Infos zu Dear John (2010)
Das Leuchten der Stille
John (Channing Tatum), ein Soldat der US Special Forces, hat zwei Wochen Ferien vom Krieg. Beim Surfen am Strand rettet er die Handtasche der schönen Savannah (Amanda Seyfried) vor den Fluten. Sie lädt ihn zum Dank an eine Grillparty ein. Für sie lässt John sogar die Sonntagslasagne seines Vaters (Richard Jenkins), eines leicht autistischen Münzensammlers, stehen.
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Film-Infos
Deutscher Titel: Das Leuchten der Stille
Französischer Titel: Cher John
Drehort: USA 2010
Genres: Drama, Romanze
Laufzeit: 105 Minuten
Kinostart: 06.05.2010
Verleih: Ascot Elite
Regie: Lasse Hallström
Drehbuch: Jamie Linden, Nicholas Sparks (Roman)
Musik: Deborah Lurie
Darsteller: Channing Tatum, Amanda Seyfried, Richard Jenkins, Henry Thomas, D.J. Cotrona, Cullen Moss, Gavin McCulley, Jose Lucena Jr., Keith Robinson, Scott Porter, Leslea Fisher, William Howard Bowman, David Andrews, Mary Rachel Dudley, Bryce Hayes, Braeden Reed, Luke Benward, Tom Stearns
The Internet Movie database (IMDb)
Kommentare zum Film
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8 Kommentare
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@Lisa13359: Bitte nicht schreien, man versteht deine Argumentation auch ohne Caps-Lock. Und es gibt da also schon noch Filme, die um einiges deutlicher Propaganda mit Empathie machen, z. B. Pearl Harbor. Kritisches Denken ist sicher nie verkehrt, aber Diskussion ist bitte sehr erlaubt und erwünscht. Kann ja auch nicht sein, dass man Filme, die die Themen Liebe und Armee behandeln, gleich mit der Nazi-Propaganda-Maschinerie in einen Topf schmeisst. |
- [Editiert von Lisa13359 am 2010-05-29 20:36:12] |
Mir gefällt der Anfang sehr. Natürlich ist er nicht sehr einfallsreich, aber manchmal möchte man doch einfach solche Geschichten sehen... Ansonsten gab es einige Dinge, welche nicht vorhersehbar waren und mich überraschten. Die Schauspieler gefallen mir in den Rollen und ich denke der Film glänzt vorallem durch sie und nicht unbedingt durch die Geschichte. Den Schluss fand ich enttäuschend. Auch wenn man ihn überhaupt nicht erwartet hat und es dadurch kein Standardende wurde, hätte ich mir eben lieber ein vorhersehbares, leicht langweiliges und kitschiges Ende gewünscht. Es ist, wenns nach mir geht, ein Paradebeispiel, für einen Film, bei dem der Anfang toll ist und gegen Ende verliert er einfach die anfängliche Begeisterung und es wird einfach noch schnell ein Ende gedreht. Ich persönlich bin ja überhaupt nicht der Liebesfilmtyp und war zwar positiv eingestellt, aber trotzdem relativ voreingenommen. Aber ich denke jeder, der diesen Film sehen möchte, weiss, dass es kein super Klassiker ist bzw. wird und es lohnt sich auf jeden Fall ihn einmal zu schauen. Schon alleine der Schauspieler wegen... |
Merci für Deine Gegendarstellung pps, erst so ist das Review komplett. Habe mir schon gedacht, dass es Leute geben wird, die etwas mit dem Film anfangen können. Ich kann's nicht. Der Vater war rührend und gut gespielt, da geb ich Dir recht. Die Figur von John find ich allerdings furchtbar. Stimmt schon, dass "man schnell merkt, dass er das Militär als Fluchtort benutzt, dass er sich Vorwürfe macht, dass er den Autismus seines Vaters nie bemerkt hat". Man merkt's schnell, ja, weil es einem unter die Nase gerieben wird. Mir sind platte Charaktere lieber als solche pseudopsychologische Geschichten. Naja. Geschmackssache. Ich mein, Mortal Kombat gehört zu meinen Lieblingsfilmen - das sagt wohl alles über meine Glaubwürdigkeit. [Editiert von vil am 2010-05-11 00:19:50] |









Ich kann der Kritik nicht zustimmen. Mich hat der Film mit den sympathischen Figuren und der Liebesgeschichte, vor allem aber mit der Beziehung zwischen Vater und Sohn von Anfang bis Ende total "reingenommen".
Nicholas Sparks interessiert mich sonst nicht die Bohne, nie ein Buch gelesen, nie einen der Filme gesehen. Dear John habe ich mir nur wegen der Hauptdarsteller angetan - wegen Channing Tatum hab ich mir sogar GI Joe angesehen, und Amandy Seyfried wird bei mir immer den Veronica Mars-Bonus haben. Der Film war dann letztlich aber eben überhaupt nicht so schnulzig, wie ich erwartet hatte. Klar, es hat Vorhersehbares drin, aber viele Schnulzenfilmklischees werden erfolgreich umschifft.
Den John aus dem Titel fand ich jetzt gar nicht unsympathisch oder langweilig, im Gegenteil, ich fand das eine sehr interessante Figur, bei der man schnell merkt, dass er das Militär als Fluchtort benutzt, dass er sich Vorwürfe macht, dass er den Autismus seines Vaters nie bemerkt hat, und dass er nicht da war, als er gebraucht worden wäre. Mich hat da Savannah viel mehr genervt - die Figur, nicht die Schauspielerin, die macht ihre Sache nämlich gut. Besonders gut gefallen hat mir Richard Jenkins als Vater, da sieht man mal wieder, dass es sich auch für solche Filme lohnt, erfahrene und gute Schauspieler anzuheuern. Seine Figur ging echt ans Herz.
Ich seh übrigens die Propaganda nicht wirklich, eigentlich bleibt der Film politisch ziemlich neutral. Der Krieg in Afghanistan wird so gesehen nicht legitimiert, die Soldaten bleiben aber freiwillig im Dienst, weil "die Arbeit noch nicht getan ist". (Ob die das jetzt glauben, weil sie total indoktriniert sind, bleibt eine andere Frage.) Ob der Krieg jetzt gerechtfertigt ist oder nicht wird nicht einmal gestreift. Ich fand hingegen die Szene noch bezeichnend, wo Savannahs Vater und dessen Gäste prophezeien, dass der Krieg noch lange dauern wird, und dass man am Anfang noch Soldaten auf freiwilliger Basis den Dienst verlängern lassen will, und irgendwann fragt man gar nicht mehr, sondern verdonnert sie einfach zu weiteren Dienstjahren. Das Militär kommt sonst schon recht gut weg im Film, aber gerade in solchen Szenen kriegt zumindest die Regierung einen kleinen Seitenhieb ab, sooo auf Propaganda getrimmt ist der Film also nicht unbedingt.
Ich als nicht unbedingt grosse Schnulzenmögerin habe den Film absolut genossen. Das Liebespaar sieht zum Knuddeln herzig aus und bringt die Höhen und Tiefen der Liebe überzeugend herüber. Und ja, gegen Ende habe ich ein paar Tränchen vergossen. Langweile gabs von meiner Seite aus also definitiv keine.
Wer Amanda Seyfried in einer anspruchsvolleren Rolle sehen möchte, kann sich Chloe ansehen.