Transformers: Revenge of the Fallen (2009)

Transformers - Die Rache

Transformers: Revenge of the Fallen (2009) Transformers - Die Rache

Oder: Gross, grösser, Bay

Transformers: Revenge of the Fallen

Hei Ho Hei Ho

Zwei Jahre ist es nun her, seit Sam Witwicky (Shia LaBeouf) in Kontakt mit den gigantischen Robotern, den Transformers, getreten ist. Damals haben sie die üblen Burschen der "Decepticons" besiegt und deren Anführer im Meer begraben. Das Leben kann also seine normalen Wege gehen und Sam steht drum auch kurz vor dem Eintritt ins College. Seine heisse Freundin Mikaela (Megan Fox) hat er noch immer und via Webcam soll die Beziehung aufrecht erhalten werden, denn Sams College ist doch ein paar Fahrstunden von seinem Elternhaus entfernt.

Transformers: Revenge of the Fallen

Run, Sexy, Run

Als Sam aber ein Stückchen des mächtigen Steins "Allspark" aus der Jacke fällt, werden die um die Erde kreisenden Decepticons hellhörig. Zudem wird das Wissen und die Macht des Steines in Sams Hirn übertragen, was zur Folge hat, dass der gute Junge inmitten der Vorlesung anfängt, Symbole zu zeichnen, Albert Einstein einen Lügner nennt und vollkommen die Fassung verliert. Er nimmt einmal mehr Kontakt mit dem Anführer der "Autobots", Optimus Prime (Stimme von Peter Cullen) auf, der ihm bei der Entschlüsselung der Visionen helfen soll.

Transformers: Revenge of the Fallen

Bitte in Pose werfen!

Doch Optimus hat es selber nicht leicht. Zwar hat er mit einer Spezialeinheit des US-Militärs gefährliche Gegner ausfindig gemacht und vernichtet, aber die Regierung (unter Präsident Obama!) bleibt weiterhin skeptisch. Und als sich die Decepticons erneut vereinen, den scheinbar leblosen Anführer Megatron (Stimme von Hugo Weaving) wieder erwachen lassen und die Erde in Besitz nehmen wollen, muss sich Sam Witwicky einmal mehr in grösste Gefahr begeben, um zusammen mit seinen Robotern die Erde vor der totalen Vernichtung zu retten. Die Decepticons sind nämlich nur der Anfang. Weit oben wartet "The Fallen", bis seine Zeit gekommen ist. Und bis dahin ist es nicht mehr lang....


Kinofilm-Rating

Transformers brachte vor zwei Jahren die Kinoleinwände zum Beben. Michael Bay nahm dann auch kurz darauf die Fortsetzung in Angriff, die sich nun als Krawallkino der teuren Sorte präsentiert. Transformers: Revenge of the Fallen hatte ein gigantisches Budget von über 200 Millionen Dollar, und wenn man sich den Film anschaut, ist bald klar, wohin die Kohle geflossen ist. Aber reicht das, um dem tollen Vorgänger noch eine Scheibe obendrauf zu setzen? Leider nur bedingt.

Höher, schneller, weiter. Das ist das Motto dieser Fortsetzung, die von allem mehr am Start hat, als es das Original noch hatte. Schon nur die Tatsache, dass über dreimal so viele Roboter in die Schlacht ziehen, lässt erahnen, mit was für Superlativen hier gearbeitet wurde. Der "Devastator" (ein Böser...) ist beispielsweise so gross wie zehn Häuser und schlägt mit fast 400 Meilen/Stunde auf die Pyramiden ein. Dies nur so als Info...

Wo wir grad dabei sind. Pyramiden? Richtig. Die Story fängt zwar im guten alten Amerika an, verschiebt sich aber für das grosse Finale in die Wüste, wo wir aufwändige und imposante Bilder von kämpfenden Maschinen zu Gesicht bekommen. Das ist ein Fest für die Augen (und für die Ohren, der Film ist sehr laut) und wird die Fans solcher Abbruchfilme begeistern. Darunter leiden, einmal mehr, die Charaktere und die Geschichte.

Jungstar Shia LaBeouf (Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull) macht seine Sache zwar nicht schlecht und hat ein paar witzige und sympathische Szenen zu bieten, hat aber Mühe, gegen die Übermacht der Roboter zu bestehen. Megan Fox hat eigentlich nur eine Aufgabe in diesem Film: sexy aussehen. Und den erledigt die Dame mit grösstmöglichem Erfolg... Erwähnenswert ist sicherlich noch die Rolle von John Turturro (You don't mess with the Zohan), der die meisten Lacher auf seiner Seite hat.

Den Rest der Menschen kann man getrost vergessen. Ein nerviger Sidekick, ein leider überflüssiger Rainn Wilson (Juno), sowie oberflächliche Militärköpfe werden en masse geboten. Auch bei den Maschinen gibts Abzug für nervige, Hollywood-Ghetto-Slang sprechende Zwillinge und die kleinen Viecher, die so gar nicht in den Film passen wollen.

Fazit: Wer von einem Film wie Transformers: Revenge of the Fallen Tiefe, Inhalt und Anspruch erwartet, darf sich das Geld fürs Kinoticket getrost sparen. Hier werden lautes Getöse, mehr oder minder glatte One-Liner und viel Abbruch in einer Qualität (und Lautstärke) geboten, dass sich die grossen Jungs daran erfreuen, ohne dass sie ihr Hirn auch nur ansatzweise einschalten müssen. Ein Sommerblockbuster, wie er im Handbuch steht. Auch wenn er schlussendlich etwa eine halbe Stunde zu lang geworden ist.

4.6 Sterne
4.6 Sterne (183 Bewertungen) | 79 Kommentare

4.0 Sterne4 von 0.0-6.0
23.06.2009 / muri