Invictus (2009)

Invictus - Unbezwungen

Aufpassen, Herren!

Nelson Mandela (Morgan Freeman) wird nach knapp 30-jähriger Haft aus dem Gefängnis entlassen und spricht kurz danach vor einer enormen Masse von Menschen. Die Differenzen zwischen Schwarz und Weiss sollen aufhören, denn unter der Sonne Südafrikas seien alle Menschen gleich. Jahre später wird Mandela zum neuen Präsidenten Südafrikas gewählt und muss seine schönen und mahnenden Worte in die Tat umsetzen. Die Unterschiede zwischen den gesellschaftlichen Schichten des Landes sind noch immer gigantisch, was Mandela während des Besuchs eines Rugbyspiels zu einem riskanten Zug veranlasst.

Die "Springboks", so heisst die Rugbynationalmannschaft Südafrikas, werden vom weissen Teil des Landes unterstützt, während die gegnerischen Engländer ihre Fans in den Reihen der Schwarzen haben. Mandela will, dass sich die Rassen vereinen und gemeinsam ein Team unterstützen, das den Stolz und den Glanz des Landes in die Welt hinaustragen soll. Er lädt den Captain des Teams, Francois Pienaar (Matt Damon), zum Tee ein und weiht ihn in seinen Plan ein. Immerhin stehen die Weltmeisterschaften vor der Tür, und das Land soll mit ganzem Herzen und aller Energie vereint hinter der Mannschaft stehen.

Die Springboks jedoch sind nicht unbedingt das beste Rugbyteam der Welt, sondern werden beim kommenden World Cup allerhöchstens als Ausseinseiter gesehen. Mandela jedoch gibt nicht auf, Werbung für seine Idee und für sein Land zu machen und sieht die Mannen rund um Pienaar plötzlich eine Euphorie entfachen, wie es das gebeutelte Südafrika braucht. Aber ist das genug, um aus dem grossen Rassenproblem eine vereinte Nation zu machen?

Text: OutNow.CH (muri)


Unsere Kritiken

5.5 Sterne 

» Filmkritik


Bilder zum Film

Dieses Bild ansehen
Dieses Bild ansehen
Dieses Bild ansehen
Dieses Bild ansehen
Dieses Bild ansehen

» alle Bilder auflisten


Film-Informationen

Deutscher Titel: Invictus - Unbezwungen

Drehort: USA 2009
Genres: Biografie, Drama, History, Sport
Laufzeit: 134 Minuten

Kinostart: 18.02.2010
Verleih: Warner Bros. Switzerland

Regie: Clint Eastwood
Drehbuch: Anthony Peckham, John Carlin (Buch "Playing the Enemy: Nelson Mandela and the Game that Made a Nation")
Musik: Kyle Eastwood, Michael Stevens

Darsteller: Morgan Freeman, Matt Damon, Tony Kgoroge, Patrick Mofokeng, Matt Stern, Julian Lewis Jones, Adjoa Andoh, Marguerite Wheatley, Leleti Khumalo, Patrick Lyster, Penny Downie, Sibongile Nojila, Bonnie Mbuli, Shakes Myeko, Louis Minnaar, Danny Keogh, Dan Robbertse, Robin Smith, David Dukas, Grant Swanby

» The Internet Movie database (IMDb)


Kommentare zum Film

Kommentar schreiben

Du musst dich einloggen oder registrieren um einen Kommentar zu schreiben.

7 Kommentare

irgendwie hatte ich zu hohe erwartungen an den streifen, weshalb ich schon ein bisschen enttäuscht bin. im bereits oben erwähnten vergleich mit remember the titans zieht invictus m.e. einfach den kürzeren. vielleicht bin ich zu verwöhnt mit klasse streifen von eastwood - wer weiss... wohlverstanden: morgan freeman ist klasse und die erzählweise der geschichte hat auch ihre highlights. aber matt damon z.b. - wie gut er mir in anderen filmen gefällt - finde ich fehlbesetzt.
sicher ein solider film, aber für eastwoodverhältnisse doch ein bisschen zu wenig.

Bööööhh, viele, viele Hollywoodklischees, hübsch angerichtet... ganz nett, das alles. Aber wirklich nicht mehr.

Die erste Stunde war ganz amüsant & spannend... dann flacht der Film deutlich ab. Es geht nur noch um Rugby.
Der Film erinnert mich an den Football Film, wo man Schwarze und Weisse zusammenbrachte... weiss den Namen nicht mehr... ich glaube "Remember the Titans" (Gegen jede Regel) hiess der Streifen.

Persönlich halte ich Mandela einfach nur für einen Verbrecher und finde es (wie bei Che) ziemlich peinlich, darüber noch einen Huldigungsfilm zu drehen.

Der Film ist durchaus sehenswert, doch irgendwie hätte ich lieber die Dokumentarfilm Version gesehen.
Es ist zwar super überhaupt einen Film über die Ereignisse von 1995 zu haben, der hilft die Geschichte von Südafrika besser zu verstehen.
Morgan Freeman ist wie immer fantastisch und als Nelson Mandela sehr überzeugend und beeindruckend. Ausserdem liebe ich Rugby und finde die Verbindung mit der damaligen Politik durchaus interessant. Auch erwärmte ich mich mit der Zeit Matt Damons mit seinem fast lächerlichen südafrikanischen Akzent. Trotzdem war der Film viel zu Amerikanisch, zu flach, zu konstruiert und deswegen nicht wirklich bewegend und glaubwürdig.

Bilder von der Premiere in Zürich

» check it out