X-Men Origins: Wolverine (2009)

X-Men Origins: Wolverine (2009)

Oder: Krallen ausfahren und ab die Post

X-Men Origins: Wolverine

Wo ist mein Entchen!

Bevor Logan (Hugh Jackman) zu "Wolverine" und zu einem wichtigen Teil der "X-Men" wurde, musste der Mann einiges erleiden. Das fing früh in seiner Kindheit an und zog sich durch Jahrzehnte des Mordens, der Gewissensbisse und des Leidens. Dies ist seine Geschichte.

Als kleiner Bub macht Logan zum ersten Mal Bekanntschaft mit der Tatsache, dass er "anders" ist, als die Menschen. Zusammen mit seinem Bruder Victor (als Erwachsener von Liev Schreiber hervorragend gespielt) macht er sich auf die Flucht und die beiden werden zum unzerstörbaren Duo. Sie kämpfen sich durch die verschiedenen Kriege und finden schlussendlich Anschluss bei William Stryker (Danny Houston). Dieser hat Personen mit besonderen Fähigkeiten rekrutiert und zu einer Einheit geformt. Da kann einer exzellent mit dem Schwert umgehen (Wade Wilson - Ryan Reynolds), ein anderer hat die Elektrizität im Griff (Chris Bradley - Dominic Monaghan) und wieder einer ist unzerstörbar (Frederick Dukes - Kevin Durand).

X-Men Origins: Wolverine

Lächeln bitte

Doch bald schon hat Logan genug von diesem Job, dem Morden, der Geheimnistuerei und verlässt die Truppe. Jahre später scheint einer dieser Kämpfer auf einem Rachefeldzug zu sein. Denn ein ehemaliges Mitglied nach dem anderen muss den Löffel abgeben. Als Logans Freundin Kayla (Lynn Collins) ermordet wird, kann dieser seine Rachegefühle nicht mehr unterdrücken und wird zum gefundenen Fressen für den manipulativen Stryker.

Logan begibt sich dessen Hände, bekommt die bekannte Adamantium-Lackierung und will sich auf die Suche nach dem Mörder seiner Liebsten machen. Doch da hat der gute Wolverine seine Rechnung ohne Stryker gemacht, der bereits ein paar Schritte voraus ist und Logan nur als Spielfigur auf seinem Schachbrett sieht.


DVD-Rating

Die X-Men waren in all ihren drei Teilen Goldesel an den Kinokassen. Die Mutanten haben sich zu einer erfolgreichen Filmserie gemausert und als Zugpferd der Comicverfilmungen etabliert. Dass für einzelne Charaktere aus diesem Kreis früher oder später Spin-offs produziert würden, war klar. Die erste Figur auf Solopfaden ist gleichzeitig wohl auch die beliebteste der Gruppe: Wolverine.

Hugh Jackman macht sich als Mutant mit den Krallen und dem Backenbart weiterhin sehr gut. Er bekommt eine Geschichte auf den Leib geschneidert, darf seine Muskeln spielen lassen und in den diversen Gegnern und Mitkämpfern findet sich manche Figur, die nun auch auf einen separaten Film hoffen darf. Doch erstmal muss der kleine Logan untendurch. Wir blenden zurück in seine Kindheit und lernen ihn und seinen Bruder kennen, die uns dann durch 100 Minuten Comic-Action begleiten.

Nein, wer Anspruch sucht, dürfte in X-Men Origins: Wolverine nur schwer fündig werden. Es geht primär um einen muskelbepackten Kerl, der sich meist im Unterhemd mit irgendwelchen Figuren prügelt, in der Gegend herumschreit und mit dem böse blickenden Danny Houston als "Striker" einen richtig guten Gegenspieler hat. Liev Schreiber als "Sabretooth" kriegt ebenfalls seine tollen Momente und überzeugt als Bruder mit Fangzähnen.

Natürlich werden Fans und Kenner der Geschichten rund um Wolverine die Randfiguren auch kennen. Den Spieler, den Blob oder auch "Deadpool", der aber am Schluss etwas gar verfremdet und animiert daherkommt, was halt doch einen eher lustigen, denn bedrohenden Eindruck macht.

Fazit: X-Men Origins: Wolverine ist ein lauter Actionfilm mit vielen Kämpfen und Explosionen. Nicht mehr ganz so ausgefeilt wie X-Men, aber als Start einer eigenen Reihe definitiv einen Blick wert. Wer den Film ganz zu Ende guckt, der weiss, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis Logan nach Japan geht, und eine Filmfortsetzung unumgänglich ist.

Die vorliegende Single-Disc-DVD geizt etwas mit Bonusmaterial. Wer Hintergründe, Interviews und Berichte über X-Men Origins: Wolverine sucht, dem bleibt leider nur der Griff zur exklusiveren "Extended Limited Edition". Zwar erfahren wir auch auf der normalen DVD etwas über Wolverines Hintergrund und kriegen wohl das alternative Filmende in Japan, viel mehr sonst aber nicht zu sehen. Dafür ist eine Digital Copy vom Film abrufbar, die auf allerlei Computern gespeichert werden kann.

Technisch hingegen macht X-Men Origins: Wolverine eine sehr gute Figur. Klarer und lauter Ton fetzen durch die Boxen und das Bild ist scharf, klar kontiert und sehr gut transferiert worden. Da darf man sich richtiggehend auf die Blu-Ray des Films freuen, die wohl eine noch bessere Qualität liefert.

4.0 Sterne 3.8 Sterne
4.0 Sterne (142 Bewertungen) | 5 Kommentare

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09.10.2009 / muri (Inhalt), tam (Rating)


DVD-Infos

DVD erschienen am 02.10.2009

  • Bildformat: 2.35:1 (16:9)
  • Sprachen: Deutsch (DD 5.1); Englisch (DD 5.1); Audiodeskription für Sehbehinderte (DD 5.1)
  • Untertitel: Deutsch; Englisch für Hörgeschädigte; Dänisch; Norwegisch; Schwedisch; Finnisch
  • Extras: Digital Copy; Wolverines Herkunft; Wolverine in Japan