Zombieland (2009)
Zombieland (2009)
Oder: Auf der Suche nach dem Twinkie
Ein junger Mann nennt sich selber Columbus (Jesse Eisenberg) und lebt in einer Welt, die am Abgrund steht. Einmal mehr ist ein Virus dafür verantwortlich, dass die Menschheit nicht mehr in Frieden miteinander lebt, sondern als blutrünstige Zombies Jagd auf Frischfleisch macht. Doch wie konnte der schmächtige und nicht grad mutige junge Mann so lange überleben? Richtig, er hat sich einen Regelplan zusammengestellt, der beispielsweise körperliche Fitness (Regel 1), die Vermeidung von öffentlichen Toiletten (Regel 3) oder das Reisen mit leichtem Gepäck (Regel 5) beinhaltet. Und bislang ist Columbus recht gut damit gefahren.
Eines Tages trifft er auf einen Mann, der sich Tallahassee (Woody Harrelson) nennt, keine Angst vor Zombies hat, ein cooler Kerl ist und sich zum Ziel gesetzt hat, alle "Twinkies" (berühmtes Ami-Küchlein) zu essen, die er finden kann. Die beiden unterschiedlichen Typen tun sich zusammen und machen bald die Bekanntschaft zweier Damen, die sie gehörig an der Nase herumführen. Wichita (Emma Stone) und Little Rock (Abigail Breslin) sind ein eingespieltes Team, und mit ihrem weiblichen Charme lassen sie die beiden Jungs mit schöner Regelmässigkeit auflaufen.
Beide Parteien haben von einer Gegend gehört, die frei von Zombies ist und die nun gefunden werden will. Doch bis dieses Ziel auch nur annähernd in Angriff genommen werden kann, gibt's noch einiges zu erledigen. Denn neben dem Abschlachten von Zombies, dem Suchen von Twinkies und der Schwärmerei von Columbus für Wichita machen die Herrschaften eine Begegnung der etwas anderen Art, als sie sich aufmachen, im Haus von Bill Murray (Bill Murray) zu übernachten und dieser dort auch noch auftaucht....
Kinofilm-Rating
Es gibt sie immer wieder, diese Filme, die auf vergnügliche Weise Grusel verbreiten und gleichermassen enormen Spass machen. Wer damals Shaun of the Dead gesehen hat, kann sich vorstellen, was Zombieland zu bieten hat. Die Amerikaner waren auf jeden Fall Feuer und Flamme für den Film und spedierten das Ding geradewegs in die Top-Positionen ihrer Kinocharts.
Es dauert nicht lang, und der Metzgerspass in Zombieland nimmt Fahrt auf. Metallica dröhnen aus dem Boxen, die Zombies killen, und wir kriegen mit Jesse Eisenberg (The Village) einen sympathischen Loser geboten, der eigentlich direkt aus Juno stammen könnte. Seine gedanklichen Einschübe sind witzig, seine Regeln sowieso, und das Aufeinandertreffen mit Woody Harrelson ergibt ein sich toll ergänzendes und optimal eingespieltes Team. Vor allem, weil Harrelson einen herrlich abgefahrenen und saucoolen Charakter gibt.
Natürlich ist Zombieland voll von absurden Momenten, in denen die Zombies gemetzelt werden. Sei es im Einkaufsladen oder auf dem Rummelplatz, die Untoten müssen teilweise recht blutig und eklig dran glauben. Aber immer auf eine Art, die witzig unterhält, ohne ins primitive Schlachten abzudriften. Leider stockt der Mordsspass immer wieder wegen Dialogsequenzen, die uns die Figuren und deren Situationen näher bringen sollen. Das nimmt dem Ganzen etwas den Schwung, hat aber mit dem Auftauchen von Bill Murray einen Geek-Höhepunkt, der für Filmfans einfach wunderbar gelungen ist.
Fazit: Zombieland macht einen Heidenspass, ist eklig und brutal. Er wandelt auf den Spuren von Shaun of the Dead, kommt aber nicht an den englischen Spass heran. Dafür überzeugt Woody Harrelson, und mit den Tips von Columbus wissen wir ja jetzt, auf was wir bei einer Invasion achten sollten.
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4.8 Sterne (98 Bewertungen) | 30 Kommentare



