Avatar (2009)
Avatar - Aufbruch nach Pandora
Avatar (2009) Avatar - Aufbruch nach Pandora
Oder: Blau sein als Lebensart
Eine andere Zeit, eine andere Welt: Jake Sully (Sam Worthington), ein an den Rollstuhl gefesselter Ex-Marine, soll auf der Militärbasis Hell's Gate auf dem Planeten Pandora seinen kürzlich verstorbenen Zwillingsbruder ersetzen. Dieser arbeitete als Wissenschaftler für die Resource Development Agency (RDA). Das Team um die Leiterin Dr. Grace Augustine (Sigourney Weaver) erforscht Flora und Fauna von Pandora - und die Lebensgewohnheiten der Ureinwohner, den Na'vi. Dafür transferieren sie ihren Geist in im Labor gezüchtete Lebewesen, sogenannte Avatare, die aussehen wie die Na'vi.
Nicht alle Menschen auf Hell's Gate sind den Na'vi allerdings so wohl gesonnen wie Grace und ihr Team. Basisleiter Parker Selfridge (Giovanni Ribisi) ist nur an der Ausbeutung der magnetischen Felder auf Pandora interessiert. Daraus gewinnen Wissenschaftler Energie, welche für viel Geld an die Bewohner der ausgebeuteten Erde verkauft wird. Selfridges Rechte Hand ist der Sicherheitschef von Hell's Gate, Colonel Miles Quaritch (Stephen Lang). Er unterstützt Selfridges Absicht, die Na'vi aus ihrem Lebensraum, einer uralten, riesigen Weide, zu vertreiben. Darunter befindet sich das grösste magnetische Feld.
Willigt Jake, ganz Marine, zuerst ein, im Körper seines Avatars das Vertrauen der Na'vi zu erschleichen, so gerät er bald in einen Gewissenskonflikt, als Neytiri (Zoë Saldana) sein Leben rettet und er in die Gemeinschaft der Na'vi aufgenommen wird. Jake muss sich entscheiden: Führt er seinen Auftrag als Soldaten loyal aus, oder hilft er den Na'vi dabei, ihren Lebensraum zu verteidigen?
DVD-Rating
James Cameron hat sich mit Avatar selber vom Thron des Kinokassenkönigs gestossen. Bislang war er da mit Titanic auf dem obersten Podest, nun hat er seine Rekordeinnahmen mit den blauen Figuren aus Avatar übertroffen. Der erfolgreichste Film aller Zeiten, 160 Minuten Spielzeit, bahnbrechende Effekte und im Kino mittels 3D zum Erlebnis geworden. Eigentlich könnte man bei Avatar mit Superlativen um sich werfen. Und gerne tun wir das auch.
Doch bevor das Lob losgeht und die Schwärmereien des Guten zuviel werden, werfen wir einen ganz winzig kurzen Blick auf die Schwachstelle des Films: Die Geschichte. Klassisch kommt sie daher, wenn wir menschliche Eindringlinge in einer fremden Welt beobachten, den Na'vi bei ihren Streifzügen folgen und uns ab den ersten Gehversuchen von Sam Worthington als blauer Riese amüsieren. Richtig, es gab bereits ähnliche Storylines. Pocahontas wird immer wieder genannt. Und so ganz im Unrecht sind die Kritiker diesbezüglich wirklich nicht. Aber wenn James Cameron die Tore zur farbenfrohen und spektakulären Welt von Pandora öffnet, dann kommt man halt einfach aus dem Staunen nicht mehr raus.
Der Fantasie sind fast keine Grenzen gesetzt, wenn unser Held die Welt von Pandora erkundet. Sei es, dass bei einem harmlos scheinenden Marsch durch ein Blumenfeld selbige plötzlich erwachen und für überraschende Momente sorgen. Oder die Entdeckung und Beherrschung der Fauna, die ein paar ganz üble Viecher zu bieten hat. Man kommt halt einfach nicht drum herum, Avatar ist wunderbar, fantastisch schön und ein Ereignis, das es verdient, der erfolgreichste Film der Kinogeschichte zu sein. Bis heute jedenfalls.
Die Darsteller müssen sich den optischen Reizen beugen, hinterlassen aber durch den Helden Sam Worthington und Cameron-Kollegin Sigourney Weaver solide und passable Eindrücke. Und mit dem verschlagenen Giovanni Ribisi sowie dem üblen Kopf des Militärs hat man zudem noch zwei richtige Hassobjekte. Was brauchts denn noch?
Fazit: Avatar ist kein normaler Film. Er ist ein Erlebnis! Den Kopf ein bisschen freischaufeln, eine bequeme Sitzposition finden und abtauchen in eine Special-Effects-Welt, die nie natürlicher aussah. Avatar braucht nicht lange, bis er genossen werden kann, aber umso länger, um danach wieder in die reale Welt zurückzukehren.
Die DVD bietet qualitativ hochstehenden Ton und extrem scharfes Bild. Rein von diesem Gesichtspunkt betrachtet, dürfte die Blu-ray des Films nicht viel Besseres liefern. Glanzvolle Minuten sind garantiert. Was ebenso sicher kommt, ist der ungläubige Blick der Käufer, wenn sie merken, dass jegliches Bonusmaterial fehlt. Keine Hintergründe, keine Berichte, Dokumentationen, ja nicht mal der Trailer ist hier zu finden. Da dürften Fans des Films bald schon erneut in die Tasche greifen müssen, wenn die speziellen Editionen auf den Markt kommen dürften....
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5.2 Sterne (377 Bewertungen) | 24 Kommentare
DVD-Infos
DVD erschienen am 23.04.2010
- Bildformat: 1.78:1 (16:9)
- Sprachen: Deutsch (DD 5.1); Englisch (DD 5.1)
- Untertitel: Deutsch; Englisch; Türkisch
- Extras: keine!
