Street Fighter: The Legend of Chun Li (2009)
Street Fighter: The Legend of Chun Li (2009)
Oder: Game over!
Der Geschäftsmann Bison (Neil McDonough) ist ein hinterhältiger Sack, der sich Grundstücke auf brutale Weise unter den Nagel reisst, sich damit eine goldene Nase verdient, gut prügeln kann und den Vater einer Konzertpianistin namens Chun-Li (Kristin Kreuk) entführt hat. Als das Mädel sich erwachsen genug fühlt, verlässt sie die heimschen Mauern und somit auch das Leben im Luxus und geht zurück zu ihren Wurzeln. Genau in das Gebiet, das Bison sich als nächstes erwerben will.
Chun-Li wird auf ihren nächtlichen Streifzügen auf einen scheinbar Obdachlosen aufmerksam, der in einer Nebenstrasse verprügelt wird. Sie setzt ihre gesamte Kampfkunst ein, vetreibt die Schläger und fällt total ausgezerrt und ohnmächtig zu Boden. Das vermeintliche Opfer entpuppt sich als weiser Kampf-Meister Gen (Robin Shou), der einer Organisation angehört, die sich Bison in den Weg stellen wird. Er nimmt die junge Dame unter seine Fittiche und das grosse Training beginnt. Denn Chun-Li hat nur eins im Sinn: Rache an Bison und seinen Schergen. Und dazu hat sie früher die Möglichkeit, als ihr das lieb ist.
DVD-Rating
Während wir uns alle an Street Fighter erinnern können und auch heute noch darüber grinsen, was uns da für ein Quatsch vorgesetzt wurde, kommt nun ein weiterer Teil der Geschichte. Street Fighter: The Legend of Chun-Li versucht die Story eines jungen Mädchens auf dem Rachetrip zu vermitteln, das sich gegen eine Horde prügelnder Männer kämpft und dann im gross angelegten Finale ihre Rache bekommt. Und das unter der Regie des Mannes, der uns schon mit Doom bewies, dass er von Videospielverfilmungen nur geringe Ahnung hat.
In der Hauptrolle treffen wir auf eine alte Bekannte. Kirstin Kreuk aus Smallville zeigt, dass sie physisch ein paar schöne Moves drauf hat, aber mimisch überhaupt nicht gefordert wird und sich mit lächerlichen Dialogen rumschlagen muss. Das Gleiche gilt übrigens auch für Robin Shou (Mortal Kombat), der allerdings auch erst auf den zweiten Blick zu erkennen ist. Chris Klein (Rollerball) und Moon Bloodgood (Terminator Salvation) dürfen nicht mal das. Ihre Parts sind sowas von überflüssig, dass man sich fragen darf, was da die Verantwortlichen geritten hat, diese Charaktere zu platzieren.
Was nun also noch bleibt, sind die Bösewichte. Leider können wir uns hier nicht auf farbenprächtige Kämpfer freuen, die es ja im Spiel und im Originalfilm massenweise hatte. Michael Clarke Duncan (Armageddon) ist zwar gross, stark und besitzt einen coolen Namen (Balrog), bleibt aber ebenso im Hintergrund wie "Vega", der andere bekanntere Kämpfer. Und auch Bison Neil McDonough (Walking Tall) hat im Vergleich zur damaligen Darstellung des leider verstorbenen Raul Julia viel von seinem Charisma verloren und ist ein Bad Guy von der Hollywoodstange.
Fazit: Street Fighter: The Legend of Chun-Li ist eine richtige Gurke geworden, die weder gross Spass macht, noch auf die bekannten Figuren des Game-Universums zurückgreift. Es ist ein hundskomuner Actionfilm, in dem die Charaktere unausgearbeitet und oberflächlich daherkommen und die wenigen Prügeleien ungenügend animiert und choreographiert worden sind. Kein Wunder, wollte diesen Film niemand im Kino sehen, denn auch auf DVD gehört er zu den ganz Schwachen.
Natürlich darf bei einer solchen Game-Adaption auch der Vergleich mit der Daddelkiste nicht fehlen. In einem kleinen Report über das Game und die Umsetzung der Figuren für die Leinwand wird dieses Thema behandelt. Ansonsten kriegen wir viele Promo-Interviews mit gut aufgelegten Stars zu sehen und natürlich wird das Hauptaugenmerk auf die Figur der Chun-Li gesetzt, die ja schon im Game eine sooo vielschichtige Figur war...
Technisch macht Street Fighter: The Legend of Chun-Li nicht viel falsch, kann aber bei den dunklen Szenen und den schnellen Schnitten nicht besonders erfolgreich punkten. Tonmässig gibts Passables zu hören, wenn auch nur eine einzelne, deutsche, Unteritelspur anzuwählen ist.
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2.0 Sterne (17 Bewertungen) | 4 Kommentare
DVD-Infos
DVD erschienen am 14.08.2009
- Bildformat: 2.35:1 / Widescreen
- Sprachen: Deutsch (DD 5.1); Englisch (DD 5.1)
- Untertitel: keine
- Extras: Wie man zum Street-Fighter wird; Die Legende wird lebendig; Deleted Scenes; Interviews; Trailershow



