ZMD: Zombies of Mass Destruction (2009)
ZMD: Zombies of Mass Destruction (2009)
Oder: Uncut and unimportant!
Frida (Janette Armand), Tochter eines iranischen Imbissbuden-Kochs, ist gerade von der Princeton-Universität in ihr Heimatdorf Port Gamble zurückgekehrt und wird von ihren Nachbaren als Terroristin aus dem Irak angesehen. Auch Tom (Doug Fahl) und Lance (Cooper Hopkins) sind von New York angereist. Tom will seiner Mutter endlich seinen Freund vorstellen und sich somit outen. So weit kommt es nicht, denn das Grauen hält Einzug in Port Gamble.
Ein Virus macht sich binnen weniger Stunden breit und verwandelt die Bewohner allmählich in hirnfressende Zombies. Fridas Lover wird während ihres mitternächtlichen Ausflugs vor ihren Augen von einem Zombie getötet, und Toms Mutter reagiert auf sein Outing mit der Antwort, dass sie sein Gehirn fressen will. Bürgermeister Burton (James Mesher) wird ebenfalls infiziert und macht der kleinen Gruppe von Überlebenden, die sich zum Schutz in der Dorfkirche mit Reverend Haggis (Bill Johns) verschanzt hat, das Leben zur Hölle. Wird die Gruppe den Kampf gegen die Horde Untoter aufnehmen?
DVD-Rating
Wow, seit der Recycling-Welle der Zombiefilme, die vor knapp zehn Jahren begonnen hat, haben sich ganze Horden Untoter durch die Kinoleinwände gefressen. Einzelne dieser Filme gelten heute als Schmuckstücke, unter anderem 28 Days Later sowie die George A. Romero-Remakes, angefangen mit Dawn of the Dead. ZMD: Zombies of Mass Destruction möchte lustig, sozialkritisch und dazu noch schön schaurig sein. Ein Ziel, dass in allen Bereichen total verfehlt wurde - ausser vielleicht im Blutvergiessen.
Die Tatsache, dass ZMD (der deutsche Titel lautet auf "Zombieworld", bitte nicht mit Zombieland verwechseln!) ein Erstlingswerk eines jungen und offensichtlich unerfahrenen Regisseurs ist, lässt sich bereits in den ersten paar Minuten erkennen. Der unbekannte und leider auch unbedeutende Cast wurde für Figuren missbraucht, die stereotypischer nicht sein könnten: Zwei halstuchtragende Schwule, eine Teenagerin mit iranischen Wurzeln, die sofort für eine Terroristin gehalten wird, ein Redneck, ein hyperreligiöser Pfarrer und ein machtgeiler Bürgermeister dümpeln in den 90 Minuten auf der Insel Port Gamble herum, kämpfen in erster Linie mal gegen sich selber und dann gegen die trägen, fauligen Zombies. Es regt die Lachmuskeln nicht im geringsten an, wenn sich der verkorste Schwule seiner Zombie-Mutter mit den Worten "I suck dicks!" outet oder wenn der Redneck die iranische Imbisskoch-Tochter terroristischer Aktivitäten beschuldigt und sie dann noch foltern will - einfach nur noch lächerlich.
Zu all dem Schmarren ist die Story absolut an den Haaren herbeigezogen. Niemand hat eine Ahnung, woher das Zombie-Virus gekommen ist. Plötzlich wandeln die Bewohner mal so als Untote herum, und die kleine Gruppe (natürlich alle erprobt im grosskalibrigen Shotgun-Schiessen und Besitzer des Schwarzen Gürtels im Karate) bahnt sich ihren Weg. Zumindest lassen sich die Splattereffekte einigermassen ertragen und werden teilweise schon fast spektakulär detailliert in Szene gesetzt. Schnell erkennt das Holzauge, dass dies wohl die ursprüngliche Motivation war, diesen Film überhaupt zu produzieren.
Fazit: ZMD: Zombies of Mass Destruction ist lächerlich, unlogisch und bietet schlichtweg zuwenig Unterhaltung. Wer Zombiefilme liebt, wird hier schwer enttäuscht werden. Dafür haben diese Filme in den letzten Jahren viel an Originalität und Qualität gewonnen, um in die obere Liga zu gehören. Fans des guten Geschmacks und Humors sollten sich daher lieber an den unfreiwilligen Fast-Namensvetter Zombieland wenden.
Bild und Ton der DVD entsprechen den heutigen Standards. Die Farben und Schärfe sind okay, der Ton kann im 5.1 auch ordentlich dröhnen. Das dürftige Making-of bietet zudem Bilder hinter der Kamera - naja, auch nicht wirklich der Hammer.
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DVD-Infos
DVD erschienen am 29.04.2010
- Bildformat: 16:9 / Anamorph
- Sprachen: Deutsch (DD 5.1), Englisch (DD 5.1)
- Untertitel: Deutsch, Englisch
- Extras: Making-of, diverse Trailers

