Angels & Demons (2009)
Illuminati
Angels & Demons (2009) Illuminati
Oder: Habemus Papam? Oder?
In Genf, in den Gebäuden von CERN, ist die Wissenschaftlerin Vittoria (Ayelet Zurer) Teil eines Teams, das Antimaterie separieren will und dies anscheinend nun auch geschafft hat. Ihr Forschungspartner wird danach ermordet aufgefunden, und ein Exemplar dieser hochexplosiven Antimaterie ist verschwunden. Ausserdem weist der Tote Symbole auf seinem Körper auf, die auf den geheimen (und eigentlich längst vergessenen) Bund der Illuminati schliessen lässt.
In Vatikanstadt sind währenddessen die Mächtigen der Kirche am Trauern. Der beliebte Papst ist gestorben, und verzweifelt wird ein Nachfolger gesucht. Bis dahin hat der Camerlengo Patrick (Ewan McGregor) das Sagen. Es wurden vier "Preferiti" ausgewählt, die als Favoriten für die Nachfolge des heiligen Vaters in Frage kommen. Und ausgerechnet diese vier Kardinäle wurden entführt.
Der Symbologe Robert Langdon (Tom Hanks) wird kontaktiert und macht sich auf die Reise nach Rom. Zusammen mit Commander Richter (Stellan Skarsgard), dem Chef der Schweizer Nationalgarde, und mit Hilfe der jungen Wissenschaftlerin aus Genf muss Langdon nun einen Zusammenhang zwischen den wenigen Hinweisen und einem Erpresservideo finden. Darin wird gedroht, jede Stunde einen der Papst-Anwärter zu töten, bevor dann um Mitternacht die grosse Bombe losgeht.
Langdon, dessen Antrag für einen Besuch der heiligen Bibliothek schon siebenmal abgeschmettert wurde, beginnt genau an diesem Ort mit seinen Recherchen. Die Illuminati, Wissenschaftler im ewigen Disput mit den gläubigen Mitgliedern der Kirche, scheinen wieder aufgetaucht zu sein und sind unserem Schnüffler stets einen Schritt voraus.
Kinofilm-Rating
Regisseur Ron Howard brachte 2006 den Bestseller von Dan Brown, den Da Vinci Code, erfolgreich ins Kino. Entgegen der Reihenfolge bei den Büchern kommt nun das zweite (vorhergehende) Abenteuer des Symbologen Robert Langdon in unsere Kinos: Angels and Demons. Oder auf Deutsch: Illuminati.
Die Stimme von Alfred Molina begrüsst uns zur grossen Papstwahl in Rom. Wir kriegen eindrucksvolle Bilder dieser Zeremonie, und im krassen Gegensatz dazu einen Einblick in die Wissenschaft des CERN geboten. Fliegende Teilchen sind aber nur der Anfang, denn sobald der tote Tüftler in Grossaufnahme gezeigt wird, legt auch die Story schön los.
Tom Hanks hat seine Betonfrisur aus Da Vinci Code abgelegt und legt eine solide Performance hin. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Ewan McGregor verkörpert den "Camerlengo" überzeugend, allerdings kann er das sehr durchschnittliche Finale dann auch nicht retten. Der Rest des Casts ist okay, ohne gross zu glänzen. Armin Müller-Stahl hingegen hätte es jetzt nicht unbedingt gebraucht...
Angels and Demons spielt in Rom und zeigt uns herrliche Kapellen und Kirchen, und wenn Tom Hanks seine Stirn in Runzeln legt und allerelei Rätsel löst, kriegt der Zuschauer definitiv ein Déjà-vu. Das hatten wir doch alles schon mal, als der Kerl sich vor ein paar Jahren auf die Suche nach dem Gral machte. Und wem diese Schnitzeljagd da gefallen hat, der darf sich auch Angels and Demons ohne Bedenken angucken.
Fazit: Es fehlt Angels and Demons nicht an Spannung oder Thrill. Jedoch vermisst man die atemberaubenden Entdeckungen, die weltbewegenden oder skandalösen Momente, die den Vorgänger doch interessanter und spezieller gemacht haben. Nichtsdestotrotz ist Angels and Demons ein gut gemachter und sehenswerter Thriller, der einen tollen Einblick in die Welt des Vatikans gibt und für Interessierte mehr als nur einen flüchtigen Blick wert sein sollte.
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