From Paris with Love (2009)

From Paris with Love (2009)

Oder: ...immer eine Reise wert

From Paris with Love

Keine Witze über die Glatze!

James Reese (Jonathan Rhys Meyers) ist der persönliche Assistent des US-Botschafters in Paris. Doch James mag nicht mehr nur Terminpläne koordinieren und bei Empfängen brav auf dem Stühlchen sitzen. Er will Action und Aufregung. Deshalb holt er sich als freier Mitarbeiter des CIA immer wieder kleinere Aufträge. Nun hat er allerdings einen grösseren Fisch an der Angel, ist doch am Flughafen sein neuer Partner eingetroffen, der nun am Zoll festsitzt und sich mit dem Zöllner um ein paar Dosen Energydrink streitet: Charlie Wax (John Travolta).

From Paris with Love

Das Starr-Duell

Und dieser Wax ist schon eine ganz spezielle Nummer. Nicht nur, dass er kaum je was von Anstand und Sitte gehört hat, er stampft durch Paris wie der sprichwörtliche Elefant im Porzellanladen. Laut, aufdringlich und wahnsinnig schnell mit seiner Knarre, die er liebevoll "Ms. Jones" nennt. Er quasselt was von einem geplanten Terroranschlag und bevor James richtig kapiert, um was es überhaupt geht, ist er auch schon mittendrin in den Schiessereien und Explosionen. Als dann noch Fotos von ihm in einer Drogenhöhle auftauchen, wird auch James Reese klar, das irgendetwas nicht mit rechten Dingen zu und her geht.


Kinofilm-Rating

Eins muss man John Travolta ja lassen. Irgendwie erfindet er sich immer wieder neu und taucht, optisch verändert, genau dann auf, wenn seine Karriere mal wieder am Boden zu sein scheint. Sei es als langhaariger Killer in Pulp Fiction, als dicke Mutti in Hairspray oder nun als glatzköpfiger und schiesswütiger Agent in From Paris with Love.

Nach einer Geschichte von Luc Besson wird auf den Strassen von Paris kräftig geballert und in die Luft gejagt. Wobei die Story des Films leider weder besonders neu, noch irgendwie innovativ daherkommt. Da hat der in die Breite gegangene Franzose doch schon Besseres abgeliefert. Immerhin lässt er es mächtig krachen und Travolta darf ein paar flotte Sprüche loslassen, was seinen Charakter schlussendlich wesentlich unterhaltsamer macht, als denjenigen von Jonathan Rhys Meyers. Der darf zwar mit der niedlichen Kasia Smutniak (Goal 3) rummachen, ist aber in den Actionsequenzen recht überfordert.

Unter der Regie von Pierre Morel, der schon Liam Neeson in Taken Killer jagen liess und 2012 Dune umsetzen soll, haperts allerdings an einigem, u.a. an den zähen Dialogen und einem Ende, das nicht so recht zu überzeugen vermag. Zudem sollte man schon eine gewisse Sympathie für Travolta haben, ansonsten vertreibt er die Kundschaft schon nach seinen ersten Szenen.

Fazit: From Paris with Love hat ausser Action und einem wie wild übertreibenden John Travolta nicht viel zu bieten. Trotzdem wird der Actionfan überwiegend gut unterhalten, kriegt explodierende Autos und ein paar nette Sprüche geboten, hat aber den grossen Teil des Films beim Abspann schon so gut wie vergessen.

3.5 Sterne
3.5 Sterne (45 Bewertungen) | 11 Kommentare

3.53.5
13.03.2010 / muri