Hotel for Dogs (2009)

Das Hundehotel

Hotel for Dogs (2009) Das Hundehotel

Oder: Mami, ich will auch so einen!

Hotel for Dogs

TKKG?

Seit drei Jahren werden die 16-jährige Andi (Emma Roberts) und ihr 11-jähriger Bruder Bruce (Jake T. Austin) von einer Pflegefamilie zur nächsten geschoben. Der engagierte Sozialarbeiter Bernie (Don Cheadle) bringt die Geschwister schliesslich beim schrulligen, unfreundlichen Rockerpärchen Lois (Lisa Kudrow) und Carl Scudder (Kevin Dillon) unter. Andi und Bruce wissen, dass dies ihre letzte Chance ist, denn sollte es mit dieser Pflegefamilie nicht klappen, müssen die beiden unweigerlich getrennt werden.

Hotel for Dogs

Klassentreffen '98

Da die Scudders keine Haustiere erlauben, müssen Andi und Bruce ihren Hund Friday immer wieder vor den Pflegeeltern verstecken. Das Problem löst sich aber, als Hund und Besitzer per Zufall in ein verlassenes Hotel geraten, in dem zwei Hunde wohnen, die sich auch gleich mit Friday anfreunden. Gemeinsam mit einigen Freunden beginnen die Geschwister nun, alle Streuner der Stadt aufzusammeln und ihnen im Hotel ein prachtvolles Zuhause aufzubauen. Polizei und Hundefänger sind den Kids aber immer dicht auf den Fersen...


Kinofilm-Rating

Wenn es in Filmen bellt, miaut, krächzt oder grunzt, kann man meist davon ausgehen, dass die Story hinter den Tieren nur eine eher unwichtige Nebenrolle einnimmt. Wenn dann zusätzlich noch eine Schar Kinder durch den Film wuselt, übernimmt oft endgültig der wandelnde Jö-Effekt das Ruder. Hotel for Dogs ist da nicht wirklich eine Ausnahme. Zwar sind die Kids hier nicht ganz so klein, doch Emma Roberts (Wild Child), die ein fast so breites, gewinnendes Lächeln wie ihre berühmte Tante Julia hat, deckt schon allen den Bereich der herzigen Menschen problemlos ab. So einfach gestrickt das Ganze auch ist, kann der Film jedoch nicht wirklich als langweilig oder zu klischeehaft bezeichnet werden, denn gute Unterhaltung für Gross und Klein bietet das turbulente Hundehotel allemal. Und gerade gegen Schluss gesellt sich zum pelzigen Spass auch noch ein Schuss Tragik, der wohl auch manchen Miesepeter mitten ins Herz trifft.

Neben den erfrischend unaufdringlichen und kaum nervigen Kids und den zahlreichen Hunden jeder Art, Grösse und Sabbermenge freut besonders die ideenreiche Umsetzung der verschiedenen Maschinen, die der kleine Bruce erfindet, um das Hotel zum perfekten Hundehotel zu machen: Ob ein Indoor-Autokino für Hunde, eine aufwändige Hundefitnessanlage oder Massnahmen zum automatischen Häufchenwegmachen, der Fantasie eines jeden Hundeliebhabers sind kaum Grenzen gesetzt. Und auch wenn die Hundefänger und die Möchtegernrockerpflegeeltern etwas gar überzeichnet und übertrieben fies sind und keiner der Hunde jemals das klitzekleinste Anzeichen von Agressivität oder Rivalität zeigt, ist ein gewisses Mass an Realismus schon allein dadurch gesichert, dass die Tiere hier (zum Glück!) nicht sprechen können und auch nur teilweise vermenschlicht sind.

Hotel for Dogs ist ein turbulenter, unterhaltsamer Film mit einem riesigen Herz für Hunde, der kleine wie grosse Zuschauer mühelos zum Lachen und Weinen bringen kann. Die sympathischen Kids ergänzen das knuffige Hundeabenteuer erstaunlich gut, ohne mit ihrer eigenen Suche nach einem Zuhause oder durch (zum Glück nur angedeutete!) Liebesgeschichten die Hunde aus dem Filmmittelpunkt zu verdrängen. Bestimmt nichts für Hundehasser und Kindernichtmöger, für Hundehobbystreichler wie auch Profigassigeher bietet der Film aber zweifellos tierischen Filmspass.

4.1 Sterne
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23.01.2009 / pps