Fast & Furious (2009)
Fast & Furious (2009)
Oder: Wann kommen die Hybriden?
Dom Toretto (Vin Diesel) hat's nach achtjähriger Flucht vor dem Gesetz in die dominikanische Republik verschlagen. Zusammen mit seiner Freundin Letty (Michelle Rodriguez) und ein paar Kumpels überfällt er Tanklaster mit wertvollem Inhalt, um an Kohle zu kommen. Doch sobald ihm die Situation zu heiss wird, verzieht er sich wieder in andere Gefilde - und lässt zum ersten Mal auch seine Freundin hinter sich zurück.
Als Letty ermordet wird, wagt sich Dom jedoch zurück an seine alte Wirkungsstätte und sucht in Los Angeles nach dem Mörder seiner Liebsten. Der Zufall will es, dass sein ehemaliger Erzfeind, FBI-Agent Brian O'Conner (Paul Walker), sich gerade demselben Bösewicht an die Fersen heftet: einem soziopathischen Drogenbaron, der die USA mit seiner tödlichen Ware überschwemmt. Die beiden Kerle müssen sich also wohl oder übel zusammentun, um ihm auf die Schliche zu kommen. Dass dabei auch das eine oder andere Autorennen zu absolvieren ist, liegt in der Nature der hier behandelten Film-Franchise.
DVD-Rating
Seit 2001 The Fast and the Furious in die Kinos kam, glänzende Karren in der coolsten Form präsentierte und das Duo Vin Diesel/Paul Walker zu Stars werden liess, hat man die Story um die aufgemotzten Autos noch ein paar Mal aufgenommen. Erst wurde es ein lauer Abklatsch (2 Fast 2 Furious), dann brachte man statt US-Cars japanische Wagen in verschiedene Kurven (The Fast and the Furious: Tokyo Drift). Bereits dort haben die Zuschauer den Charakter von Dominic Toretto wiederentdeckt, und ein weiterer Teil der Serie war nur eine Frage der Zeit.
Das "The" wurde bei Fast & Furious zwar weggelassen, aber sonst präsentiert sich dieser vierte Aufguss der Serie im Rahmen seiner Vorgänger. Die Autoraserszenen sind einmal mehr in der Unterzahl, dafür harmoniert das bekannte Duo Diesel/Walker recht artig miteinander, lässt Sprüche fallen und entwickelt sich zum Buddy-Gespann, das man aus vielen anderen Actionfilmen kennt. Auf Seiten Charakterentwicklung wird nur in kleinen Schritten vorwärts gemacht, schliesslich möchte man ja noch etwas für einen eventuellen weiteren Teil aufsparen.
Schauspielerisch wird bei Fast & Furious niemand gross gefordert. Vin Diesel darf seine tiefe Stimme erheben und seinen Körperbau zur Schau stellen, während Paul Walker einfach Paul Walker mimt. Ohne grossen Enthusiasmus und irgendwie halt recht langweilig. Dazu kommen die hübsche Jordana Brewster und Michelle Rodriguez, die enttäuschenderweise aber nur eine kleine Rolle hat.
Fazit: Auch in Fast & Furious sind die Karren das Heisseste und Beste am Film. Die Story pendelt sich auf dem Level des durchschnittlichen Actionfilms ein, bietet keinerlei Überraschungen und hätte ein paar Autorennen mehr verdient gehabt. Dem ist leider nicht so, und deshalb ist auch Fast & Furious nur ein Abklatsch des Originals geworden, der nur bedingt interessieren und packen kann.
Aus dem Bonsumaterial auf der DVD lohnt sich nicht in jedes Filmchen der obligate Blick. So stechen denn für Autofans die Berichte über die Importcars und der Blick unter die Motorhaube klar obenaus. Auch die Fahrschule mit Vin Diesel ist recht witzig gelungen. Dafür fehlen bei den anderen Features ("Die Gang trifft sich", "Gag-Reel") Informations- und Unterhaltungsgehalt. Auch den Audiokommentar des Regisseurs kann man getrost beiseite lassen.
Technisch kommt Fast and Furious solide daher, hat aber bei den dunklen Szenen Mühe mit der Klarheit des Bildes. Zumal einzelne Szenen dann auch noch recht schnell geschnitten sind. Dafür macht der Ton einen guten Eindruck und lässt das Aufheulen der schönen Karren sauber und klar durch die heimischen Boxen. Da vermisst man eigentlich nur noch den Benzingeruch.
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DVD-Infos
DVD erschienen am 03.09.2009
- Bildformat: 2.40 / Anamorph Widescreen
- Sprachen: Deutsch (DD 5.1); Englisch (DD 5.1); Türkisch (DD 5.1)
- Untertitel: Deutsch; Englisch; Türkisch
- Extras: Gag Reel; Unter der Haube; Importe; Die Gang vereint sich wieder; Fahrschule mit Vin Diesel; Filmen in Mexiko; Audiokommentar



