Infestation (2009)

Infestation (2009)

Oder: Six-legged Freaks!

Infestation

*Staun*

Ein ganz normaler Arbeitstag im Büro für den faulen Witzbold Cooper (Chris Marquette): Kaffee, Zeitung, Blödeleien mit den Mitarbeitern. Doch dann verliert er plötzlich das Bewusstsein, erwacht in einem spinnennetzartigen Kokon und erbricht übelriechenden Schleim. Den Arbeitskollegen scheint es nicht besser gehen. Cooper weckt sie aus ihrem Kokon-Schlaf auf und siehe da, der Blick aus dem Fenster bietet Unheimliches.

Draussen summt und brummt es: Riesige Käfer fliegen und krabbeln durch die Strassen. Die Aufgeweckten würden gerne ihre Angehörigen aufsuchen, doch da Coopers Vater, ein Ex-Offzier, einen sicheren Bunker in seinem Keller hat, beschliesst die Gruppe, der Quasselstrippe zu folgen. Unterwegs werden sie noch einige der tödlichen Kreaturen antreffen und einige, schleimige Hindernisse überwinden...


Film-Rating

Gekrabbel im Kino ist nichts Neues: Ob in Them!, Starship Troopers oder Mimic; Hollywood hat Freude an den Riesenkäfern. Infestation folgt dem gängigen B-Moviemuster der Insekteninvasion und kann sicher als Hommage an diese angesehen werden. Zu keiner Zeit nimmt sich die Horrorkomödie ernst und erinnert in ihrem Stil stark an Eight Legged Freaks. In dieser augenzwinkernden Art finden sich sowohl die Stärken als auch die Schwächen von Kyle Rankins Insektengetummel.

Mit Chris Marquette (Fanboys) wurde Cooper als neurotische, verkrampft lustige Kasperlefigur besetzt. Zu Beginn mögen seine Sprüche und Unsicherheiten witzig und erfrischend für diese Art Film sein, doch der Junge sägt nach einer Weile schon ziemlich an den Nerven des Publikums. Der Rest der Darstellerriege spielt die Pappkartonklischeefiguren angemessen selbstironisch, doch trotz Überzeichnung ermüden die vielen Klischees zunehmend.

Für B-Movie Fans dürfte Infestation ein gefundenes Fressen sein. Die Käfer sind liebevoll gemacht, die Action mitreissend und der Plot gradlinig wie ein Lineal. Mit seinen anderthalb Stunden Laufzeit vergeht die Zeit schnell genug, um durchgehend zu unterhalten. Doch hängen bleibt nichts. Nettes "Fast Food"-Kino eben: Schmeckt immer gleich, ist am nächsten Tag vergessen und doch gönnt man sich wieder und wieder einen Bissen.


OutNow.CH:

Bewertung: 3.03

 

13.07.2009 / ma

Community:

Bewertung: 3.6 (15 Bewertungen)

 

 

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