Date Night (2010)

Date Night - Gangster für eine Nacht

Date Night (2010) Date Night - Gangster für eine Nacht

Oder: Klau nie die Reservation von jemand anderem!

Date Night

Wo geht's hier zur Kostümparty?

Phil (Steve Carell) und Clara Foster (Tina Fey) leben ein geregeltes, unaufgeregtes Leben in einem schmucken Haus vor den Toren New Yorks. Er arbeitet bei der Steuerbehörde, sie verdient ihr Geld als Immobilienmaklerin. Neben dem Beruf nehmen ihre zwei Kinder die restliche Zeit in Anspruch, so dass der Alltagstrott kaum mehr Platz für Romantik lässt. Nur die monatlichen Date Nights bietet den beiden die Chance, für einige Stunden daraus auszubrechen. Jedoch sind auch diese Abende beinahe zum Muss geworden.

Als sich ein befreundetes Paar trennt, beschliessen Phil und Clara, der Routine in ihrem Leben ein wenig entgegenzuwirken und verlagern ihr Date spontan in das angesagteste Lokal von New York. Dort hat es natürlich keinen Platz mehr, weshalb die zwei unter falschem Namen die Reservation der Tripplehorns annehmen.

Date Night

Da hab ich wohl die falsche Abzweigung genommen!

Dies erweist sich schnell als Fehler, als sie von zwei zwielichtigen Gestalten (Common und Jimmy Simpson) nach draussen begleitet und bedroht werden. Diese wollen einen USB-Stick zurück, mit welchem die echten Tripplehorns einen Gangsterboss (Ray Liotta) erpressen.
Das Vorstadtpaar kann sich zwar aus der misslichen Lage befreien, doch fortan wird es quer durch New York verfolgt.


Kinofilm-Rating

Date Night ist der erste grosse Ausflug der "Saturday Night Live"-Komikerin Tina Fey auf die Kinoleinwand. Zuvor glänzte die Sara-Palin-Imitatorin als Liz Lemon in der Comedy-Serie 30 Rock (die sie auch geschrieben hat), welche ihr neben mehreren Emmys auch zwei Golden Globes eingebracht hat. Ihre immense Popularität in den Vereinigten Staaten hat ihr nun die erste Hauptrolle in einem Kinofilm beschert.

So ist Date Night vollkommen auf die Paarung Fey und Steve Carell ausgerichtet, die schon bei Saturday Night Live zusammengearbeitet haben. Ihre Chemie ist denn auch der Hauptgrund, wieso der Film funktioniert. Wenn die zwei versuchen, ihren Hals im Grossstadtdschungel von New York zu retten, ist dies dank dem Charme der Darsteller, gut getimten Slapstick-Einlagen und einer temporeichen Inszenierung überaus unterhaltsam. Leider wird die Komiker-Show getrübt, weil Regisseur Shawn Levy (Night at the Museum) und Drehbuchautor Josh Klausner (Shrek the Third) vergessen, eine Story rund um ihr Hauptdarsteller-Team zu zimmern. Die Handlung von Date Night fokussiert sich zu stark darauf, Situationen zu kreieren, in denen Carell und Fey witzig sein können. Dazwischen dominieren Szenen, die aus zusammengeschusterten Genreformeln von ähnlich angelegten Filmen wie True Lies oder After Hours bestehen. So wirkt beispielsweise eine spannungsarme Autoverfolgungsjagd deplaziert. Ebenso werden etliche Stars in Kleinstrollen (James Franco, William Fichtner, Mark Ruffalo) als Eyecatcher verschwendet. Nur Marc Wahlberg sorgt als von Fey angehimmelte Muskelmaschine für Lacher.

Date Night ist genau der Film geworden, den man auch erhoffen oder befürchten konnte: ein belangloses Hollywood-Movie, welches jedoch dank seinen Hauptdarstellern eineinhalb Stunden unbeschwerte Unterhaltung verspricht und sich damit als idealer Film für das erste oder zweite Date anbietet.

3.4 Sterne
3.4 Sterne (59 Bewertungen) | 5 Kommentare

44
11.04.2010 / hut