Paintball (2009)
Paintball (2009)
Oder: Gummi gegen Blei
Sie sitzen im Innern eines Trucks, haben die Tarnkleider an, die Schuhe geschnürt und die Waffen geladen. Die Gruppe Abenteurer, die heute den Adrenalin-Kick sucht, will das mittels "Paintball" machen. Sie werden instruiert, ihre Rollen in der Gruppe werden festgelegt, und schon öffnet sich die Tür zur Wildnis. Verschiedene Fahnen müssen erreicht werden, Inhalte von Koffern geschnappt, und wer am Schluss am meisten Teile hat, gewinnt. Die grüne Gruppe gegen die Orangen. Das Spiel kann beginnen.
Bald schon ist die erste Fahne im Visier und auch die ersten Blutspritzer folgen. Moment mal, Blut beim Paintball? Genau, denn während unsere Stadtabenteurer mit gelben und grünen Kügelchen ballern, hat sich ein Jäger im Waldgebiet eingefunden. Und der sieht mittels Wärmelampe alles und schiesst mit blauen Bohnen. So wird das erhoffte Spasswochenende zum tödlichen Überlebenskampf, denn der stille Jäger kennt keine Gnade...
DVD-Rating
Wer schon einmal den "Kick" gesucht hat, kennt "Paintball": einen glatten, aber doch etwas schmerzhaften Zeitvertreib mit allem Drum und Dran. Dass über diese Art des Spiels ein Thriller produziert werden könnte, ist eigentlich schon länger erwartet worden. Mit Paintball ist nun so ein Film auf dem Markt, und der lässt sich ganz schön Zeit mit dem Gruseln...
Regisseur Daniel Benmayor lässt seine Protagonisten hinter Schutzbrillen und Helmen verstecken, so dass man keine Chance hat, eine Art Beziehung zu den Figuren aufzubauen. Die Charaktere bleiben dann auch schön an der Oberfläche und haben physische Arbeiten zu erledigen. Rennen, springen, schiessen oder schreien stehen an der Tagesordnung, während der Killer sich anfänglich schön zu verstecken weiss. Dass die Story schlussendlich aufgelöst wird, ist genügsam und auch interessant, zumal gegen Ende der knapp 90 Minuten die Dramatik rasant zunimmt. Mehr über die Hintergründe zu verraten, wäre aber nicht richtig...
Paintball wird vielfach mittels Handkamera erzählt und spart mit ekligen Szenen nicht. Meist werden die richtig bösen Momente aber durch die Wärmebrille des Killers gefilmt, so das es mit dem Blutverschleiss doch nicht so schlimm ist. Trotzdem, der rote Saft ist ständiger Begleiter unserer Hobbysoldaten.
Fazit: Paintball hat seine interessanten Momente leider erste gegen Ende des Films. Vorher wird einfach eine Schar anonymer Leute durch einen Wald gejagt und beschossen. Und das auf recht simple und uninspirierte Art. So wie die letzen 10 bis 15 Minuten hätte der Film über die ganze Dauer sein sollen. Dann hätte es geklappt. So bleibt's dabei, dass man Paintball lieber selber mal spielen soll, anstatt sich diesen Film anzuschauen.
Spanischkenntnisse sind von Vorteil, wenn man beim Bonusmaterial auf das Making-of klickt. Regisseur und Darsteller lassen ein bisschen hinter die Kulissen blicken, und mit der B-Roll geht's auch mal etwas näher ans Eingemachte. Nett und sogar ein wenig informativ, aber nicht der grosse Wurf. Technisch ist Paintball passabel geglückt, auch wenn die Aufnahmen der Handkamera nicht immer über alle Zweifel erhaben sind. Zudem fehlen Untertitelspuren, was das Gucken unter Umständen auch etwas mühsam macht, denn die deutsche Synchro ist ein bisschen emotionslos geworden.
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DVD-Infos
DVD erschienen am 10.12.2010
- Bildformat: 2.35:1 (16:9)
- Sprachen: Deutsch (DD 5.1); Englisch (DD 5.1)
- Untertitel: Keine
- Extras: Trailer: Making-of (Spanisch); B-Roll



