Duplicity (2009)
Duplicity - Gemeinsame Geheimsache
Duplicity (2009) Duplicity - Gemeinsame Geheimsache
James Newton Howard bleibt vielbeschäftigt. Nach seinem eher "seriösen" Musikjahr 2008 (mit The Happening, The Dark Knight (zusammen mit Hans Zimmer) und Defiance) begann er das Arbeitsjahr 2009 mit eher leichterer musikalischer Kost. So schrieb er die Musiken für Confessions of a Shopaholic und Duplicity. Die Wandlungsfähigkeit Howards ist erstaundlich, was das Album zu Duplicity eindrücklich unterstreicht. Der Score als solcher hinterlässt jedoch einen etwas faden Nachgeschmack.
Primär stören zwei Dinge an Duplicity. Erstens fehlt dem Score ein einprägsames und starkes Thema. Howard hangelt sich von einer musikalisch schmissigen Idee zur nächsten. Unterbrochen wird der Drive von etwas melancholischem Gitarrenspiel. Doch eine klare Idee, ein roter thematischer Leitfaden ist nicht auszumachen.
Zweitens erinnert der Score an unzählige andere Werke der Filmmusik. Wenn man das Album hört, werden Erinnerungen wach an die "Ocean's"-Scores von David Holmes, an Mr. & Mrs. Smith von John Powell und sogar an Alexandre Desplats' The Painted Veil (vgl. hierzu das Stück "A Cream or a Lotion?").
Auf der anderen Seite ist Duplicity eine willkommene Abkehr von der eher schweren und melancholischen Orchestermusik Howards. Es regieren leichtfüssige, vorwitzige Rhythmen mit viel Lokalkolorit. So wähnt man sich zunächst in Italien; und mit "Split to Miami" wechselt das Kolorit dann sofort ein wenig. Das ist lustig.
Fazit: James Newton Howards Musik zu Duplicity ist süffig zu hören und tänzelt überwiegend leichtfüssig und schmissig durch die Boxen. Diese Art von Musik hat man von Howard in den letzten Monaten eher selten gehört, weshalb sie eine schöne Abwechslung ist. Allerdings bleibt die Musik nach dem Hördurchgang nicht wirklich im Ohr, was schade ist.
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