Fame (2009)
Fame (2009)
Oder: Der steinige Weg zum Ruhm.
Wer in der heutigen Zeit über eine ausgereiftere Stimme verfügt, sich ein paar Tanzschritte merken kann und dazu noch keine Angst vor Publikum hat, gerät meist früher oder später in irgendein Fernsehstudio, wo gewiefte Manager die heutigen Stars formen. Ein paar Monate später kräht jedoch meist kein Mensch mehr nach diesen "Stars". Jenen schnellen und vergänglichen Ruhm wollen die Schüler der High School of Performing Arts in Manhattan, New York, eben nicht. Sie sind in ihren Klassen, um stetige Bekanntheit zu erlangen, ein Zeichen zu setzen, ihre Träume zu erreichen und natürlich auch, um den entsprechenden Ruhm einzufahren.
Verschiedenste Charaktere treffen aufeinander, ob in den Räumen der Klasse oder auf dem Flur. Schüchterne Mädchen mit Hammerstimmen, selbstbewusste Jungs mit Rapperambitionen oder auch die schwarze Dame, die den Besuch der Schule vor ihren Eltern verheimlichen muss. Kontakte werden geknüpft, Schicksale nehmen ihren Lauf, und wenn sich dann talentierte Jungstars treffen, um eine Band zu gründen, merken auch sie bald, dass die Musikwelt nicht auf Schulabgänger und Kollegen gewartet hat. Denn wer bekannt, berühmt und zum Superstar werden will, braucht neben Glück und Talent vor allem eins: Schweiss!
DVD-Rating
Talentshows, in denen die Superstars von morgen gesucht werden, sind zur Zeit hoch im Kurs. Was liegt da näher als das Remake eines Filmes, der die Aufnahmeprüfung an eine berühmte Kunstschule und die anschliessende Ausbildung einiger der Schüler zeigt. Leider geht das Konzept nicht auf. Während man in einer Talentshow Woche für Woche die Teilnehmer sieht, ihre Persönlichkeit kennenlernt, mit ihnen mitleidet, sie verabscheut oder mag, bleiben einem die Charaktere der New Yorker High School of Performing Arts fremd: zu viele Leute und kein wirklich roter Faden durch die Geschichte. Man sieht einzelne Episoden aus ihrer vierjährigen Schulzeit, wobei der Schwerpunkt natürlich auf Tanz- und Gesangsnummern liegt. Über das Leben der Schüler erfährt man so gut wie nichts, und so berührt es einen auch nicht, wenn sie eine Chance bekommen oder auch mal aufgrund ihrer Naivität reingelegt werden. Das Ganze ist so oberflächlich, dass selbst Fans des Genres Mühe mit dem Film haben werden.
Wo andere Tanzfilme wenigstens noch mit guter Musik und tollen Tanzeinlagen glänzen können, enttäuscht Fame gerade hier kolossal. Die Ansätze mögen gut sein, die "spontanen" Demonstrationen von Lebenslust lassen aber jeden Zusammenhang mit der Story vermissen. So als hätte der Cutter gedacht: "Hm, seit 10 Minuten wird nur geredet, lass uns mal wieder eine Tanz-Szene reinschneiden." Auch die Musik wirkt, als wäre sie im Wohnzimmer eines der Studierenden komponiert und aufgenommen worden. Die Abschlussshow am Ende des Filmes trieft schliesslich so von Schmalz, dass man versucht ist, den Fernseher einfach auszuschalten. Wenigstens dieser Teil des Filmes müsste mitreissen, doch auch hier: Langeweile.
Keine gute Ausgangslage für die jungen Darsteller: Sie versuchen, ihre Sache so gut zu machen, wie das eben bei einem komplett vorhersehbaren, oberflächlichen Film möglich ist. Lieber bleibt einem kaum eine Person im Gedächtnis.
Fazit: Selbst Fans des Tanzfilm-Genres kann nur geraten werden, die Hände von diesem Film zu lassen. Dann noch lieber die nächste Staffel DSDS mitverfolgen.
Da der Film so wenig Fleisch am Knochen hat, wurden dafür ordentlich Extras auf die DVD gepackt. Aber auch die überzeugen nicht richtig. Der Originaltrailer, Deleted Scenes, Featurette oder Beim Dreh gehören schon fast zum guten Ton. Wozu seltsame Extras wie Fotos der Gewinner des Pepsi I Can-Wettbewerbs und Trailer für Sport-DVDs auf der DVD sind, ist unklar. Wirklich interessant ist "Dances of Fame", wo man etwas über das Castingverfahren und einige Ideen hinter Tanzszenen im Film erfährt.
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2.4 Sterne (32 Bewertungen) | 1 Kommentar
DVD-Infos
DVD erschienen am 13.05.2010
- Bildformat: 16:9 / 1:2.35
- Sprachen: Deutsch (DD 5.1); Englisch (DD 5.1)
- Untertitel: Deutsch
- Extras: Originaltrailer; Deleted Scenes; Dances of Fame; Featurette; Musikvideo; Beim Dreh; Pepsi I Can Gewinner, Trailer



