The Back-Up Plan (2010)

Plan B für die Liebe

The Back-Up Plan (2010) Plan B für die Liebe

Oder: Komme nie zwischen eine Schwangere und ihr Kissen!

The Back-Up Plan

Hehe, meine Frisur sitzt besser als deine!

Zoe (Jennifer Lopez) führt in New York erfolgreich eine kleine Tierhandlung, Mr. Right hat sie allerdings auch nach jahrelangem Suchen nicht gefunden. Weil sie aber unbedingt ein Baby will, lässt sie sich in einer Klinik künstlich befruchten. Just als sie nach der Behandlung die Klinik verlässt und im strömenden Regen in ein Taxi steigt, springt auch Stan (Alex O'Loughlin) in ebendieses. Er ist sogleich Feuer und Flamme für Zoe, die jedoch nichts von Männern wissen will. Lieber tritt sie der Selbsthilfegruppe "Single Mothers And Proud" bei und hofft auf baldige Mutterschaft.

The Back-Up Plan

I'm bringing sexy back...

Kurz darauf treffen sich Zoe und Stan erneut, dieses Mal auf einem Bauernmarkt, wo Stan seinen selbstgemachten Deluxe-Ziegenkäse verkauft. Immer wieder laufen sich die beiden "zufällig" über den Weg, bis Zoe Stans Flirtversuchen endlich nachgibt und mit ihm ausgeht. Die beiden sind schnell bis über beide Ohren verliebt - da kommt die frohe Botschaft vom Doktor: Zoe ist schwanger. Für Zoe folgt eine bange Zeit, denn: Wird Stan noch an ihr interessiert sein, wenn er erfährt, dass sie von jemand anderem schwanger ist? Turbulente Monate brechen an, in denen viele Höhen und Tiefen auf das junge Liebesglück zukommen.


Kinofilm-Rating

Ist es wirklich schon so lange her, seit Jennifer Lopez bei uns im Kino zu sehen war? In kleineren Filmen trat J-Lo zuletzt vor fast vier Jahren auf, ihre grösseren Erfolge liegen noch weiter zurück. In der Zwischenzeit ist sie unter anderem Mutter von Zwillingen geworden und etwas aus den Klatschspalten und Modeblättern verschwunden. Ihre Babypause hat sie auf jeden Fall gut hinter sich gebracht, schliesslich sieht sie in The Back-Up Plan wie gewohnt absolut spitze aus und kehrt auch gleich wieder zu ihrem Erfolgsgenre, der romantischen Komödie, zurück, als wäre sie gar nie weg gewesen.

Auch die Ausgangssituation des Filmes wirkt irgendwie bekannt. Lopez spielt - wieder einmal - eine gutaussehende, intelligente und beruflich erfolgreiche Frau, die jedoch den richtigen Mann leider noch nicht gefunden hat. Und da Hollywood der Frauenwelt gezeigt hat, dass es gerade in New York fast unmöglich ist, einen anständigen Mann zu finden, muss halt durch medizinische Hilfe ein Baby her. Wer jetzt befürchtet, dass der ganze Film hinter einer hormonellen Babywunschbrille rosa verkleistert ist, kann etwas aufatmen. So vorhersehbar er auch ist, ist es doch ein herziger, kurzweiliger Film geworden, den man auch schauen kann, wenn man nicht im Babywahn ist und die biologische Uhr nicht dauernd im Nacken infernalisch ticken hört.

Zumindest in den ersten zwei Dritteln des Films kommt die Lopez sympathisch herüber und kann auch im komödiantischen Bereich durchaus überzeugen. Die Damenwelt, für die der Film ja zweifellos gedacht ist, wird jedoch vor allem der zukünftige Vater ansprechen. Alex O'Loughlin (der weiblichen Fantasyfans vielleicht noch aus der Vampirserie Moonlight bekannt sein dürfte) sieht nämlich nicht nur umwerfend aus, er vereint sein Aussehen auch mit Witz und Charme, und sensibel darf er auch noch sein - was will frau mehr?

Rom-Coms sind bekanntlich sehr vorhersehbar, was umso mehr für "Mom-Rom-Coms" gilt, in denen es ums Kinderkriegen geht. Der Besuch beim Frauenarzt, hysterische Männer, unappetitliche Fressgelüste und die obligate Trennung und Versöhnung vor dem Geburtstermin sind da nur einige Punkte auf der langen Checkliste. Gerade im zweiten Teil des Filmes wird's der Vorhersehbarkeit aber doch ein bisschen zu viel, besonders wenn künstlich Konflikte eingeflochten werden, denn dann reicht auch J-Los Sympathiewert nicht mehr, um das Publikum bei der Stange zu halten.

Jennifer Lopez‘ Rückkehr auf die Leinwand ist ein herziger, wenn auch sehr vorhersehbarer romantischer Streifen geworden, der Witz und Charme hat, im zweiten Teil jedoch zu überdreht und künstlich dramatisch wird und deshalb deutlich abgibt. Die beiden Hauptdarsteller machen ihren Job gut und wirken glaubwürdig als Liebespaar und werdende Eltern, fast alle Nebenfiguren sind jedoch leider aufs Minimalste reduziert. Hier hätte ein bisschen mehr Fleisch am Filmknochen durchaus nicht geschadet.

2.8 Sterne
2.8 Sterne (22 Bewertungen) | 1 Kommentar

3.53.5
01.05.2010 / pps