Game of Death (2010)

Game of Death (2010)

Oder: Blade wird verraten!

Game of Death

GuckGuck

Marcus (Wesley Snipes) arbeitet mit seinem Team für die Regierung. Er räumt Diktatoren aus dem Weg, bringt die Welt wieder ein bisschen ins Gleichgewicht und das alles aus Liebe und Stolz auf sein Vaterland. Sein neuster Auftrag führt ihn in die Gefilde des Waffenhändlers Smith (Robert Davi), den er liquidieren soll. Er organisiert die Rollen von Zander (Gary Daniels) und Floria (Zoe Bell), mit denen er bislang jede noch so gefährliche Aufgabe gemeistert hat.

Game of Death

Vampire? Nö, hier nicht.

Doch dieses Mal läuft der Hase etwas anders: Die Zielperson bekommt einen Herzanfall, wird in eine Klinik eingeliefert und Marcus sieht sich seinem geldgierigen Ex-Team gegenüber. Denn Zander und Floria riechen das grosse Geld und da steht ihnen ihr Anführer nur im Weg. Doch dieser weiss sich zu wehren, greift tief in die Trickkiste und holt da nicht nur seine Martial-Arts-Kenntnisse raus, sondern auch die nötige Brutalität, die er nun an den Tag legen muss, um aus seiner gefährlichen Situation zu entkommen.


DVD-Rating

"Game of Death ist wie Blade. Nur ohne Vampire". Das steht auf der Hülle der DVD von Game of Death und ist in etwa so lachhaft, wie einzelne Szenen des Films. Denn nicht nur hat Game of Death mit dem Vampirfilm von 1998 ausser dem Hauptdarsteller nichts gemein, er ist auch nicht halb so gut. Denn Wesley Snipes beschränkt sich hier auf sein Standardrepertoire: Wenn Steven Seagal mit solchen Aktionen Kohle macht, warum sollte das bei Snipes anders sein?

Die Geschichte von Game of Death ist durch schwere Musik geprägt und wenn mal wieder nicht viel auf dem Bildschirm passiert, versucht man das Ganze durch spezielle Bildüberblendungen oder den Miteinbezug von Schwarz/Weiss-Effekten besser zu machen. Nützen tut's nur bedingt was, denn die vielen Szenen, in denen die Kamera über die Stadt schweift, sind in einer Anzahl vorhanden, die es nicht einfach macht, diesen Film zu geniessen. Dabei wäre die Story doch solide umgesetzt und in den wenigen Kampfszenen zeigt Mister Snipes, dass er seinen Körper durchaus einzusetzen weiss.

In Nebenrollen sehen wir übrigens Zoe Bell (Death Proof) als ganz taff wirkende Amazone mit Haaren auf den Zähnen sowie Gary Daniels (The Expendables), der allerdings auch bloss bös gucken darf. Nicht mal das wurde hingegen Robert Davi (License to Kill gegönnt. Er zeigt sein Narbengesicht meist verschwitzend und verbringt seine Rolle im Rollstuhl. Schade, der Kerl war doch mal so gut...

Fazit: Game of Death ist eine Direct-to-DVD-Produktion und hat auch nicht mehr verdient. Wesley Snipes liefert keine aussergewöhnliche Leistung, vermag aber in den Actionsequenzen seinen Mann zu stehen. Mehr will der Film wohl nicht und trotz guten Ideen ist die Umsetzung der Story höchst durchschnittlich.

Als Bonusmaterial ist auf der DVD von Game of Death ein Making-of zu finden, das zwar einen Blick hinter die Kulissen zeigt, das aber unkommentiert stehen lässt. Informativ ist das Ganze leider nicht. Ein paar Trailers runden das magere Angebot ab. Auch in technischer Hinsicht darf nichts Grosses erwartet werden. Bild und Ton kommen in gewohnter Qualität, allerdings ohne gross zu glänzen.

2.3 Sterne 3.2 Sterne
2.3 Sterne (6 Bewertungen) | 0 Kommentare

2.52.5
21.03.2011 / muri


DVD-Infos

DVD erschienen am 24.03.2011

  • Bildformat: 1:2.35 (16:9)
  • Sprachen: Deutsch (DD 5.1); Englisch (DD 5.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Extras: Making-of; Trailer