The Hangover (2009)

The Hangover (2009)

Oder: Absturz mit Folgen

The Hangover

Auf dem Weg ins Glück?

In ein paar Tagen ist es soweit - Doug (Justin Bartha) heiratet! Doch vorher soll nochmals richtig die Sau rausgelassen werden. So sammelt er seine Kumpels Stu (Ed Helms), Phil (Bradley Cooper), sowie den Schwager Alan (Zach Galifianakis) in den coolen Mercedes seines künftigen Schwiegervaters und ab geht die Reise. Ab nach Las Vegas, ab in eine Nacht, die keiner der Beteilitgten wohl je vergessen wird.

Es wird eingecheckt, die tolle Hotelsuite bezogen und ein Eröffnungsschnäpschen auf dem Dach getrunken und dann... Filmriss.... Am nächsten Morgen erwachen Alan, Stu und Phil in ihrem Hotelzimmer. Der Ledersessel raucht noch, die Ziege sitzt in der Ecke und auf dem Klo liegt ein ausgewachsener Tiger. Was um Himmels Willen haben die Jungs gemacht, dass nun ihre Behausung wie nach einem Bombeneinschlag aussieht? Warum fehlt Stu plötzlich ein Schneidezahn? Woher kommt das Baby, das in der Abstellkammer weint? Und vor allem: Wo ist Bräutigam Doug?!

The Hangover

Uff

Die Aufarbeitung einer ganz speziellen Nacht beginnt. Anhand von Hinweisen, Kassenzetteln und Heiratsurkunden müssen die Jungs nun versuchen herauszufinden, was genau in der Nacht passiert ist. Eine der Spuren führt sie zur Stripperin Jade (Heather Graham), die für Stu eine grössere Überraschung parat hat. Und als dann auch noch Mike Tyson auftaucht und für Stunk sorgt, wird der gestohlene Polizeiwagen (mitsamt Gast) schon fast zur Nebensache. Wird es Doug noch rechtzeitig zur Hochzeit schaffen?


Kinofilm-Rating

Überraschendes passierte dieses Jahr an den US-Kinocharts. Bevor die grossen Sommerkisten ihre Dollars einspielten, setzte sich eine Komödie an die Spitze, die praktisch aus dem Nichts kam und inzwischen schon über 200 Millionen Dollar eingespielt hat. Unter der Leitung von Regisseur Todd Phillips (Old School, Starsky and Hutch) werden wir mit einer Situation konfrontiert, die skurriler nicht sein könnte und die aus dieser Lage das Maximum herausholt. The Hangover fängt nämlich mitten im Film an, arbeitet sich dann zurück und bietet schlussendlich ein herrliches Finale.

Die ominöse Nacht, die bekanntlich zum Hangover führt, wird akribisch auseinander genommen. Wir kriegen immer mehr Hinweise auf das Tun der Kumpels, lernen die Kollegen der Nacht kennen und wundern uns schliesslich nicht einmal mehr über die Tatsache, dass völlig abgedrehte Chinesen nackt irgendwo durch die Wüste rennen. Zu Lachen gibts genug, die Charaktere sind toll und der Witz hervorragend. Besser hätte man aus der einfachen Idee wohl kaum eine Komödie machen können.

Unser Kumpeltrio wird angeführt von Bradley Cooper, den wir aus Alias oder Yes Man bestens kennen. Seine Hauptpartner sind Ed Helms (Evan Almighty) und der etwas speziellere Zach Galifianakis, der in What happens in Vegas schon einmal in der Stadt der tausend Lichter zugegen war. Diese drei Jungs geben ein herrliches Grüppchen hilfloser und total überforderter Stadtmenschen ab, die nun von einer Panne in die nächste rutschen. Da fällt Justin Bartha (National Treasure 2) in seiner etwas undankbaren Rolle als Bräutigam doch deutlich ab.

Zuviel über The Hangover zu schreiben, würde dem Film den Spass nehmen. Am besten ist es, man sitzt einfach rein, lässt den Film wirken und lacht gezwungenermassen während des Grossteils des Films mit, wenn Mike Tyson seine Gesangsqualitäten demonstriert oder Heather Graham (Boogie Nights) ihre Auftritte hat. Lustig sind sie alle.

Fazit: Ist The Hangover ein Männerfilm? Vermutlich, denn die Kerle bestimmen die Gangart, während die Damen auf Rollen von Stripperinnen oder Nutten reduziert werden. Und trotzdem, der Witz ist nicht etwa auf Fäkalhumor ausgerichtet, sondern bringt zwar einfache, aber überzeugende Szenen an die Zuschauer. Nicht alle, aber die meisten. Und das ergibt eine richtig tolle Komödie, die es verdient, geschaut zu werden.

4.5 Sterne
4.5 Sterne (241 Bewertungen) | 15 Kommentare

4.54.5
08.07.2009 / muri