Night at the Museum 2: Battle of the Smithsonian (2009)
Nachts im Museum 2
Night at the Museum 2: Battle of the Smithsonian (2009) Nachts im Museum 2
Oder: Klappe die Zweite in Washington
Larry Daley (Ben Stiller) arbeitet inzwischen nicht mehr als Nachtwächter im New Yorker Naturkundemuseum, sondern ist erfolgreicher Geschäftsmann seiner eigenen Erfindungen. Richtig zufrieden ist er mit dem Job jedoch nicht. Bei einem Besuch seiner alten Arbeitsstätte erfährt er, dass ein Grossteil der Exponate in die Archive des Smithsonian in Washington verlagert werden sollen. Larrys Museumsfreunde gelten als altmodisch und sollen durch virtuelle Hologramme ersetzt werden. Kurz nach dem Umzug erhält Larry einen Hilferuf seines Cowboyfreundes Jedediah (Owen Wilson).
Die magische Tafel Ahkmenrah erweckt auch im neuen Domizil Figuren zum Leben, unter ihnen auch den übellaunigen ägyptischen Herrscher Kahmunrah (Hank Azaria). Larry reist seinen Freunden zu Hilfe und bekommt es nicht nur mit dem Pharao, sondern auch mit anderen Bösewichten wie Iwan dem Schrecklichen (Christopher Guest), Al Capone (Jon Bernthal) und Napoleon (Alain Chabat) zu tun, die mit Hilfe der magischen Tafel die Weltherrschaft an sich reissen wollen. Unterstützt wird er dabei durch die Fliegerpionierin Amelia Earhart (Amy Adams). Gemeinsam versuchen sie, die Ordnung im Museum wieder herzustellen.
Kinofilm-Rating
Vor drei Jahren präsentierte Regisseur Shawn Levy mit Night at the Museum eine spritzige Komödie, die den Zuschauer auf eine Reise quer durch die zum Leben erweckte Museumsgeschichte führte. Der grosse Publikumserfolg liess bereits erahnen, dass ein Sequel folgen muss. Da die Idee des Drehbuchs im Original bereits ausgiebig abgegrast wurde, kann die Fortsetzung nur eins bedeuten: Sie muss durch noch mehr Action, Figuren und Gags punkten, um den Zuschauer unterhalten zu können.
Leider merkt man recht schnell, dass der Story auch im zweiten Teil nicht sonderlich viel Aufmerksamkeit gewidmet wird. Die Wundertafel ist einmal mehr nur Mittel zum Zweck, um noch mehr Charaktere zum Leben zu erwecken und sie gegeneinander antreten zu lassen. Darauf beschränkt sich im Grunde dann auch die Rahmenhandlung des Films, die deshalb nur schleppend in Fahrt kommt. Erst nachdem sich der Plot in die Archive des Washingtoner Museums verlagert hat, gibt es die ersten unterhaltsamen Momente.
Levy setzt stark auf Slapstick und Klamauk und gibt dadurch insbesondere Ben Stiller die Möglichkeit, sein Talent voll auszuschöpfen. Stellenweise gibt es überraschend gute Situationskomik und witzige Dialoge, die bei weitem besser sind als im Original. Levy bringt viele neue Charaktere ins Spiel, von denen einige nur einen Kurzauftritt haben und lediglich wie ein nettes Gimmick gesehen werden können. Dazu zählen leider auch die drei Kontrahenten um den Gangster Al Capone, von denen man weit mehr erwartet hätte. Dagegen ist die Figur der Pionierin Amelia eine wahre Belebung des Films, denn Amy Adams gelingt es, ihrem Charakter viel Natürlichkeit und Frohsinn zu verleihen. An der Seite Stillers zeigt Adams ein bisher eher verkanntes komödiantisches Talent.
Ein grosses Plus des Originals waren die vielen Verfolgungsjagden durch die Museumskorridore. Zwar bleibt die Fortsetzung hier ein wenig hinter dem Vorgänger zurück, kann dafür aber durch zahlreiche überzeugende Animationen der Figuren punkten. Alles in allem bietet Night at the Museum 2 nur einen lauen Nachfolger. Wenn man sich jedoch darauf einlässt, erwartet einen kindertaugliches Popcornkino ohne grossen Anspruch, welches schnell wieder vergessen ist.
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