Laid to Rest (2009)

Laid to Rest (2009)

Oder: Es trägt eine Maske und lange Messer... das muss Jason sein!

Laid to Rest

Grosi, sieh, was geschieht, wenn du einfach losläufst!

Ein Mädchen (Bobbi Sue Luther) schlägt die Augen auf und sieht erst mal nichts ausser der Innenseite einer gut gepolsterten Kiste. Mit Schrecken stellt sie fest, dass sie sich in einem Sarg befindet und bricht in Panik aus. Mit Mühe kann sie sich schliesslich daraus befreien und taumelt in eine kleine Aufbahrungshalle. Nach einigem Suchen führt die einzig offene Türe in den Leichenbehandlungssaal, wo wiederum, ausser einem grünen, sterilen Operationssaal nur wieder verschlossene Türen auf sie warten. Dies soll sich jedoch bald ändern, denn der Totengräber kommt in die Kapelle und befreit sie aus dem kalten Operationssaal. Viel weiter als bis zum Öffnen der Türe kommt er aber nicht, denn in dem Moment wird er von einem Mann mit einer silbernen Maske aufgeschlitzt.

Laid to Rest

Bist du bereit für deine Nahaufnahme?

Nach einem kurzen Kampf mit dem bald als Chromeskull benannten Mann kann das Mädchen schliesslich entkommen und flieht aus der Kapelle. Barfuss und ohne Erinnerung, wer sie ist, wird sie schliesslich von Tucker (Kevin Gage) aufgegriffen. Da die Polizeistation zu weit entfernt ist, nimmt er sie zu sich nach Hause. Dort will er sie aufpäppeln und am nächsten Morgen zum Sheriff bringen. Doch so weit wird es nicht kommen, denn der Mann mit der silbernen Maske hat sie eingeholt und ermordet gnadenlos Tuckers Frau. Werden Tucker und das Mädchen ohne Gedächtniss Chromeskull entkommen können oder werden sie eines seiner vielen Opfer? Ein gnadenloser Kampf ums Überleben beginnt.


DVD-Rating

Seit den Achtzigerjahren grassiert das Slashergenre im Horrorbereich und hat uns seither mit einigen Kultfilmen, aber auch mit viel Schrott beglückt. Laid to Rest ist zwar nicht ganz das Letztere, doch es ist zu bezweifeln, dass er jemals Kultstatus erreichen wird, denn dazu gibt es doch zuviele Punkte, bei denen er auf Tauchgang geht. Doch als Gesamtpaket kann er sich durchaus sehen lassen, denn mit Chromeskull wird ein ordentlicher Killer geboten, was bei solchen Streifen, neben einigen Gore-Szenen, immer das Wichtigste ist.

Von der Handlung her legt Laid to Rest bereits im Intro los und pflastert den Bildschirm schon in den ersten Minuten mit aufgeschlitzten Mädels und viel Blut zu. Auch wenn danach der Blutzoll etwas abnimmt, versteht Regisseur Robert Hall - der nach viel Special-Effects-Einsätzen hier seinen zweiten Film abliefert - sein Geschäft sehr gut und weiss, wie man hässliche Bilder auf die Leinwand zaubert. Dies wird natürlich ausgekostet, weshalb klar zu sagen bleibt, dass diejenigen, die auf düstere Bilder und viel Blut aus sind, mit sehr gutem Material beliefert werden. Wer allerdings auch noch Anforderungen an Story, Schauspieler und Spannung hat, der wird von Laid to Rest weniger begeistert sein, denn da öffnen sich Abgründe, welche die Wertung des Filmes arg drücken.

Die grössten Schwächen von Laid to Rest finden sich bei den Schauspielern sowie bei der Erzählgeschwindigkeit. Viel zu oft wird einfach herumgetrödelt, lange über irgendetwas Dämliches diskutiert, und da die Dialoge auch nicht gerade die besten Ergüsse sind, ist der Nerv-Pegel bereits angehoben. Doch etwas Warten sowie sinnloser Bla ist nichts gegen die grottigen Schauspieler, die hier aufgefahren werden. Während Kevin Gage sowie Lena Headey und Thomas Dekker, aus The Sarah Connor Chronicles, zwar noch gute Leistungen bringen, gehen Hauptdarstellerin Bobbi Sue Luther sowie der obligatorische Pesudo-Geek Sean Whalen bis an die Schmerzesgrenze und machen viele Szenen zur Qual. Allerdings kann man so auch das Wirken von Chromeskull ganz gemütlich geniessen, da kaum Sympathien bei den Opfern sind.

Fazit: Laid to Rest wird das klassische Achtzigerjahre-Slasher-Genre weder revolutionieren, noch als Hammerstreifen in die Geschichte eingehen. Dennoch kann er mit Chromeskull einen eindrücklichen Killer bieten, und dank viel Blood and Gore macht das Ganze zeitweilig durchaus Spass. Die grosse Überraschung bleibt jedoch aus, denn dazu sind die Handlung sowie die Schauspieler einfach zu schlecht.

Die DVD liefert den Film in einer überraschend guten Qualität für eine Independent-Produktion, doch das liegt wohl auch daran, dass in High Definition gedreht wurde. Im Bonusmaterial haben sich die Macher übertroffen und bieten nicht nur Audiokommentar, sondern auch zwei lange Dokumentationen über den Film und die Special Effects, welche sehr sehenswert sind.

3.6 Sterne 4.0 Sterne
3.6 Sterne (4 Bewertungen) | 0 Kommentare

3.53.5
29.04.2009 / db


DVD-Infos

  • Bildformat: Widescreen 1.78:1
  • Sprachen: Englisch (DD 5.1)
  • Untertitel: Englisch
  • Extras: Audiokommentar mit Regisseur und Produzent; Making of Laid to Rest; Die Special Effects; Deleted Scenes; Bloopers; Trailer