17 Again (2009)
17 Again - Back to High School
17 Again (2009) 17 Again - Back to High School
Oder: Pubertät, zweiter Anlauf
Hayden High School, 1989: Basketballstar Mike O'Donnell (als 17-Jähriger gespielt von Zac Efron) hat alles, was man sich wünschen kann - eine wunderschöne Freundin, die Verehrung seiner Mitschüler, und eine strahlende Zukunft als Basketballspieler am College. Doch ausgerechnet vor dem Meisterschaftsspiel verkündet ihm seine Freundin Scarlett, dass sie von ihm schwanger ist. Mike lässt Basketballtraum und Karriere deshalb sausen und beschliesst, für seine Familie da zu sein.
Zwanzig Jahre später steht Mike (als Erwachsener gespielt von Matthew Perry) vor einem Scherbenhaufen: Seine Ehe mit Scarlett (Leslie Mann) steht vor dem Ende, die Kinder Maggie (Michelle Trachtenberg) und Alex (Sterling Knight) kennt er kaum, und wohnen muss er bei seinem Geek-Freund Ned (Thomas Lennon). Doch alles ändert sich, als er sich dank eines geheimnisvollen Hausmeisters auf wundersame Weise wieder in einen 17-Jährigen verwandelt. Erst will Mike noch einmal zur High School gehen, um seine verpassten Chancen zu nutzen. Schnell erkennt er jedoch, dass er seine neue Jugend viel besser dazu nutzen kann, um seinen Kids näher zu kommen und ihnen im komplizierten Schulalltag mit Rat und Tat beizustehen.
Kinofilm-Rating
Wohl jeder hat sich schon einmal gefragt, was passiert wäre, wenn wir in dieser oder jener Situation anders gehandelt hätten. Wären wir erfolgreicher, beliebter, glücklicher, einfach besser dran? Filme haben den Vorteil, dass sie das Unmögliche möglich machen können, und so durften Schauspieler wie Kathleen Turner (Peggy Sue Got Married), James Belushi (Mr. Destiny) oder Nicolas Cage (The Family Man) schon wichtige Ereignisse ihrer jeweiligen Filmfiguren ein zweites Mal erleben oder zumindest schauen, was passiert wäre, wenn alles anders verlaufen wäre.
Das Konzept von 17 Again ist also keineswegs neu, und über weite Strecken ist es recht schwer, dieses Déjà-Vu-Gefühl loszuwerden. Denn auch die Idee des Erwachsenen im Körper eines Jugendlichen kennt man bereits aus zahlreichen anderen Body-Swap-Filmen (beispielsweise Freaky Friday). Fügt man dieser doch sehr voraussehbaren Ausgangssituation noch einen unglaublich nervigen besten Freund hinzu, der irgendwie so gar nicht witzig ist und den stereotypen Science-Fiction- und Fantasy-Fan bis zum Gehtnichtmehr ins Lächerliche zieht, ist es kein Wunder, dass der Film eher langsam in die Gänge kommt. Der peinliche Geek-Freund darf wenigstens gegen Ende durch eine kleine Wendung ein bisschen amüsant werden. Ex-Friends-Darsteller Matthew Perry ist aber einfach nur schwach. Seine Darstellung des erwachsenen Mike ist lieblos, humorlos und fällt im Vergleich zum dynamischen Zac Efron (Hairspray) ganz einfach ab. Ein Glück, dass Perry nur in ganz wenigen Szenen zu sehen ist.
Klar ist, dass sich dieser Film an die vielen (weiblichen) Zac-Efron-Fans richtet, und in dieser Beziehung erreicht er sein Ziel ganz bestimmt: Der Junge sieht wirklich fabelhaft aus, vereint Witz, Charme und sogar ein bisschen Ernsthaftigkeit und schafft es sehr gut, die Gegensätze von Erwachsensein und Jugend, von Frustration und Lebensfreude darzustellen. Der Film gehört ganz einfach ihm. Da macht es letztlich gar nicht so viel aus, dass der Film zahlreiche Handlungslöcher aufweist und stellenweise etwas gar konservativ wird, wenn Mädchen vor Sex gewarnt werden und die Liebe zu Frau und Kindern über alles gelobt wird.
17 Again ist eine anspruchslose, besonders am Anfang etwas schwerfällige Was-wäre-wenn-Geschichte, die nach einiger Zeit aber doch noch in Fahrt kommt und durchaus zu amüsieren weiss. Der Film vermischt Teenieklamauk und Rom-Com zu einem kurzweiligen Kinovergnügen, das weniger durch innere Logik und immer treffenden Humor und mehr durch den Charme des Hauptdarstellers Zac Efron punkten kann. Durch seine dynamische Performance kommen Witz und Leben ins Geschehen, was einen die vielen Logikfehler und weniger erfolgreichen Witze (beinahe) vergessen lässt.
![]()
3.4 Sterne (49 Bewertungen) | 9 Kommentare



