The Horsemen (2009)

The Horsemen (2009)

Oder: Bibelstunde mit blutroten Flecken

The Horsemen

*flüsterflüster*

Seit dem Krebstod seiner Frau ist Cop Aidan Breslin (Dennis Quaid) total neben den Schuhen. Seine Kids sieht er kaum noch, dafür nimmt ihn seine Arbeit umso öfters in Beschlag. Darum entzweit er sich immer mehr von seinem Nachwuchs, was ihn zusätzlich belastet. Zudem wurde er nun an den Tatort eines grausigen Mordes gerufen. Mitten im Schnee steht ein Tablett mit ausgerissenen Zähnen und an den Bäumen steht gross "Come and See" geschrieben. Breslin steht vor einem Rätsel.

The Horsemen

Ich und böse? Niemals!

Die Ermittlungen laufen an, und schon bald darauf geschieht ein zweiter Mord. Eine Mutter ist brutal abgeschlachtet worden, und die Adoptivtochter Kristin (Ziyi Zhang) sucht Schutz beim Polizisten. Auf alle Fälle bis zu dem Zeitpunkt, als sie den toten Leib des ungeborenen Babys präsentiert, das sie der Mutter aus dem Bauch geschnitten hat. Und das ist nur der Anfang einer rätselhaften Mordserie, die biblische Ausmasse annimmt und schlussendlich sogar Breslins Familie miteinbezieht. Doch bis er das gemerkt hat, ist es schon fast zu spät.


DVD-Rating

Dennis Quaid ist einer dieser altgedienten Hollywoodstars, die nicht mehr die ganz grossen Hits landen, aber immer wieder mit kleineren und feineren Filmen zu uns kommen. Hier lassen wir GI Joe mal beiseite und begründen die vorherige Aussage mit Produktionen wie Pandorum oder American Dreamz. Nun kommt er mit einem tollen Thriller, der gleichermassen mysteriös und auch spannend ist: The Horsemen.

Unter der Regie von Jonas Akerlund, der sich bislang hauptsächlich durch Musikvideos einen Namen gemacht hat, werden die Zuschauer von Anfang an in eine Szenerie geworfen, die Unheilvolles ankündigt. Was dann folgt, ist eine seltsame Kombination aus Folterungen à la Saw und biblischen Annäherungen wie in Seven. Trotz Spannung und Intensität erreicht The Horsemen das Niveau seiner Kollegen jedoch nicht.

Die Story wird gut aufgebaut und düster fortgesetzt, mag aber das anfängliche Gruselfeeling nicht ganz bis zum Ende durchziehen, auch wenn uns dort noch ein kleiner Twist erwartet. Dennis Quaid bringt den gequälten Eindruck gut rüber, was daran liegen kann, dass er praktisch den ganzen Film durch die gleiche Mimik präsentiert. Eine kleine Überraschung ist hingegen Ziyi Zhang (Memoirs of a Geisha), die nicht nur schönes Englisch spricht, sondern auch ihrem Charakter das durchgeknallte Profil verleiht, was die Figur interessant macht. Peter Stormare (Constantine) wird hingegen hemmungslos verbraten. Schade um den tollen Schauspieler.

Fazit: The Horsemen ist spannend und schockiert durch seine Aufnahmen von "Suspension" (die Praktik, sich selber an der Haut aufzuhängen). Dazu kommen solide Darsteller und ein paar langwierigere Szenen in der Mitte des Films. Nichtsdestotrotz, The Horsemen ist ein Thriller zum Gucken, Gruseln und Mitfiebern.

Die DVD bietet qualitativ ansprechenden Standard in Sachen Ton und Bild. Vor allem visuell machen die Aufnahmen einen guten Eindruck, sogar in den dunklen und schneller geschnittenen Szenen. Das Bonusmaterial setzt sich aus einem recht informativen Audiokommentar zusammen, der auch ein bisschen mehr Hintergrund liefert. Die entfallenen Szenen sind jedoch überflüssig.


OutNow.CH:

Bewertung: 4.04

 

05.02.2010 / muri

Community:

Bewertung: 3.3 (14 Bewertungen)

 

 

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