Up (2009)

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Up (2009) Oben

Oder: Die Erfüllung eines lebenslangen Traums

Up

"Ich seh was, was du nicht siehst..."

Carl Fredricksen ist ein kleiner Junge, der von Abenteuern und dem Entdecken der Welt träumt. Durch einen Zufall trifft er auf das aufgeweckte Mädchen Ellie und eine Freundschaft fürs Leben beginnt. Carl und Ellie heiraten, bauen sich ein gemeinsames Zuhause auf und arbeiten beide im städtischen Zoo. Die glückliche Beziehung reicht bis ins hohe Alter, doch dann bleibt Carl nach Ellies Tod allein zurück.

Up

Der Beginn einer langen Liebe

Als rüstiger Rentner bleibt Carl nur noch sein Häuschen, seine Erinnerungen an eine schöne gemeinsame Zeit und sein lebenslanger Traum von einer grossen Reise nach Südamerika. Da er kurz davor steht, ins Seniorenheim abgeschoben zu werden, entschliesst er sich spontan, seinen Traum zu verwirklichen. Der ehemalige Ballonverkäufer bindet hunderte von Ballons an sein Haus und fliegt davon. Begleitung findet er in einem blinden Passagier, dem übergewichtigen Pfadfinderjungen Russell. Gemeinsam landen sie in Südamerika, wo sie es mit einem verrückten Wissenschaftler und einem Riesenvogel zu tun bekommen und mehr Abenteuer erleben, als sie eigentlich erwartet hatten.


Kinofilm-Rating

Pixarfilme versprechen immer Gutes, immer Neues und immer Überraschendes. Nach den letzten beiden Filmen Ratatouille und Wall-E konnte man sich nicht vorstellen, dass dieser Ideenreichtum noch getoppt werden könnte. Doch mit dem inzwischen zehnten Film zeigt sich erneut, wie wundervoll Animationsfilme sein können, wobei Up durch eine zusätzliche 3D-Version noch sehenswerter wird.

Der Film beginnt mit einer wundervollen Romanze im Zeitraffer und erzählt in zehn Minuten, wie sich Carl und Ellie als Kinder treffen, später heiraten, ein gemeinsames Leben führen, Träume haben und Rückschläge erleben müssen. Bis zu Ellies Tod vereint sie stets ihr Wunsch, einmal nach Südamerika reisen zu können. Allein diese kurze Schilderung eines Lebens ist ungemein rührend, kommt fast ohne Worte aus, wird einzig durch Musik untermalt und kann glatt als Kurzfilm für sich alleine stehen.

Danach widmet sich Up der eigentlichen Geschichte und zeigt Carl als granteligen Rentner, der sich tapfer dem Alter beugt und sich in sein Zuhause flüchtet, um die Erinnerungen an Ellie zu bewahren. Als ihm alles einfach zu viel wird, hebt er kurzentschlossen mithilfe hunderter bunter Luftballons, die er an seinem Haus befestigt, ab Richtung Paradise Falls. Die Freude, die ihm dabei im Gesicht steht, ist ansteckend, und als Zuschauer freut man sich mit Carl auf das Unbekannte. Überraschende Unterstützung findet Carl in dem aufgeweckten Russell, der Schokolade liebt und von seinen pfadfinderischen Fähigkeiten sehr überzeugt ist. Ihre Reise birgt einige Überraschungen und bringt uns viele schräge Charaktere näher. Sowohl die vielen neuen Figuren als auch Russells kindliche Naivität, verbunden mit Carls grummeligen Reaktionen, sorgen für viel Spass und gute Unterhaltung.

Dabei lebt Up nicht hauptsächlich von den Abenteuern, sondern überzeugt vor allem durch seine Figuren und deren Entwicklung. Aus anfänglicher gegenseitiger Duldung entsteht eine tiefe Freundschaft zwischen dem Rentner und dem Jungen, sie stehen füreinander ein und helfen auch den Freunden, die sie auf ihrer Reise treffen. Der Film zeichnet sich aber auch durch seine liebevollen Ideen aus, durch die vielen kleinen Elemente, die ihn sehenswert machen und die immer wieder begeistern und überraschen. Wer zudem die Möglichkeit hat, den Film in 3D sehen zu können, sollte diese unbedingt nutzen. Hier wird 3D nicht als Effekt benutzt, stattdessen wirkt die Technik ganz natürlich, so als ob sie dazugehört, und wertet den Film noch ein bisschen mehr auf.

Ein wunderbarer Film mit vielen schönen Ideen, liebenswert-schrägen Charakteren, emotionalen Momenten und für die ganze Familie geeignet.

4.6 Sterne
4.6 Sterne (141 Bewertungen) | 20 Kommentare

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25.06.2009 / jst