Dinner for Schmucks (2010)

Dinner für Spinner

Dinner for Schmucks (2010) Dinner für Spinner

Oder: Auch Idioten müssen essen

Dinner for Schmucks

Mitten im Wahnsinn!

Tim (Paul Rudd) ist ein aufstrebender Manager, der die Chance hat, in seiner Firma ein leer gewordenes Büro zu besetzen. Doch dafür muss er sich mit seinem Boss (Bruce Greenwood) gutstellen. Der hat nämlich eine ganz spezielle Veranstaltungsreihe am Laufen, in der die Mitarbeiter punkten können. Regelmässig veranstaltet er ein Dinner for Schmucks, zu dem die Gäste die grössten Idioten einladen müssen. Wer den grössten Deppen bringt, steigt im Ansehen des Chefs.

Dinner for Schmucks

Breakdance mal anders

Das Schicksal meint es gut mit Tim, als er auf der Strasse den kurrligen Barry (Steve Carell) fast über den Haufen fährt. Der komische Kerl präpariert Mäuse, ist durchgeknallt und will nicht mehr aus Tims Leben verschwinden. Natürlich hat Tim in ihm seinen Gast fürs Spinner-Dinner gefunden, auch wenn es bis dahin noch einige Hürden zu überwinden gibt. Da wären ein abgefahrener Künstler (Jemaine Clement), Gedanken-Kontrolleur und Barrys grosser Widersacher Therman (Zack Galifianakis), und jede Menge anderer Spinner.


Kinofilm-Rating

Dinner for Schmucks schnappte sich in den US-Kinocharts bei der Veröffentlichung die Spitzenposition und liess das Duo Paul Rudd und Steve Carell auf diversen Titelblättern der entsprechenden Magazine erscheinen. Ein Freibrief für Carell, sollte man meinen, müsste eigentlich knapp zwei Stunden Dauerlachen bedeuten. Leider ist das nicht so.

Zugegeben, der kurrlige Barry mit seinen Mäusen hat einige schöne Szenen. Vor allem, wenn er zusammen (oder gegen) Zack Galifianakis (alias Therman) antritt. Die beiden Figuren ergänzen sich schön und bringen den abgefahrenen und durchgeknallten Humor auf die Leinwand, den wir uns eigentlich viel öfters gewünscht hätten. Neben diesen beiden Figuren verblassen die restlichen Charaktere. Seien es der fahle Paul Rudd, die mit russischem Akzent sprechenden Schweizer oder auch die anderen "Spinner". Meistens ist es nicht lustig, sondern einfach nur blöd.

Der Film dreht sich dann schlussendlich selber den Strick, wenn er versucht, der ganzen Blödelei eine ernsthaftere Note zu geben, indem er Hintergründe und psychologische Motivationen dokumentiert, welche den "Freaks" zwar Tiefe geben, aber witzige Szenen praktisch unmöglich machen. Darunter leidet die Story, die sich schlussendlich als harmlos und ungenügend herausstellt.

Fazit: Dinner for Schmucks ist eine Mischung aus Blödelfilm und Drama geworden, die sich besser auf eines der beiden Genres konzentriert hätte. So gibt es zwar abstruse Lachszenen, die dann aber einer etwas ernsthafteren Thematik Platz machen müssen. So verpufft der Spass, und der Film steht als eine Enttäuschung da. Leider.

3.4 Sterne
3.4 Sterne (53 Bewertungen) | 18 Kommentare

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26.08.2010 / muri