Year One (2009)

Year One - Aller Anfang ist schwer

Year One (2009) Year One - Aller Anfang ist schwer

Oder: Als der Pipikaka-Film laufen lernte

Year One

Wohooo!!!

Wer zum Jäger nicht geeignet und als Sammler eine Pfeife ist, der hat es auch in frühester Urzeit schwierig. So haben denn auch Zed (Jack Black) und Oh (Michael Cera) in ihrem Stamm unter den Sticheleien der starken und talentierten Stammesmänner zu leiden. Irgendwann sehen sie keinen anderen Ausweg mehr, als den Stamm zu verlassen. Die beiden untauglichen Kumpels machen sich auf, die Welt da draussen zu entdecken. Schliesslich fällt man ja nicht grad von der Weltscheibe, wenn man über den nächsten Berg kraxelt, oder?

Year One

Robin Hood?

Bald schon treffen die beiden auf ein Brüderpaar, das sich in der Wolle hat. Kain (David Cross) und Abel (Paul Rudd) sind sich nicht grün, und ihre Auseinandersetzung hat tödliche Folgen für den einen. Der andere hingegen hängt sich Zed und Oh an die Fersen. Denn zwischen all den Gefangennahmen und Versklavungen der beiden finden sie noch immer Zeit, ihrem Ziel zu folgen. Seit sie gehört haben, dass in der Stadt "Sodom" die Frauen stets willig sind, ist klar: Wenn man flachgelegt werden will, muss man dahin. Und wenn dabei noch ein paar schöne Damen gerettet werden können, ist die Aufgabe doppelt interessant...


DVD-Rating

Wir alle kennen Jack Black als lustigen Hagel, der das Blödeln kaum lassen kann und dem nichts zu schade ist, einen Lacher zu ernten. Das funktioniert in einigen Filmen besser (School of Rock, Be Kind Rewind), in anderen weniger gut (Envy). Nichtsdestotrotz, der Mann mit dem dicken Bauch hat eine Fanbasis, die er nicht enttäuschen darf. Nun kommt sein aktuellster Blödelfilm zu uns: Year One.

Bereits am Anfang des Films wird klar, dass Jack Black kein Jäger, sondern ein Grossmaul ist. Seine Sprüche kommen aus allen Rohren geschossen, verfehlen aber ihr Ziel mit schöner Regelmässigkeit. Ausserdem geht seine zappelige Art bald mal an die Nerven des Zuschauers, zumal es herzlich wenig zu lachen gibt, wenn von der Kutsche runtergekotzt wird und vor dem Einschlafen ein Furzkonzert stattfindet. Leider passt sich Michael Cera diesem Niveau recht schnell an und lässt den unbeholfenen Humor seiner Figur aus Juno vermissen. Überhaupt, ausser dem immer gleichen Gesichtsausdruck und dass er immer auf die männliche Jungfrau schubladisiert wird, kommt von ihm hier nicht besonders viel.

Auffälliger sind da die Nebenrollen, die mit bekannten Gesichtern wie Vinnie Jones (Snatch), Olivia Wilde (House MD) oder Paul Rudd (I Love You Man) zwar prominent besetzt sind, aber ausser dem Wiedererkennungswert nicht viel Witziges beizutragen haben. Oliver Platt (2012) setzt dem Ganzen aber noch die peinliche Krone auf. Was hat den Mann nur geritten, solche Rollen zu spielen...?

Fazit: Für Fans von Jack Black dürfte Year One einen Blick wert sein. Aber auch sie werden bald merken, dass diesem Blödeldings der Witz abgeht, die Sprüche ihr Ziel verfehlen und man einen zusammenhängenden Storybogen vergebens sucht. Dabei wäre der dicke Jack doch eigentlich ganz glatt. Sonst halt...

Die DVD von Year One ist überraschend prall mit Bonusmaterial gefüllt. Hier kriegen wir von Versprechern, zusätzlichen Szenen bis hin zum Making-of alles geboten, was wir gerne sehen. Der Audiokommentar ist mehrheitlich eine Blödelei und das Line-O-Rama (die besten Sprüche des Films) lohnt sich eigentlich nur, wenn man sich den Film danach nicht mehr anschauen will.

Technisch weiss Year One ebenfalls zu gefallen. Es ist eine solide Produktion geworden, die mit schön klarem und schmutzfreiem Bild, sowie sauber abgemischtem Ton punkten kann. Hätte der Film selber dieses Niveau, würde hier niemand motzen...

2.4 Sterne 4.0 Sterne
2.4 Sterne (20 Bewertungen) | 1 Kommentar

1.51.5
19.02.2010 / muri


DVD-Infos

DVD erschienen am 10.02.2010

  • Bildformat: 1.85:1 (Anamorph Widescreen)
  • Sprachen: Deutsch (DD 5.1); Englisch (DD 5.1)
  • Untertitel: Deutsch; Englisch; Türkisch
  • Extras: Entfallene Szenen; Audiokommentare; Line-O-Rama; Bloopers; Making-of; Werbespot "Sodom"; Die Tore von Sodom; Alternatives Ende