Watchmen (2009)
Watchmen - Die Wächter
Watchmen (2009) Watchmen - Die Wächter

Nach The Day the Earth stood still folgt mit Watchmen der nächste grosse Streich von Tyler Bates. Schade nur, dass der Score nach dem ersten Stück in Belanglosigkeit absackt.
Das Album eröffnet mit "Rescue Mission" ordentlich vielversprechend. Tyler Bates mischt pompöse Perkussion mit Streichern und Chor. Das klingt ganz ordentlich und macht Lust auf mehr. Doch schon mit "Don't get too misty eyed" verfällt Bates wieder den nervtötenden Synthesizer- und Elektroklängen, die schon frühere Werke des Komponisten bald im Regal verschwinden liessen.
Ähnlichkeiten zum ersten Stück blitzen in "Silk Spectre" nochmals kurz auf und in "The American Dream" wird die Musik zu einem halben Requiem - doch auch hier hätte man sich eine Weiterentwicklung in ähnliche Richtung erhofft. Dass zu guter Letzt auch noch Auszüge des Requiems von Wolfgang Amadeus Mozart erklingen, bevor Bates mit "I Love You" den Hörer wieder entlässt, wirkt ohne die Bilder eher kontextlos.
Fazit: Tyler Bates präsentiert in Watchmen zwar gute Ideen, aber keine davon wird wirklich effizient und zufriedenstellend weiter entwickelt. Viele Stücke werden einfach ausgeblendet, was nicht gerade von grossem kompositorischem Können zeugt. So hinterlässt der Score einen faden Eindruck. Dafür ist die Song-Compilation mehr zu empfehlen.
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