erkennen, dass von ihm erwartet wird, sich an die reelle Welt anzupassen und sich von seiner Heldenidentität zu verabschieden. So liegt es an Melody, Griff, den Unsichtbaren zu retten.


Film-Rating

Griff the Invisible ist kein Superheldenfilm. Auch keine Comicverfilmung, kein Kick-Ass-Abklatsch und kein Scott Pilgrim. Griff ist eine liebevolle Annäherung an zwei Personen, welche die Grenzen der Fantasie sprengen wollen und sich der einödigen Realität verwehren. Es ist die Geschichte eines Einzelgängers, der in seiner eigenen Welt lebt, um dort all das zu sein, was er in der Wirklichkeit nicht ist: stark, mutig, heldenhaft.

Dass der Film funktioniert, verdankt er seinen zwei Hauptdarstellern Ryan Kwanten und Maeve Daemody, welche die zwei verliebten Aussenseiter mit herrlicher Naivität und Schüchternheit spielen und eine tolle Chemie zueinander entwickeln. Dabei zeigt Kwanten, welcher hierzulande vor allem durch seine Rolle als leicht unterbemittleter Jason Stackhouse in der erfolgreichen Serie True Blood bekannt sein dürfte, dass er ein wirklich hervorragender Schauspieler ist.

Jedoch merkt man dem Film sein Minibudget an. Die Spezialeffekte sind als solche zu erkennen, und das Setdesign ist gelinde gesagt mager. Auch dass der Film aussieht, als wäre er aus den Siebzigerjahren, ist nicht wirklich nachvollziehbar, spielt er doch im Hier und Jetzt. Zudem schmälert die Struktur der Handlung das Vergnügen, da Szenen vor allem am Anfang etwas konfus zusammengeschnitten sind. Minuspunkte also für Regisseur Leon Ford.

Trotzdem ist Griff the Invisible eine gelungene Coming-of-Age-Story mit tollen Hauptdarstellern und einer behutsamen Annäherung an Aussenseiter, deren Fantasie die reelle Welt sprengt.


OutNow.CH:

Bewertung: 3.03

 

19.02.2011 / hut

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Bewertung: 3.7 (9 Bewertungen)

 

 

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