Get Him to the Greek (2010)

Männertrip

Get Him to the Greek (2010) Männertrip

Oder: Rock'n'Roll, Baby!

Get Him to the Greek

Du auch da?

Rockstar Aldous Snow (Russell Brand) hat eben eine Single für Afrika veröffentlich, die gnadenlos gefloppt ist. Als seine Freundin auch noch davon schwärmt, wie brav Snow doch geworden ist und wie sehr er doch früher die Sau rausgelassen hat, schnappt er ein. Er beginnt wieder zu trinken und stolpert von einem Skandal in den Nächsten. Aldous Snow ist der Grösste und die Welt soll das gefälligst nicht mehr vergessen.

Get Him to the Greek

Hilfe, Groupies!

Aaron Green (Jonah Hill) arbeitet im Büro von Sergio Roma ("P Diddy"/"Puff Daddy" Sean Combs) und hat eine Idee, wie die Firma wieder auf die Beine kommen soll. Ein Comebackkonzert von Aldous Snow im Greek Theatre in Los Angeles. Natürlich wird die Idee aufgenommen und ausgerechnet Aaron damit beauftragt, den exzentrischen Rockstar pünktlich zum Konzert von London nach Los Angeles zu bringen.

Auf dem Papier eine einfache Aufgabe. Bei einem abgefahrenen Typen wie Aldous Snow stösst Aaron Green jedoch an seine Grenzen.


Kinofilm-Rating

In Forgetting Sarah Marshall war er schon zum Schiessen komisch, nun bekommt der fiktive Rockstar Aldous Snow praktisch einen eigenen Film auf den Leib geschneidert. In Get him to the Greek bekommt der englische Schauspieler Russel Brand genügend Gelegenheit, seine Figur zu zelebrieren und so richtig den Rockstar raushängen zu lassen. Dabei verschwindet die eigentliche Story fast ein bisschen.

Brand wird assistiert vom runden Jonah Hill, den wir natürlich aus Superbad oder Funny People kennen. Er versucht wenigstens ab und zu dem hektischen Rockstar-Wirrwarr Herr zu werden, nur leider gelingt es ihm kaum einmal. So wird sein Charakter aus einem langweiligen und unauffälligen Alltag gerissen und nicht selten damit komplett überfordert.

Hauptsächlich, und so wird der Film auch verkauft, ist Get him to the Greek eine Komödie, in der das Motto Sex, Drugs and Rock'n'Roll gelebt wird. Wenn dann aber die Kifferstunden vorbei sind, das rote Säckli Dope versteckt ist und man die Kindereien von Russell Brand zur Seite legt, dann ist da eine kleine Geschichte eines jungen Mannes, der eigentlich nur auf der Suche nach Zuneigung, Freundschaft und Akzeptanz ist. Aber diese Tiefe an die Oberfläche zu bringen, wäre bei einem Film wie Get him to the Greek eindeutig zu viel verlangt.

Fazit: Get him to the Greek macht vielfach Spass, gibt den Schauspielern allen Platz für Blödeleien und Selbstinszenierungen und hat ein paar nette Gastauftritte zu bieten. Für einen anspruchslosen Kinobesuch mit Grinsgarantie gibt's sicher schlechtere Alternativen. Ausserdem ist Aldous Snow halt schon einer der grössten Rockstars dieser Welt...

3.6 Sterne
3.6 Sterne (32 Bewertungen) | 2 Kommentare

3.53.5
03.09.2010 / muri