Terminator Salvation: The Machinima Series (2009)
Terminator Salvation: The Machinima Series (2009)
Oder: That's no way to win a War
2016 - der Tag des Jüngsten Gerichts hat das Antlitz der Erde für immer verändert, was für Milliarden Menschen das Ende ihrer Existenz bedeutet hat. Die Überlebenden haben sich inzwischen entweder unter die Erde in Tunnels verkrochen oder sich dem Widerstand angeschlossen, der einen schier hoffnungslosen Krieg gegen die Killermaschinen von Skynet führt. Blair Williams (Moon Bloodgood) gehört zu diesem Widerstand. Allerdings hat die wortkarge und in sich gekehrte Kriegerin schon so viel verloren, dass sie kaum noch weiss, warum oder für wen sie diesen Krieg überhaupt noch führt.
Doch dies macht sie zur idealen Kandidatin für sehr schwierige und anspruchsvolle Missionen. Auf einem von diesen Aufträgen ist sie auch jetzt unterwegs. Da die Widerstandskämpfer primär mit Guerilla-Taktiken arbeiten, sind sie auf kleine Nester angewiesen, welche nur überleben können, indem sie untereinander in Kontakt stehen. Dieser Kontakt wurde in letzter Zeit jedoch des öfteren unterbrochen, was auch zum Tod von vielen Widerstandskämpfern geführt hat. Deshalb muss Blair jetzt die Quelle dieser Unterbrüche finden und wenn nötig ausschalten. Doch was als simple Mission beginnt, wird für Blair den entscheidenden Augenöffner herbeiführen, denn hinter der als Ghost getauften Anomalie versteckt sich etwas, was ihr Leben verändern wird.
DVD-Rating
Terminator Salvation kam als der grosse Blockbuster 2009 in die Kinos und siedelte die Handlung endlich nach dem Tag des jüngsten Gerichts an. Es bestand die Hoffnung, endlich mehr über Skynet, die Maschinen und das Leben nach dem Tag des jüngsten Gerichts zu erfahren - jedenfalls mehr als in den jeweils eingespielten Dreiminuten-Schnippseln der vorherigen Teile. Leider blieben diese Erwartungen unerfüllt. Der Film drehte sich primär um die neu kreierte Figur Marcus Wright, liess jede andersweitige Charakterentwicklung links liegen, und es blieb primär eine gehetzte, recht eindrückliche aber ansonsten oberflächliche Materialschlacht. The Machinima Series entstand parallel dazu auf der Basis der Game-Engine, welche für das Game Terminator Salvation benutzt wurde und ist die erste offizielle Produktion dieser Art.
Natürlich waren die Erwartungen an die sechsteilige Serie entsprechend hoch, da man sich hier - während im Kinofilm der ganze Krieg der Menschheit gegen Skynet gestemmt werden musste - voll auf die stille Kriegerin Blair Williams und deren Entwicklung konzentrieren konnte. Dabei erhält die würdige Nachfolgerin von Sarah Connor - welche im Kinofilm kaum zum Zug gekommen ist - zwar genügend Zeit, wieder einen Sinn im Krieg zu finden, doch trotz allem haben es die Produzenten aber verpasst, die grosse Überraschung abzuliefern. In den sechs Episoden wird primär erzählt, wie der Widerstand an das Signal kommt, mit dem man die Maschinen ausschalten kann (was bereits im Kinofilm einiges anders gelöst wurde) und was für eine Rolle Blair dabei spielt. Doch neben ein paar gut geschriebenen Monologen und weiteren kurzen Einblicken, wie das Leben in der Zukunft so ist, wird lediglich das geboten, was bekannt ist, oder bereits gezeigt wurde.
Fazit: The Machinima Series ist in dieser Form auf dem offenen Markt wohl die erste Produktion ihrer Art. Im Gegensatz zu den ähnlich produzierten Roughnecks Chronicles von Starship Troopers, verpassen sie es aber interessante oder abwechslungsreiche Geschichten zu erzählen und zeigen in den 70 Minuten Dauer kaum mehr viel Geballere und Action, die man in dieser Form aber bereits gesehen hat. Die Saga wird kaum erweitert, die Grafik wirkt oft sehr verpixelt, und da die die Maschinen sowieso immer daneben ballern, reisst es auch kaum mit. Daher ist das Ganze als Experiment wohl gelungen, doch inhaltlich ist es enttäuschend und wohl nur Komplettisten zu empfehlen. Da kann Sarah Connor Chronicles einiges mehr bieten.
Die DVD ist eine sehr spartanische Angelegenheit. Neben den sechs Episoden, die in zum Teil in recht verpixelter Qualität geliefert werden, gibt es nur zwei kurze Bonusdokumentationen. Eine über die Entstehung der Serie und eine, welche sich spezifisch um die Figur Blair Williams dreht. Beide geben sicher interessante Hintergrundinformationen, doch insgesamt wird auch hier mehr Bla als Inhalt geboten.
![]()
2.8 Sterne (4 Bewertungen) | 0 Kommentare
DVD-Infos
- Bildformat: Widescreen 1.85:1 (Anamorph)
- Sprachen: Englisch (DD 5.1)
- Untertitel: Englisch
- Extras: Making-of, Charakterprofil Blair Williams



