Secret Services (2009)
Secret Services (2009)
Oder: Franzose ohne Hose
Bei Hildegard (Verena Leitner) und Waldo (Manfred Sarközi) ist die Luft raus. Er ist stets auf Geschäftreise, sie sehnt sich nach dem Eheleben. Als der Gatte dann auch jetzt noch verreisen muss, schnappt sie sich die Zeitung und bestellt sich einen Callboy.
Nebenan ist der Franzose Albert (Alexander E. Fennon) neu eingezogen und findet vor seiner Tür einen Blumenstrauss, der wohl nicht für ihn bestimmt war. Dummerweise schliesst sich der Schussel auch noch aus und steht nun mit dem falschen Strauss vor der Tür und Hildegard öffnet die ihrige. Natürlich ist sie vom Franzosen begeistert. Das ging aber flott mit dem Service...
Albert wird in die Wohnung gezogen und Hilde setzt zur Verführung an. Dass der arme Kerl damit total überfordert ist, sich nicht mitteilen kann und dann auch noch der echte Callboy auftaucht, macht die Sache nicht einfacher. Zumal auch der Gatte bald mal an der Tür klingelt....
Kinofilm-Rating
Vlado Priborsky konnte bereits vor ein paar Jahren mit Sophie überzeugen, einem Kurzfilm, der in zwanzig Minuten eine Geschichte erzählen konnte und dabei noch für heimischen Grusel sorgte. Nun hat sich der Mann einem neuen Genre angenommen. Der Komödie. Secret Services ist kurz, knackig und bringt gute Laune. Jedenfalls anfänglich.
Die Story kommt wie ein "Schwank" auf Theaterbühnen daher. Lustige Momente, viel "Tür-Action", Personen in unmöglichen Situationen, Verwechslungen, Figuren am Verstecken und natürlich viel Gestaune bei den Figuren. Vor allem zu Beginn macht der Film einen richtig guten Eindruck. Der Titelspann ist hochprofessionell, die Ausgangslage wird schnell klar, und durch die Darsteller Verena Leitner und Alexander E. Fennon wird lustige Laune in die gute Stube getragen.
Spätestens beim Auftritt des richtigen Callboys geht die Unterhaltung dann aber etwas flöten. Es wird hektisch, unübersichtlich, und die einzelnen Charaktere können ihre Stärken nicht mehr optimal ausspielen. Das etwas überladene Finale ist dann auch die logische Konsequenz eines Filmes, der aber trotz allem einen angenehmen und unterhaltenden Eindruck macht.
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