An Education (2009)

An Education

1961 im Londoner Stadtteil Twickenham: Die 16-jährige Jenny (Carey Mulligan) ist Klassenbeste und sehr zur Freude ihres Vaters Jack (Alfred Molina) bestrebt, die Aufnahmeprüfung der Elite-Uni in Oxford zu bestehen. Da Jack nur das Beste für sein Töchterchen möchte, sieht er ihren sozialen Aufstieg in Gefahr, als sich mit David (Peter Sarsgaard) plötzlich ein älterer Mann für den wissbegierigen Teenager interessiert. Der charmante Jude mit schnittigem Sportwagen hat Jenny während eines Platzregens eine Mitfahrgelegenheit offeriert und will sie nun - Gott behüte! - an einem Freitagabend ausführen.


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Film-Informationen

Drehorte: Grossbritannien, USA 2009
Genre: Drama
Laufzeit: 100 Minuten

Kinostart: 25.02.2010
Verleih: Rialto Film AG

Regie: Lone Scherfig
Drehbuch: Lynn Barber, Nick Hornby
Musik: Paul Englishby

Darsteller: Carey Mulligan, Olivia Williams, Alfred Molina, Cara Seymour, William Melling, Connor Catchpole, Matthew Beard, Peter Sarsgaard, Amanda Fairbank-Hynes, Ellie Kendrick, Dominic Cooper, Rosamund Pike, Nick Sampson, Kate Duchene, Bel Parker, Emma Thompson, Luis Soto, Olenka Wrzesniewski, Bryony Wadsworth, Ashley Taylor-Rhys

» The Internet Movie database (IMDb)


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4 Kommentare

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Genau, an Fish Tank hat mich der Film auch erinnert... ähnliches Thema halt, wenn auch ganz unterschiedliches Setting... Und warum An Education für den Oscar nominiert ist, verstehe ich auch nicht ganz, obwohl der Film wirklich nicht schlecht ist. Ich schwanke so zwischen 4 und 5 Sternen. 5 hat der Film nämlich eigentlich nicht ganz verdient, zu unaufgeregt, zu platt und über Spuren hinweg nicht ganz glaubwürdig ist nämlich der Plott, der viele Klischeefallen nur extrem knapp umschifft. Die Figur von Carey Mulligan als intelligenter aber auch naseweiser Teenager auf dem Weg ins Erwachsenenleben nervt zudem zuweilen ganz schön mit ihrer unglaublichen besserwisserischen Naivität. Und die inszenierte Ähnlichkeit mit Audrey Hepburn Brille und Kleid ist wirklich schon fast zu viel des Guten.
Dennoch möchte ich nicht unbedingt nur vier Sterne geben zu erfrischend ist es wiedermal einen (Britischen) Film zu sehen mit (teilweise) intelligenten und humorvollen Dialogen und fantastischen Schauspielern. Carey Mulligan ist ohne Frage eine Entdeckung, auch wenn ich mir nie ganz sicher war ob ich sie jetzt wirklich gut finde in dieser Rolle und ob ihre Rolle mich nervt oder sie... Dominic Cooper ist auf jeden Fall die bessere Besetzung als der ursprünglich vorgesehene Orlando Bloom. Und Peter Sarsgaard fand ich schlicht umwerfend - er musste ja ein bisschen creepig sein in seiner Rolle zwischen Charmeur und Charakterschwein.

Zum Glück ist An Education eine britische Produktion! Hätten die Amerikaner das gemacht, dann wäre wohl eine plakative Kitschposse daraus geworden. So aber präsentiert uns Lone Scherfig eine subtiles Drama mit viel britischen Humor und einer Menge Tiefgang. Carey Mulligan ist eine tolle Entdeckung, Alfred Molina gefällt als urbritischer Mittelschichtler und auch Peter Sarsgaard macht seine Sache gut. Sally Hawkins wurde imho etwas unmotiviert verheizt.
Nick Hornbys Drehbuch zeugt von seiner Klasse und hat auch vieles an geschichtlichem Hintergrund zu bieten.
So gibts abgerundete 5 Sterne für einen Film, der mich wirklich beeindruckt hat (und stellenweise an Fish Tank erinnert hat).

Und rm: Ich finde, dein Schlussabschnitt triffts nicht ganz so gut.

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Was am Schluss bleibt, ist die Lebenserfahrung, die Jenny für immer anhaften wird. Und diese ist sicher nicht "Alle Männer sind Schweine". Es geht vielmehr darum, dass sie nun weiss, dass sie sich nicht von Prunk, Lebensgewandtheit und schönen Worten täuschen lassen sollte. Ausserdem gibt es in ihrem Leben (auch während der Zeit mit David) jemanden, der sie so nehmen würde, wie sie ist: Graham. Und auch anschliessend findet sie ja nette Jungs in Oxford.

Wie du zu diesem Schluss kommst, ist mir, offen gesagt, schleierhaft.

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