Da lui toi (2010)
Da lui toi (2010)
Oder: *prügel, prügel, schnarch, prügel*
Der junge Loser Cheung (You-Nam Wong) wird von seiner Firma als Strafe aufs Land geschickt, um dort beim Grundstückkauf zu helfen. Im Dorf angekommen, gerät er unverzüglich zwischen die prügelnden Fäuste der Bande von Meister Pong. Unerwartete Hilfe erhält er vom Krüppel Tiger (Siu-Lung Leung), der sich als erfahrener Kung-Fu-Künstler herausstellt. Dieser schlägt die Bande in die Flucht, lässt ihn jedoch stehen, als Cheung ihn um Kampfunterricht bittet. Im nächsten Restaurant trifft Cheung erneut auf Tiger, der dort arbeitet. Das Restaurant, das früher ein berühmtes Dojo war, soll aufgekauft werden. Tiger und sein Mitstreiter Dragon (Kuan Tai Chen) wollen davon jedoch nichts wissen. Ihr Meister Law (Teddy Robin Kwan), der Besitzer des Gebäudes, liegt seit einem Überfall vor 30 Jahren im Koma, und die beiden weigern sich, ihren Meister zu verlassen oder zu verlegen.
Als in der Nacht Mang (Jin Auyeung) und seine Bande einbrechen, um die Besitzurkunde zu stehlen, erwacht Meister Law plötzlich aus dem Koma. Als erste Handlung meldet er sein Dojo beim Kung-Fu-Wettbewerb von Mangs Vater, Meister Pong (Wai-Man Chan), an. Dumm nur, dass Tiger und Dragon längst nicht mehr die Jüngsten sind, und Law Cheung sowohl für Tiger als auch Dragon hält. Hartes Training wartet auf den Anfänger und die beiden alten Schüler...
Kinofilm-Rating
Da lui toi ist eine Kung-Fu-Komödie gespickt mit Altmeistern des Martial-Arts-Genres. Eine Tatsache, die sogar jenen Zuschauern problemlos auffallen sollte, die von Tuten und Blasen respektive vom Hauen und Kicken keine Ahnung haben. Der von Andy Lau (Infernal Affairs) produzierte Film trumpft nämlich immer wieder mit bekannten Gesichtern auf, die auch jeweils mit Einblendungen explizit vorgestellt werden. Das lockert den Film zwar ein bisschen auf - wenn aber auch zur Mitte des Filmes immer noch berühmte Schauspieler auf diese Weise vorgestellt werden, wird das mit der Zeit doch etwas repetitiv. Und irgendwie hat man auch das Gefühl, dass es gerade die berühmten Namen sind, welche den Film als Ganzes zusammenhalten. Storymässig hat das Teil nämlich nicht gerade viel zu bieten.
Ein heruntergewirtschaftetes Geschäft mit Losern, die sich noch einmal zusammenraffen, um einen reichen und fiesen "Feind" zu bekämpfen und dabei ihre wahre innere Stärke erkennen - das hat man schon in zig Filmen aus Ost und West gesehen. Zweifellos war es niemals das Ziel des Filmes, etwas völlig Neues, Ungesehenes zu bieten. Einen Tick mehr hätte man dem Schema aber trotzdem hinzufügen können. So sind die Kämpfe zwar laut und die Figuren können durchaus auch mal mit dem einen oder anderen Witz punkten. Sowohl die Actionsequenzen als auch die humorvollen Passagen reichen allerdings nicht, um das Publikum bei der Stange zu halten und es vom Gähnen (oder gar vom Schnarchen) abzuhalten.
Einige wenige Lichtblicke retten den Film vor einer völligen Bruchlandung: Da wäre beispielsweise der bunt zusammengewürfelte Soundtrack, der dem in heutiger Zeit spielenden Film einen coolen Sixties-Sound verleiht und auch absurd-witzige Szenen gut unterstreichen kann. Auch die Idee, die Vergangenheit um die Ursache von Laws Koma als Animation zu erzählen, ist gut umgesetzt und peppt das Ganze angenehm auf. Und schliesslich wäre da noch die von Teddy Robin Kwan gespielte Figur des Meister Law; dieser wirkt wie ein quasselnder, schrullig-cooler Grossvater auf Speed und stiehlt ausnahmslos jede Szene, in der er zu sehen ist.
Sonst bietet der Film aber nur mässige Unterhaltung, geballte Faustkampftechnik und eine recht schwache Story. Für Fans des Genres ist das sicher ok, für Gelegenheitsschauer ists aber wohl eher als Schlafmittel zu gebrauchen.
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