G-Force (2009)

G-Force - Agenten mit Biss

G-Force (2009) G-Force - Agenten mit Biss

Oder: Zwischen Laufrad und James Bond

G-Force

Auf der Lauer

Im Labor von Ben (Zach Galifianakis) gehts tierisch zu und her. Der clevere Kerl hat aus einer Bande von kleinen Haustieren eine Agentengruppe geformt, die er mit technischem Schnickschnack zum Sprechen gebracht hat, und die nun parat für einen Einsatz im Auftrag des FBI ist. Darwin (Stimme im Original von Sam Rockwell), Juarez (Stimme im Original von Penelope Cruz) und das dritte Meerschweinchen Blaster (Stimme im Original von Tracy Morgan), sowie deren Teamkollegen Maulwurf Speckles (Stimme im Original von Nicolas Cage) und Fliege Mooch setzten jedoch ihren ersten Auftrag in den Sand und werden aus dem Labor in eine Tierhandlung verfrachtet.

Die "G-Force" ist allerdings sicher, dass die von Milliardär Saber (Bill Nighy) gestohlenen Daten nicht bloss Anleitungen für Kaffeemaschinen oder Kühlschränke sind, sondern dass dahinter eine grosse Verschwörung geplant ist, welche unter dem Namen "Cluster Storm" laufen wird. Denn so harmlos, wie die Küchengeräte den Eindruck machen, sind sie nicht. Das aber zu beweisen, wird für die kleinen Agenten eine fast unlösbare Aufgabe.

G-Force

Stiiiillgestanden!

Zuerst aber muss die Flucht aus der Tierhandlung gelingen, in der der Hamster Bucky (Stimme im Original von Steve Buscemi) sich als wertvoller Freund entpuppt. Zusammen wird nun aufgerüstet, trainiert und aus Kinderspielzeug gefährliches Kampfmaterial gebastelt. Denn nur wenn alle zusammenhalten, besteht die Chance, die Pläne des bösen Milliardärs zu durchkreuzen. Das Schicksal der Welt liegt dieses Mal nicht in den Händen einer verwegenen Truppe, sondern in deren Krallen...


Kinofilm-Rating

Jerry Bruckheimer ist einer der erfolgreichsten und berühmtesten Produzenten im Filmbusiness. Er hat Erfolg (Pirates of the Caribbean: Dead Man's Chest, National Treasure) und hat mit Flashdance oder Con Air wohl Filme für die Ewigkeit in seinem Repertoire. Nun überrascht uns der Mann mit einem Film, der auf den ersten Blick so schrecklich aussieht, dass man an eine Mitwirkung Bruckheimers fast nicht glauben kann: G-Force.

Das grosse Stars Tiere in Realverfilmungen sprechen, ist keine Seltenheit mehr. In Racing Stripes oder Charlotte's Web wurden Viecher mit bekannten Stimmen versehen und in ein Abenteuer geschickt. In G-Force kriegen wir im Original dann auch Nicolas Cage oder Penelope Cruz zu hören, die sich nicht zu schade sind, ihre Sprache Hamstern oder Maulwürfen zu leihen.

Anfänglich überrascht G-Force richtiggehend. Ein spannender Einsatz, lustige Szenen mit den Meerschweinchen und ein witziger Zach Galifianakis, der wohl direkt aus seinem letzten Film The Hangover ans neue Set kam. Versifft genug sieht er jedenfalls aus. Anyway, was einen glatten Anfang hat, muss nicht zwingend auch ein guter Film sein. Denn die Story nimmt bald mal erschreckend ab, zeigt Furzwitze und Meerschweinchen, die geschminkt werden oder auf ferngesteuerten Fahrzeugen rumdüsen. Immerhin sind sie dabei erfolgreicher als das dumme FBI-Team, das ihnen auf den Fersen ist.

Fazit: Für G-Force braucht man schon entweder einen speziellen Humor oder man ist noch nicht alt genug, um in der Pause eigenständig Popcorn zu kaufen. Genau diese Zielgruppe wird hier nämlich anvisiert, und die vielen Actionszenen (wie von Bruckheimer gewohnt, mit vielen Knallereien) und Slapstickmomente werden dort ihre Anhänger finden. Diejenigen, die sich nicht mit plappernden Viechern anfreunden können, dürfen hier getrost mal eine Runde aussetzen.

2.5 Sterne
2.5 Sterne (23 Bewertungen) | 7 Kommentare

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10.10.2009 / muri